Aktuelles vom Weinkonvent zum Hl. Goar

Weinkonvent und Hansenorden begrüßen gemeinsam das neue Jahr | St. Goar am 12. Januar 2018

Die gemeinsame Weinprobe des Internationalen Hansenordens zu St. Goar und des Weinkonvents zum Heiligen Goar am 2. Wochenende im Januar gehört zu den Fixpunkten im Vereinsleben der Rheinfelsstadt. Als Gastwinzer hatten die Hansen, die in diesem Jahr für die Veranstaltung federführend waren, das Weingut Eisenbach-Korn aus Oberheimbach eingeladen. Der Juniorchef des Hauses, Tobias Korn, hatte aus dem großen Angebot des renommierten 13 ha großen Weinguts neben einer repräsentativen Auswahl exzellenter Weine auch einen wunderbar feinperligen, fruchtigen Riesling Winzersekt Brut mitgebracht. Mit diesem begrüßten Hansenmeister Marcus Fries und Weinkonventspräsident Dr. Gerhard Kleinz die Gäste im bis auf den letzten Platz gefüllten Hansensaal.

Nach einem schmackhaften Büfett mit dazu korrespondierenden Weinen konnte die eigentliche Weinprobe beginnen.

Tobias Korn stellte im Laufe des Abends gekonnt die gesamte Bandbreite der Weine des seit 1601 in Familienbesitz befindlichen Weinguts vor. Die reichte vom kräftigen, im großen Holzfaß gereiften Spätburgunder über frische und fruchtige Rieslingweine sowie einen spritzigen ausgewogenen Blanc de Noir bis hin zu einer edelsüßen Scheurebe mit der schönen Bezeichnung „Süße Verführung“, dem Lieblingswein seiner Frau, wie der Jungwinzer verriet. Alle Weine waren prämiert, ein 2016er Weißer Burgunder sogar mit Silber der internationalen AWC in Wien. Aber nicht nur die Besprechung der angestellten Weine stand im Focus.

Der sympathische Winzer gab Einblicke wie sehr die ganze Familie zum Erfolg eines Weinbaubetriebes beiträgt, welche Unwägbarkeiten (z. B. Klimawandel, Hochwasser, da Anbauflächen direkt am Rhein) eine Rolle spielen, kurzum wieviel Herzblut zum Winzerberuf dazugehört. Dennoch scheint es im Hause Korn keine Nachwuchssorgen zu geben. Seine kleine Tochter freut sich schon heute auf die Zeit als Weinkönigin, vielleicht im Jahre 2025.

Nach einem kurzweiligen interessanten Abend mit hervorragenden Weinen, bei denen für jeden Geschmack etwas dabei war, bedankten sich Hansenmeister und Weinkonventspräsident bei Gastwinzer Tobias Korn, aber auch bei allen aus beiden Vereinen, die sich bei Vor- und Nachbereitung dieser gelungenen Veranstaltung engagiert hatten.

Hansenmeister Marcus Fries und der Präsident des Weinkonvents Dr.Gerhard Kleinz
begrüßen den Winzer Tobias Korn vom Weingut Eisenbach-Korn aus Oberheimbach im Hansensaal auf der Burg Rheinfels
 

Der Weinkonvent zum Hl. Goar sprach zum Jahresabschluss dem Rotwein zu | St.Goar am 8. Dez. 2017

Einmal im Jahr lässt der Weinkonvent zum Heiligen Goar seinen geliebten Riesling links liegen und widmet sich, gemäß Goethes Appell „Rotwein her“, den Roten, die in den dunklen Monaten des Jahres nach den Worten des Dichterfürsten „das Herze zu erwärmen“ geeignet sein sollen. Sieben Weinbrüder hatten ihre Lieblingscreszenzen aus dem Keller geholt um sie mit den Weingeschwistern zu teilen.

Ans Tageslicht gekommen waren zunächst fünf hervorragende Spätburgunder aus ebenso vielen deutschen Weinanbaugebieten, jeder typisch für seine Herkunft: Ein Oberweseler St. Martinsberg „Neun Herren Wein“, ein Nikolaus N von der Winzergenossenschaft Mayschoss an der Ahr, ein 2013 er vom renommierten Weingut Knipser aus der Pfalz, ein 2104 er Alte Reben vom Weingut Arndt F.Werner aus Ingelheim und der berühmte „MAX“ vom Weingut Stiegler in Ihringen am Kaiserstuhl. Nach den Pinots Noirs machten den Abschluss ein 2014 er Cotes du Roussillon Villages aus der Cooperative in Salses, eine Cuvee aus Syrah und Grenache Noir, und ein 2014er Malbec -auch der „schwarze Wein“ genannt- vom Weingut Mendoza in Argentinien.

Während Kellermeister Werner Eckes gekonnt analysierte und vorstellte, erzählten die Geber, was sie persönlich mit den Weinen verbinden und wie sie die Weine ausgewählt hatten, sei es aus dem eigenen Weinberg, bei „Wein im Schloss“, an ihrem Urlaubsdomizil oder sogar bei der Recherche zu einem Buch. Präsident Dr. Gerhard Kleinz und seine Frau Brigitte hatten natürlich daran gedacht, dass solche Genüsse auch eine Unterlage benötigen und den Rahmen geschaffen, dass die Weinbrüder Wolfgang Krammes und Hubertus Jacoby eine mitreißende Gulasch-Cuvee von Reh und Wildschwein aus dem Sankt Goarer Stadtwald, Einzellage Kupperswiese, präsentieren konnten, die mit herbstlichen Gemüsearomen und handgemachten Knödeln idealtypisch abgerundet wurde. Für eine weitere Geschmacksexplosion sorgte Weinschwester Brigitte Runzheimer zum Dessert mit einer unnachahmlichen vorweihnachtlichen Komposition aus Spekulatius, Orange, Zimt, Joghurt und Sahne. Der Dank der Gäste, die nach solcher Bewirtung getrost und erwärmt, nicht nur am Herzen, den Heimweg durch die Unbilden der Witterung antreten konnten, war allen Sponsoren gewiss.

Der Weinkonvent zum Hl. Goar sprach zum Jahresabschluss dem Rotwein zu
St. Goars Wein hat Vergangenheit und Zukunft

Das fünfzehnjährige Bestehens des Weinkonventes zum Heiligen Goar, die Vorstellung des neuen Buches von Walter Mallmann „Die Sankt Goarer Weingeschichte“ mit Lesungen des Autors, die Begrüßung der neuen Mitglieder Hella Ackermann, Heinz Burger und Thomas Hein und dazu noch eine Weinprobe mit acht Spitzenweinen, moderiert von Kellermeister Werner Eckes in seiner unnachahmlichen Art - der Präsident des Weinkonvents Dr. Gerhard Kleinz hatte alle Hände voll zu tun, um die Choreographie dieses reichhaltigen Samstagabends zu koordinieren.
Nach der Feierstunde in der Stiftskirche hatte der 2014er Riesling Sekt brut vom Weingut Philipps die Zungen der vielen im Saal „Graf Diether“ der Rheinfelshalle eingetroffenen Teilnehmer gelockert und sich als perfekter Aperitif präsentiert zum meisterlichen Rheinischen Sauerbraten von Weinbruder Franz-Josef Gärtner und seinem Team vom Hotel Loreleyblick.
Als sorgfältig ausgewählte Tischweine standen bereit ein stoffig verspielter Grauer Burgunder von Weingut Schweickhardt in Appenheim, der rheinhessischen Heimat mehrerer Spitzenweingüter, und ein den Gaumen mit dunkler Kirsche tapezierender trockener Spätburgunder vom weinbrüderlichen Weingut Goswin Lambrich.
Ehrenpräsident Walter Mallmann machte Appetit auf sein vom Weinkonvent anlässlich des Jubiläums herausgegebenes Buch über die St. Goarer Weingeschichte. Von Kelten und Römern spannte er Bogen für Bogen zur Jetztzeit. Den Heiligen Goar nicht außer Acht lassend, die Grafen von Katzenelnbogen würdigend, widmete er besonderes Augenmerk dem ausgewiesenen Weinfreund Philipp dem Jüngeren von Hessen-Rheinfels und dessen prächtiger Hofhaltung, um auf die großen Sankt Goarer Weinhandlungen des 18. und 19. Jahrhunderts zu kommen und dem Niedergang des Weinbaus Ende des letzten Jahrhunderts die aufstrebende jüngere Vergangenheit mit der von Gerhard Lambrich und Peter Schneider begonnenen Wiederbelebung und der heutigen erfolgreichen und zukunftsweisenden Arbeit der Gebrüder Philipps entgegenzusetzen.
Alles wolle er aber hier und heute nicht verraten, da das Buch auch um ein kleines Scherflein erworben werden könne. Präsident Dr. Kleinz versäumte es nicht, zum einen auf das sehenswerte Bildmaterial hinzuweisen und zum anderen den großen Anteil des Ehrenpräsidenten selbst an der Renaissance des Weinbaus in Sankt Goar herauszuheben. Nicht nur deswegen wurde von dem Kaufangebot reger Gebrauch gemacht.
Jeder von Walter Mallmanns Zeitbögen mündete unweigerlich in der Präsentation eines der Weine des Abends durch Werner Eckes, wobei selbstverständlich das heimische Gewächs, unterstützt durch Fundstücke aus dem Besuch von „Wein im Schloss“, den Mittelpunkt bildete.
Standesgemäßen und typischen Einstieg bot der Oberweseler Riesling Blauschiefer trocken vom Weingut Goswin Lambrich, mit einzigartiger mineralischer Note und gekonnt ausbalanciertem Frucht-/Säurespiel. Ein Riesling ganz anderer Art war das trockene Forster Ungeheuer aus der Pfalz vom Buntsandstein. Zurück zum typischen Mittelrheinriesling mit vielen Fruchtaromen ging es mit dem halbtrockenen St Goarer Burg Rheinfels vom Weingut Philipps, der vom österreichischen Falstaff Magazin mit 90 Punkten bewertet worden ist. Ein feinherbes Monzinger Frühlingsplätzchen, Riesling, vom Weingut Schauss repräsentierte mit Duft von gelben Früchten und feinsten Reifearomen eine der besten Lagen der Nahe. Es wurde gefolgt von einer Oberweseler St. Martinsberg Riesling Spätlese vom Weingut Goswin Lambrich aus 2012, die einen wunderbaren Begleiter zum Apfelstrudel mit hausgemachter Vanillesauce und Vanilleeis abgegeben hätte, wenn dieser da nicht schon verspeist gewesen wäre. Eine floral-pfirsichfruchtige Nase und Finale mit feinen Gewürzen bot der aus den besten Trauben des ältesten Weinberges des Weingutes Philipps mit 60 Jahre alten Rebstöcken stammende saftige2015er St. Goarer Ameisenberg Riesling. Den Schluss bereitete ein 2015er trockener Frühburgunder Geyersberg vom Weingut Oekonomierat Geil I. Erben in Bechtheim vom tiefgründig leichten Lehmboden und im Barrique gereift.
Spät am Abend dankte der Präsident mit bewegten Worten allen Vortragenden und Helfern und entließ die in jeder Hinsicht gesättigten und zufriedenen Weinschwestern und Weinbrüder in die Nacht.

Kellermeister Werner Eckes moderierte die Weinprobe anlässlich des des fünfzehnjährigen Bestehens des Weinkonventes z
um Heiligen Goar mit acht ausgesuchten Spitzenweinen. (Foto: Reinhard Franz)

Der Wein erfreut des Menschen Herz
Neuaufnahme in der Stiftkirchen am 18. Nov. 2017

St. GOAR - Auch nach fünfzehn Jahren erfreut der Weinkonvent zum Heiligen Goar seine Mitglieder und zieht Weinfreunde zum Mitmachen an. Das konnte Präsident Dr. Gerhard Kleinz bei seiner Ansprache zur Eröffnung der Feier anlässlich der Neuaufnahmen in der festlich beleuchteten St. Goarer Stiftskirche zufrieden feststellen. Viele Weinschwestern und Weinbrüder waren erschienen, darunter die meisten der noch aktiven Gründungsmitglieder und alle bisherigen acht Präsidenten.

Das Loreley Ensemble unter seinem Dirigenten Joong Heon Yoon begleitete in bekannt gekonnter Weise die Zeremonie mit den Sätzen einer barocken Suite und brachte die Akustik der Stiftskirche mit harmonischem Piano und volltönendem Forte zum Schwingen.

Weinbruder Pfarrer Wolfgang Krammes sprach über die Notwendigkeit der Freude im Leben, die auch der gute Wein sicherstelle. Unter diesen Rahmenbedingungen fiel es den neuen Mitgliedern, Hella Ackermann aus St. Goar-Biebernheim, Heinz Burger aus Oberwesel und dem gebürtigen St. Goarer und Wahl-Urbarer Thomas Hein, leicht, in die Ziele des Konventes einzustimmen und zu versprechen, diese mit Gottes und Goars Hilfe erfüllen zu wollen. Freude gab es auch bei den Weinschwestern und Weinbrüdern, darüber, dass ihre Zahl jetzt auf 47 angewachsen ist.
Im Rahmen einer festlichen Zeremonie nahm der Weinkonvent zum Heiligen Goar drei neue Mitglieder in seine Reihen auf.
 

Der Kellermeister räumt auf - 20. Oktober 2017

Im Jahresablauf des Weinkonvents Zum Heiligen Goar gehört der Herbst den gemütlichen und beliebten Zusammenkünften unter dem Motto „wir unter uns“ und der Pflege des Bestands an Wein und Mitgliedern. Es gilt, den ersteren zu reduzieren und den letzteren zu mehren. Wieder waren so viele Weinschwestern und Weinbrüder gekommen wie der Konventsraum auf Burg Rheinfels fassen konnte, was Präsident Dr. Gerhard Kleinz erst mit Bangen, dann mit Erleichterung registrierte. Präsidentengattin Brigitte Kleinz hatte mit deftigem Imbiss für eine solide Unterlage gesorgt. Auch Gäste waren da, nämlich drei Novizen, die sich für die Neuaufnahme in den Weinkonvent, welche am 18. November begangen wird, brillant, sympathisch und authentisch vorstellten. Sie konnten auch gleich dabei helfen, die von Kellermeister Werner Eckes aus dem Bestand für den Abend zusammengestellten und unter Einflechtung höchst vergnüglicher Texte mit ungeahnten Einsichten in biologische und organische Zusammenhänge des Weingenusses vorgestellten Weine zu bearbeiten. Aus dem Heiligen Land gab es zur Einstimmung einen weißen Dabouki. Dem verhaltenen Einstieg folgten zwei echte trockene Rasserieslinge aus renommierten Weingütern der Wachau, ein 2014er Federspiel von der Domäne Wachau und ein 2013er Loibener Riesling Smaragd vom Spitzenweingut Knoll, der mit wunderbaren Fruchtaromen zu überzeugen wusste. Von diesem nach Einschätzung einiger Weingeschwister wahrhaft trockenen Genuss leitete ein 2011er Spätburgunder aus Steeg über zum 2014 er Plaisir du Vin vom libanesischen Weingut Chateau Heritage, eine in Farbe und mit kräftigen Waldbeer- und Tabakaromen überzeugende Cuvee aus Cabernet-Sauvignon, Syrah und Cinsault. Niemand wäre jedoch vom Tisch aufgestanden ohne den Genuss eines Mittelrhein-Rieslings. Und so trennte sich der Kellermeister schweren Herzens noch von einer Bacharacher Wolfshöhle Riesling Spätlese vom Weingut Ratzenberger, die einen mehr als würdigen Abschluss bot, bevor der Präsident die zufriedenen Teilnehmer mit aufgeräumten Worten entließ.

Der Konventsraum auf Burg Rheinfels platzte beim Treffen des Weinkonvents "Zum Heiligen Goar "aus allen Nähten
 
Der Weinkonvent kostete beste Tropfen aus dem Weingut Philipps Mühle - 1. September 2017

Mit einer herzlichen Gratulation an seinen Weinbruder Martin Philipps, der kürzlich als bester Jungwinzer der Region Mittelrhein des Jahres 2017 ausgezeichnet worden ist, eröffnete Präsident Dr. Gerhard Kleinz die diesjährige Weinverkostung des Weinkonvents zum Hl. Goar in freier Natur, deren Weg durch die Weinberge mit herrlichem Blick in das Rheintal des Gründelbachtals führte. Der Jungwinzer Martin Philipps ist damit Nachfolger seines Bruders Thomas, der im vergangenen Jahr den Titel nach St. Goar holte.

Beim Start in die gegenüber der Burg Rheinfels gelegenen Lagen kredenzten die Weinbrüder Martin und Thomas Philipps vom St. Goarer Weingut Philipps Mühle einen 2014er Riesling Sekt brut, der bei Meiningers Deutschem Sektpreis 2017 mit 88 Punkten bewertet wurde.
Wenn auch die Philipps-Brüder in ihren inzwischen auf 6 Hektar erweiterte Weinbergsflächen überwiegend Riesling anbauen, zählt der Müller-Thurgau als Ergänzung und Alternative ebenfalls zum Angebot, deren Probe bei den stattlich versammelten Weinschwestern und Weinbrüder gut ankam. Das war nicht verwunderlich, denn bei den vorjährigen Degustationswettbewerben der Müller-Thurgau-Weingüter hatte das Weingut Philipps-Mühle sehr gut abgeschnitten.

Die Riesling-Palette begann mit einem Steilhang Riesling trocken aus der letztjährigen Ernte, die im Urbarer Beulsberg gelesen wurde, denn von ihren 6 Hektar Weinbergsflächen liegen einige auch im St. Goarer Nachbarort Urbar und in Nieder- und Oberheimbach.

Inzwischen hatte die tritt- und trinkfeste Wandergruppe im gegenüber der Burg Rheinfels gelegenen Weinberg  an festlich gedeckten Tischen Platz genommen.

Zu den guten Tropfen wurden pikant zubereitete Essensbegleiter - alle aus heimischer Produktion - angeboten.
Bei den kurzweilig vorgetragenen Information zum Weinbau durch die Philipps-Brüder wurde deutlich, dass beide nicht nur ihr Hochschulstudium in Geisenheim erfolgreich absolviert haben, sondern bei der durch Knochenarbeit erzielten Rückgewinnung verrotteter ehemaliger Brachen zu gepflegten Weinbergen und ihrer sehr erfolgreichen Arbeit lm Keller bereits perfekte Winzer geworden sind.
Die mit weiteren vier Proben ergänzte Riesling-Palette endete mit einem 2015er St. Goarer Ameisenberg, der nur mit besten Trauben von 60 Jahre alten Rebstöcken gewonnen wurde. Die Weinkenner waren begeistert.

Präsident Dr. Gerhard Kleinz bedankte sich bei den Gastgebern, die mit Speisen, Getränken und Informationen die Mitglieder des Weinkonventes beeindrucken konnten.

Der Weinkonvent zum Hl. Goar probierte in den Gründelbacher Weinbergen
die guten Tropfen des Weingutes Philipps Mühle. (Foto: Reinhard Franz)


 
 

Bodenseereise des Weinkonvents zum Heiligen Goar vom 22. bis 25. Juni 2017

„Wein und Kultur“ hatte der Präsident des Weinkonventes seinen Weinschwestern und Weinbrüdern für die viertägige Reise an den Bodensee versprochen und von allem sollte es reichlich geben, mal gesondert, mal in Kombination. Voller Erwartung und Tatendrang war die Weinfamilie in starker Besetzung am frühen Donnerstagmorgen zusammengeströmt, um den Bus des Reisedienstes Vogt zu besteigen. Nach erster Bekanntschaft mit dem Berufsverkehr wurde sie dann schon bald mit einem kräftigen Frühstück belohnt, begleitet von einem den Start in einen strahlenden Tag angemessen umrahmenden Schloss Wachenheim Sekt, spendiert von Brigitte Wasum.

In Überlingen angekommen und mit einem lokalen Reisebegleiter versehen (Wolfgang Achberger) wartete dann auch gleich schon der erste önologische Höhepunkt. Das 33 ha Weingut Kress hat 2017 den Concours International in Lyon gewonnen, sein „Goldbach Chardonnay 2015“ wurde dort aus 5800 Weinen zum besten Wein der Welt gewählt. Mit den von Herrn Kress persönlich dem Konvent präsentierten Tropfen, Blanc de Noirs, Weißer Burgunder und Spätburgunder Rotwein ließ sich das gut nachvollziehen. Aber gleich ging es schon weiter nach Bodman, wo es dem Präsidenten gelungen war, eine Verabredung mit Peter Lenk zu treffen, dessen Skulpturen viele markante Stellen am Bodensee zieren. Sein bekanntestes Werk ist sicher die „Imperia“ am Konstanzer Hafen. Zugleich war auf den Wink des Präsidenten der Verwalter des Gräflich Bodman´schen Weingutes herbeigeeilt und präsentierte erlesene Tropfen aus dem Schlossweingarten, so dass bodenseeische Bildhauerkunst und Weinbauernkunst eine idealtypische Verbindung eingingen. Peter Lenk führte - nachdem er den Besuchern unmissverständliche Verhaltensmaßregeln unter Androhung des Hinauswurfes bei deren Nichtbefolgung erteilt hatte - durch sein weitläufiges Anwesen und erläuterte mit launisch- drastischen Kommentaren seine Werke, die getreu Lenks Motto, dass unter jeder Kleidung auch nur ein Körper stecke, der Phantasie kaum Anstrengung abverlangten. Gleichwohl war es ausschließlich auf die hochsommerliche Nachmittagssonne zurückzuführen, wenn sich das eine oder andere Gesicht rötete, die jüngsten Weingeschwister waren ja ohnehin nicht dabei. Nach einer Fahrt durch die schöne Bodenseelandschaft und der Überfahrt mit der Fähre von Konstanz nach Meersburg, die großes Vergnügen bereitete und dabei Anlass gab, mit den Einheimischen über Sinn und Unsinn einer Brücke zu diskutieren (aber das ist eine andere Geschichte) war alsbald das Bodenseehotel Renn in Hagnau erreicht, ein in jeder Hinsicht äußerst angenehmer Stützpunkt für die nächsten Tage.

Der Freitagmorgen eröffnete mit einem Rundgang durch die Altstadt von Konstanz und vielen historischen Bezügen zu einem zentralen Ereignis des 15. Jahrhunderts, dem Konstanzer Konzil. Ziel war jedoch die Spitalkellerei, deren Weine es kennenzulernen galt, darunter einen bodenseetypischen Gutedel, hier auch Chasselas genannt, und eine sehr feine trockene Spätburgunder Rotwein Spätlese. Auf der Reichenau lockten der Winzerverein mit ehrlichen, guten Weinen vom Müller-Thurgau (dem Hauptwein der Bodenseeregion) , Grauburgunder und Spätburgunder und das mondäne „Strandhotel Löchnerhaus“ mit einem guten Mittagessen, herrlicher Lage und der Gelegenheit, einmal den Bodensee baren Fußes zu begrüßen. Weiter ging es zum nächsten Highlight, dem Weingut Vollmayer in Singen am Hohentwiel mit Deutschlands mit 562 Metern höchstem Weinberg. Aber nicht dieser geographische Superlativ überzeugte die Weinkundigen, sondern die frischen und klaren Weißweine, die kräftigen Rotweine und die mitreißende Präsentation von Beate Vollmayer, die zu keiner Sekunde Zweifel daran ließ, dass sie niemals etwas anderes hätte tun wollen, als mit ihrem Ehemann ein Weingut in Singen am Hohentwiel zu führen und... es gab sogar einen sehr ansehnlichen trockenen Riesling, der allerdings der einzige der Reise bleiben sollte. (Anm. des Verfassers: Es ist uns schon des Öfteren bei unseren Reisen passiert, dass Winzer sagten: „Ihr kommt ja vom Mittelrhein, Euch brauchen wir über Riesling nichts zu erzählen“- ein schönes Erlebnis). Eigentlich waren da alle zufrieden und wollten nach Hause. Aber die akribische Planung des Präsidenten hatte davor noch einen Besuch im Staatsweingut Meersburg (68 ha) gesetzt. Hier tat neben den wiederum guten Weinen und dem kühlen Keller die überaus unterhaltsame Moderation von Eugen Schmidt, der manchen Blick hinter die Kulissen und die Mentalität der Bodenseeanwohner und das Verhältnis der verschiedenen Volksstämme zueinander eröffnete, ihr Übriges, die Weinfamilie ein letztes Mal zu Höchstleistungen anzuspornen, bevor es zurück ins nahe Hagnau ging.

Umso größer war die Freude, als Eugen Schmidt am nächsten frühen Morgen auch den Hagnauer Winzerverein (160 ha) repräsentierte und mit Bacchus, Blanc de Noirs, Rosé und lustigen Geschichten von den Absatzmöglichkeiten des halbtrockenen Weißherbstes als Modegetränk in Berliner Szenekneipen für einen beschwingten Auftakt des neuen Tages sorgte. Im beeindruckenden Zeppelinhangar von Friedrichshafen lernte man viele interessante Details zum Zeppelinbau, darunter dass das Anbringen einer Toilette in der Gondel einem zusätzlichen Sitzplatz vorzuziehen sei und dass die heutigen Zeppeline fliegen und nicht fahren, weil sie schwerer als Luft sind. Danach ging es über die Landesgrenzen und zwar zunächst zum bayerischen Teil des Sees in und um Nonnenhorn. Ein Weißwurstfrühstück im Weingut Peter Hornstein mit seinem beeindruckenden Gastraum gab Kraft für den Besuch der Weingüter Josef Gierer und Benni Lanz, deren Vinotheken mit diversen Architekturpreisen bedacht sind und wo in Abwesenheit der Inhaber Führer Wolfgang Achberger viel Wissenswertes zu den geologischen Grundlagen des Weinwachstums zum Besten gab. Die Namen der Lanz´schen Kreszenzen wie Solaris, Muscaris und Spannen langer Hansel taten ein Übriges, um die Phantasie der Genießer anzuregen. Auf den Höhen über Hattnau hat Erich Schmidt, stammend aus Odernheim an der Nahe, mit seiner Familie über Jahrzehnte aus dem Obstanbaubetrieb der Schwiegereltern ein beeindruckendes Weingut aufgebaut, das er vor wenigen Jahren mit einem herrlichen Winzerhof krönte, der ebenfalls mit nationalen und internationalen Architekturpreisen bedacht wurde. Ganz nach dem Geschmack der Reisenden war es, zur Begrüßung einen eiskalten Secco „Augustin“ zu schlürfen und dabei im Grase ruhend den weiten Blick über den Bodensee zu genießen. Der Müller-Thurgau und Weißburgunder vermochten ebenso zu überzeugen wie Rosè und Rotwein, beide Cuvées unter hauptsächlicher Einbindung von Spätburgunder und Blauem Zweigelt. In den Abendsonnenschein hinein ritten dann die Weinfreunde auf einem Schiff der Bodenseeflotte gen Bregenz, genossen die frische Brise, erreichten mit der Pfänder Bahn den Hauptkamm des Bregenzer Hausberges und genossen im dortigen Berghaus bei herrlichem Ausblick veritable österreichische Gastlichkeit und Kochkunst, natürlich verbunden mit einer kleinen Weinprobe, Cabernet Sauvignon und Grüner Veltliner aus dem Weingut Hornstein. Dazu glitzerte aus der Tiefe verschwörerisch der Bodensee.

Zum Sonntagmorgen grüßten das Schloss Salem mit seinen beeindruckenden Bauwerken und der Markgraf von Baden mit seinen hervorragenden Weinen. Mit einem Gläschen Müller-Thurgau - vielleicht dem besten auf der Tour - schlenderte es sich entspannt durch das ehemalige Zisterzienserkloster, der Besuch des reich mit Alabasterskulpturen verzierten Münsters wurde mit einem Rosè abgerundet und den Abschluss gab wieder einmal ein Spätburgunder Rotwein. Im gut bestückten Museumsshop hieß es allerdings nicht lange zögern, denn in Mühlhofen warteten das Traktorenmuseum und sein ausgezeichneter Gasthof „Jägerhof“, wo der Inhaber und Initiator Dr. Gerhard Schumacher den Weinkonvent und insbesondere seinen langjährigen Geschäftspartner Lothar Wahl, der die Idee zu diesem Besuch gehabt hatte, herzlich begrüßte. Der Besuch im überaus reich bestückten Museum, dem nicht nur die Oldtimersammlung des früheren bekannten Auto-Journalisten Fritz.B.Busch angeschlossen ist, sondern das auch die Exponate im jeweiligen historischen Umfeld darstellt, bereitete große Freude und weckte manche Erinnerung an vergangene eigene Erlebnisse. Die pünktlichst angetretene Heimreise nutzte Vizepräsident Karl Josef Perscheid, um in gekonnter Manier die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren zu lassen und - unter anhaltendem Beifall der Mitreisenden - dem Präsidenten und seiner Gattin Brigitte für die hervorragende und genaue Planung und vielen guten Ideen zu danken, die die Fahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht hätten. Bei guter Zeit wurden die Ausgangsorte erreicht. Die Gesellschaft war sich einig, dass man viel Schönes erlebt und den Bodensee lieben gelernt hätte und sicher noch einmal wieder hinfahren würde, aber vielleicht -nach über vierzig verkosteten Gewächsen- heute Abend keinen Wein mehr trinken werde, außer vielleicht einem Gläschen Riesling vom Mittelrhein.

Die Mitglieder des Konvents in der "Zeppelin" Fabrik
 

Wein im Schloss 2017

Der Besuch bei der Leistungsschau der rheinland-pfälzischen Spitzenwinzer „Wein im Schloss“ in Koblenz ist für den Weinkonvent
"Zum Heiligen Goar" jedes Jahr eine willkommene Pflicht und Herausforderung. So fand sich auch an diesem ersten Maisonntag wieder eine starke Delegation zusammen, um am Morgen von Sankt Goar gen Koblenz zu pilgern.
Und es lohnte sich: Präsident Dr. Gerhard Kleinz führte die Expedition durch alle Weinbauregionen unseres Landes und sorgte dafür, dass für die nächste „Goar´s Selection“-Weinprobe wieder wunderbare Gewächse aus dem Bestand an schon großartigen 2016ern gefunden wurden, auf die man sich richtig freuen kann.

 

Konzil 2017 des Weinkonvents zum Heiligen Goar am 17.03.2017

 

Über schöne Tage, beeindruckende Wohltätigkeitserfolge und magische Nächte im ersten Jahr seiner Präsidentschaft sprach der Präsident des Weinkonvents zum Heiligen Goar, Dr. Gerhard Kleinz, vor dem Plenum im vollbesetzten Konventsraum auf Burg Rheinfels.

Er nannte unter den herausragenden Ereignissen des Jahres 2016 den Tagesausflug in den Kraichgau im Juni, das Treffen der Mittelrheinischen Weinbruderschaften in Sankt Goar im Juli und den schönen Sommerabend mit Wein und Grillen bei Weinbruder Gerhard Lambrich in Dellhofen.
Den klaren  ersten Platz aber räumte er der Wohltätigkeitsveranstaltung im Oktober gemeinsam mit dem Musikverein St. Goar ein, bei der erstaunliche 5.100,-€ zugunsten syrischer Flüchtlingskinder und deren Ausbildung zusammengekommen seien.

In seinem Ausblick auf das kommende Jahr konnte er über viele spannende Pläne berichten, die Lust auf Mehr machten, darunter die viertägige Wein- und Kulturreise an den Bodensee im Juni mit einem vielseitigen und interessanten Programm.

Schatzmeister Hugo Kirschhoch trug einen weiterhin sehr auskömmlichen Kassenstand vor und Kellermeister Werner Eckes hatte die vorhandenen Weine genauestens katalogisiert und sogar eine Schatzkarte gezeichnet, die jedem Befugten das Auffinden der Kleinodien ermöglichte. 
Allerdings schadete es dem Erfolg der Arbeit nicht, dass der Abend auch dazu genutzt wurde, die Restanten vor dem Verfall zu bewahren und dabei unter Einnahme von Köstlichkeiten, bereitet von der Hand der Präsidentengattin Brigitte Kleinz, nicht nur die Seele zu stärken.

Gar manche Bouteille weckte freudige Erinnerung an gemeinsame Reisen und Abende. Der Aufforderung des Präsidenten, das Dargebotene mit einer Spende für einen guten Zweck zur Präsentation bei der Vortour der Hoffnung am 31. Juli in St. Goar zu vergelten, kamen die 30 Weinschwestern und Weinbrüder großzügig  nach. Der Schatzmeister verkündete nach überschlägiger Sichtung der Spendengefäße ehrfürchtig einen vierstelligen Betrag.

 

 

Der Weinkonvent und der Hansenorden kosteten edle Tropfen | 13. Januar 2017

In einem als urigen Weinkeller dekorierten Hansensaal auf der Burg Rheinfels trafen sich die Mitglieder des Weinkonvents zum Hl. Goar und des Internationalen Hansenordens zu St. Goar zu ihrer bereits traditionellen gemeinsamen Weinprobe. Die beiden St. Goarer Vereine zeigten einmal mehr ihre gegenseitige freundschaftliche Verbundenheit.

Weinkonventspräsident Dr. Gerhard Kleinz und Hansenmeister Helmut Kwiczorowski konnten im vollbesetzten Hansendomizil neben den zahlreich erschienenen Gästen den Stadtbürgermeister Horst Vogt, dessen Stellvertreter Elisabeth Hein und Walter Mallmann - Letzterer auch als Ehrenpräsident des Weinkonvents - die Ortsvorsteher Peter Schneider (Biebernheim), Michael Hubrath (St. Goar) und Dieter Langenbach (Werlau) sowie den Ehrenhansen Heinz Mühl begrüßen.

Als Gastwinzer kredenzte Jochen Ratzenberger, Präsident des mittelrheinischen Regionalverbandes Deutscher Prädikatsweingüter (VDP), erlesene Proben aus seinem bestens sortierten Keller. Die seinem Verband angehörenden Winzer setzen Maßstäbe für Weingenuss und Qualität. Die herkunftsgeprägte Weinkultur auf höchstem Niveau steht dabei im Mittelpunkt. Das vinologisch-kulinarische Erlebnis wurde mit einem 2011er Riesling Sekt Brut, der weltweit auf den Getränkekarten der Spitzengastronomie  zu finden ist, eröffnet. Als ideale Essensbegleiter zum herzhaften Menü aus der Küche des Hotels Loreleyblick, serviert von dessen Chef Franz-Josef Gärtner, wurden ein Bacharacher Grau- und danach ein Weißburgunder aus dem Jahre 2015 gereicht.

Die Palette bester mittelrheinischer Rieslinge startete mit einem trockenen 2015er Bacharacher Qualitätswein als einem guten Trunk für jeden Tag, gefolgt von einem nicht minder trockenen Steeger St. Jost, aus dem gleichen Jahr, der den blauen Schiefer schmecken ließ.

Das Große Gewächs Steeger St. Jost 2011 erfreute die begeisterten Verkoster schon bereits ehe sie erfuhren, dass dieser edle Tropfen durch den Gaut&Millau - so andere Ratzenberger Weine auch - geadelt worden war. Weitergeführt  wurde die inzwischen sehr fröhlich gewordene Degustation durch einen feinherben Bacharacher Riesling Kabinett und zum Finale mit dem 2015er Bacharacher Wolfshöhle Spätlese, eine Köstlichkeit aus Jochen Ratzenbergers Paradedisziplin seiner ewig langen lagerfähigen, edelsüßen Rieslinge.

Mit großem Beifall und der einen und anderen Weinbestellung wurde Jochen Ratzenberger von Dr. Gerhard Kleinz und Helmut Kwiczorowski verabschiedet.

 

Im Hansensaal auf der Burg Rheinfels trafen sich die Mitglieder des Weinkonvents zum Hl. Goar und
des Internationalen Hansenordens zu St. Goar zu ihrer bereits traditionellen gemeinsamen Weinprobe.

 

Weinkonvent zum Hl. Goar überprüfte mit großem Genuss seine Bestände | 3. Dezember 2016

Bis auf den letzten Platz gefüllt war das Domizil des Weinkonvents zum Hl. Goar auf Burg Rheinfels, in das Präsident Dr. Gerhard Kleinz zu einem Treffen der „Wir unter uns“-Reihe geladen hatte. Mit großer Vorfreude waren über dreißig Weinschwestern und Weinbrüder herbeigeeilt, um mit den von Frau Brigitte Kleinz kredenzten Köstlichkeiten die aus vergangenen Events gebliebenen flüssigen Schätze zu genießen und vor dem Vergang zu bewahren.

Kellermeister Werner Eckes hatte für den Beginn zwei vollmundige Rote ausgewählt. Eine Cuvee aus dem Libanon, gab dem Präsidenten Gelegenheit, an die überaus gelungene Wohltätigkeitsveranstaltung gemeinsam mit dem Musikverein St. Goar zugunsten syrischer Flüchtlingskinder im Oktober in der Rheinfelshalle zu erinnern, die 5.300 Euro erbracht hatte.

Aus der Goars Selection des Jahres 2014 war ein 2009er Cabernet Sauvignon vom Weingut Hubert Müller in Maikammer verblieben, der mit seiner anhaltenden Kraft auch den Liebhabern südeuropäischer Rotweine Genuss bereitete. Zu einigen Souvenirs von der Wachau Reise 2015 in Gestalt von Rieslingen und Grünem Veltliner renommierter Weingüter ließ der Präsident das vergangene Jahr Revue passieren, erläuterte seine Pläne für das nächste Jahr und bereitete vor allem Vorfreude auf die bereits im Detail für den 22. bis 25. Juni 2017 durchgeplante Weinreise an den Bodensee.

Bei 2014er Vinum Sancti Goaris und 2012er St. Goarer Burg Rheinfels vom Weingut Goswin Lambrich freute man sich schließlich wieder über den heimischen Mittelrhein Riesling und nahm mit Genugtuung zur Kenntnis, dass es viele gute Winzer am Mittelrhein gibt und nicht nur einen, wie ein Artikel in der FAZ vom 4. November unter dem Titel „Steillagenschätze mit Sirenengesang“ den weniger Informierten hätte glauben machen können.

Bis auf den letzten Platz gefüllt war das Domizil des Weinkonvents zum Hl. Goar auf Burg Rheinfels,
in das Präsident Dr. Gerhard Kleinz zu einem Treffen der „Wir unter uns“-Reihe geladen hatte.

 
Spendensumme für die Zeltschulen syrischer Kinder auf 5.300 € gestiegen, 7.11.2016

Die musikalische Verkostung der Weine aus dem Heiligen Land zugunsten von Zeltschulen im Libanon für syrische Flüchtlingskinder, zu dem der Weinkonvent zum Hl. Goar und der Musikverein St. Goar eingeladen hatten, erfuhr jetzt noch ein angenehmes Echo: Die bisherige Spendensumme in Höhe von 4.000 € hat sich durch weitere großzügige Überweisungen auf 5.300 € erhöht.

 

Wein aus dem Heiligen Land: 4.000 Euro für syrische Flüchtlingskinder gespendet

 

Als das letzte Lied verklungen, die Gläser besten Weins aus dem Heiligen Land bei der gemeinsamen Benefiz-Weinprobe des Weinkonvents zum Hl. Goar und des Musikvereins St. Goar in der Rheinfelshalle geleert und sich die zahlreichen Besucher einer gelungenen Veranstaltung bereits auf dem Heimweg befanden, da genügte ein Blick in die Spendenbox und es war klar: Rund 4.000 Euro waren zusammengekommen, um das große Leid heimatlos gewordener syrischer Kinder im Libanon ein wenig zu lindern. Bereits im Vorfeld hatten großzügige Sponsoren die Kosten für den zu verkostenden Wein übernommen.
Dr. Gerhard Kleinz, Präsident des Weinkonvents zum Hl. Goar und Andreas Belzer, Vorsitzender des Musikvereins St. Goar, konnten in der festlich dekorierten Rheinfelshalle viele Kenner edler Tropfen und Freunde guter Musik begrüßen, die gleichzeitig zur Unterstützung eines guten Zwecks gekommen waren. Zu ihnen zählten Stadtbürgermeister Horst Vogt, der Schirmherr der Veranstaltung, die Ortsvorsteher Michael Hubrath (St. Goar), Dieter Langenbach (Werlau) und Peter Schneider (Biebernheim) sowie Altbürgermeister Walter Mallmann, der Ehrenpräsident des Weinkonvents. 
Werner Eckes, Kellermeister des Weinkonvents, kredenzte edelste Tropfen aus den verschiedenen Anbaugebieten aus dem Heiligen Land, bei der er mit in Bethlehem erzeugten Weißweinen die Verkostung begann und zu den exzellenten Rotweinen der Bekaa-Ebene führte. Das aufmerksame Publikum erfuhr, dass es meistens Weingüter christlicher Klöster sind, die in Syrien, dem Libanon und auch in Israel die über Jahrtausende währende Weintradition in höchster Qualität weiterführen. Eine von Reinhard Franz geschmackvoll illustrierte Weinkarte diente als zusätzliche Information. Zu jeder Probe intonierte der Musikverein St. Goar unter der Stabführung von Fritz Hanke eine klangvolle Melodie.
Dr. Bassam Helou, ehemals Arzt an den Krankenhäusern in St. Goar und Oberwesel, der als Leiter einer kleinen privaten Hilfsorganisation zahlreichen aus ihrer Heimat vertriebenen syrischen Kindern mit hohem persönlichen Einsatz im Libanon in Zeltschulen Schulunterricht ermöglicht, gab – mit einem kurzen Redebeitrag unterlegt – mit für sich sprechenden Fotos einen Einblick über das unendliche Leid der Kinder in den Lagern. Eine große Betroffenheit unter den Zuhörern blieb nicht aus.  Man hätte in der Rheinfelshalle bei seinem Vortrag eine Nadel fallen hören können.
Am Ende der sehr harmonischen Veranstaltung war deren Zweck erfüllt: Mit edlem Wein, guter Musik und einem großzügigen Publikum kann Kindern in Not ein ganz klein wenig geholfen werden.
Verkostung der Weine aus dem Heiligen Land am 21. Oktober 2016 in der Rheinfelshalle, St. Goar

Vorprobe von Weinen aus dem Heiligen Land

Zur Vorbereitung ihrer großen Benefiz-Weinprobe am 21.Oktober 2016 trafen sich Vertreter des Weinkonventes zum Heiligen Goar und des Musikvereins St. Goar im Hause des Konventspräsidenten Dr. Gerhard Kleinz. Neben der Klärung vieler organisatorischer Einzelheiten stand die Auswahl der anzubietenden Weine auf dem Programm.

Dabei gab es viel zu lernen und viele neue Eindrücke zu verarbeiten. Weißweine aus ausschließlich im Nahen Osten in Palästina und Israel angebauten Rebsorten boten bislang unbekannte Geschmackserlebnisse. Ein fruchtiger Daboukey aus der Region Bethlehem und eine Cuvee aus Hamdany und Jandaley mit beeindruckenden Aromen, ausgezeichnet als bester Weißwein Israels, erschienen würdig zur Präsentation in der Rheinfelshalle.

Die vier ausgewählten Rotweine aus dem Libanon bestachen sämtlich durch Vollmundigkeit, Kraft und Aromareichtum. Die Cuvees aus vielen edlen Rebsorten mit Schwerpunkten bei Cabernet Sauvignon und Syrah wurden mit guten französischen und italienischen Weinen verglichen und dabei die Zurückhaltung in den Tanninen gelobt. Die Organisatoren waren sich einig, eine abwechslungsreiche Auswahl getroffen zu haben, die den Gästen sicher Freude bereiten werde.


Zur Vorbereitung ihrer großen Weinprobe mit Weinen aus dem Heiligen Land am 21. Oktober 2016 kosteten Vertreter des Weinkonvents zum Hl. Goar und des Musikvereins St. Goar die guten Tropfen vor.

 

Der Weinkonvent besuchte das nördliche mittelrheinische Anbaugebiet -am 1. Oktober 2016

Der Samstag-Nachmittag Ausflug des Weinkonventes zum Heiligen Goar an den nördlichen Mittelrhein begann mit einem Besuch in der berühmten Brombeer-Schenke. Bereits auf dem Hinweg hatte Präsident Dr. Gerhard Kleinz den 30 Weinschwestern und Weinbrüdern unter anderem erläutert, dass es sich bei „Theodor Reimers“ nicht, wie der Name vielleicht vermuten lasse, um einen Seenotrettungskreuzer handele, sondern um die dort  auf den Höhen über Leutesdorf ansässige Brombeersorte. Im Lokal angekommen konnte man nicht nur erfahren, dass aus Brombeeren ein ansehnlicher Wein bereitet werden kann, sondern auch, was man aus ebendiesen Brombeeren sonst noch alles machen kann.

Nach dem Genuss verschiedener Naschwerke aus dem reichhaltigen Sortiment  galt es, von der Terrasse des Hauses den herrlichen Ausblick über das Rheintal zu genießen und bekannte und unbekannte Punkte auszumachen. Dabei half, dass der Regen mittlerweile aufgehört hatte und ein paar verschämte Sonnenstrahlen die Szenerie beleuchteten, vom Präsidenten genauso wie der Rest des Ausfluges akribisch vorhergeplant.

Getrost und trocken trat man dann den bequemen Fußweg hinab nach Leutesdorf an, wo der prächtige Stand des Rieslings zu bewundern war und nach einem kleinen Rundgang durch den Ort die kleine Pützgasse Nr. 9 gefunden wurde. Hier führt Gerhard Lorenz gemeinsam mit seiner Partnerin Beate den 3,5 Hektar großen Betrieb unter dem Namen  „Weingut Ockenfels“.

Mit Witz und Authentizität stellte der Winzer in der freundlichen und hellen Gutsschänke die Weine vor. Nach einem sehr ansprechenden Riesling Sekt gab es einen Rotwein,  einen kräftigen und für den Mittelrhein eher untypischen Regent, sodann einen kraftvollen Blanc de Noir vom Spätburgunder und einen eher feingliedrigen und eleganten Weissburgunder. Der zweite Teil der Probe galt den sympathischen und bodenständigen Rieslingen, mit einem Anteil von  70% die Hauptweine des Weingutes. Aus den Jahrgängen 2014 und 2105 der Leutesdorfer Gartenlay gab es ein trockenes und ein halbtrockenes Hochgewächs, einen feinherben Qualitätswein und eine süße Spätlese. Besonders den Weinen aus dem Jahrgang 2015 merkte man es an, dass sie mit hohen Öchslegraden und bei guter Reife gelesen wurden. Abgerundet wurde der Abend mit Spezialitäten aus  der Küche des Hauses, so dass man zufrieden und froh über einen gelungenen Nachmittag den Heimweg antrat.

Der Weinkonvent zum Hl. Goar lädt die Bevölkerung für den 21. Oktober 2016, 19.00 Uhr, gemeinsam mit dem Musikverein St. Goar zu einer Weinverkostung „Wein aus dem Hl. Land“ ein, deren Erlös Zeltschulen syrischer Kinder im Libanon zu Gute kommt.


Gutsschänke im Weingut Okenfels, Leutesdorf
 

Weinkonvent zum Hl. Goar: Magische Sommernacht in Dellhofen, am 26. August 2016

Der Präsident des Weinkonvents Zum Heiligen Goar, Dr. Gerhard Kleinz, hätte sich nicht beirren lassen und allen Zweiflern, hätte es sie gegeben, als Wahlspruch des Abends „Wein und Grillen, das ist mein Willen“ entgegen-gehalten. Und das zu recht, denn mit Hilfe der Geschwister Christiane und Matthias Lambrich und ihrer gekonnten Weinauswahl und exquisiten Speisenbereitung, des im mediterranen Stil neu gestalteten Hofes des Weingutes Goswin Lambrich und eines Sommerabends nach Maß, wie er seit Langem vermisst war, gelang eine wunderbare Veranstaltung.

Über vierzig Weinfreundinnen und –freunde waren an diesem Abend ins „Alte Dorf“ gepilgert und wurden empfangen mit dem 2007er Winzersekt „Gowiläum“, einer Cuvee aus Weiss- und Spätburgunder, komponiert zum 40. Geburtstag des Weingutes im vergangenen Jahr. Gleich der erste Gang, ein Hähnchenbrustfilet in asiatischer Marinade, entfachte ein Feuerwerk der Sinne und vermählte sich trefflich mit einem 2015er Riesling Handstreich, belegend dass es kaum etwas Besseres zur Begleitung vieler asiatischer Aromen gibt, als den halbtrockenen Wein der Weine vom Mittelrhein. Die in Wein gebrühte Bratwurst mit Käsesauce und das Hackbällchen mit Feta-Füllung folgten und waren froh, den 2015er Riesling Hochgewächs trocken als Gesprächspartner mit Statur in ihren Dialog einbinden zu können.

Der von eigener Hand des Küchenchefs aus einem Barriquefass konstruierte Smoker weckte nicht nur technisches Interesse unter den grillkundigen Gästen, sondern gab schließlich köstliche Wisper – Lachsforellen frei, die sich mit einem 2015er Weißen Burgunder überaus bereitwillig herunterspülen ließen. Zum Rinderhüftsteak mit Kräuter-Senf Marinade durfte es dann schon ein trockener 2014er Spätburgunder sein und wer den abschließenden gegrillten Früchtespieß mit Vanilleeis noch schaffen wollte, dem mundete dazu ein 2015er Gewürztraminer gar lieblich.

Mittlerweile hatte sich der Sternenhimmel lange aufgetan. Unwillig, den Heimweg anzutreten, kreuzten launische Gespräche die Tische, Mutmaßungen wie es denn etwa Weinbruder Reinhard Franz gelungen sei, in seinem prächtigen Flyer nicht nur die genauen Wetterbedingungen, sondern auch das Aussehen der Speisen vorherzusagen und ob hier etwa Magie im Spiel gewesen sei. In dieser zauberhaften Spätsommernacht wollte man das gerne glauben.


Magische Sommernacht des Weinkonvents zum Hl. Goar in Dellhofen

 

Treffen der Mittelrheinischen Weinbruderschaften am 7. Juli 2016 in St. Goar

Einmal im Jahr treffen sich die mittelrheinischen Weinbruderschaften. In diesem Jahr war der Weinkonvent zum Hl. Goar der Gastgeber. Konventspräsident Dr. Gerhard Kleinz begrüßte in der Rheinfelshalle die „Weinzunft Bacchus Zechgesellschaft Anno 1328 zu Bacharach und Steeg“, das „Weinkollegium Königliches Kelterhaus zu St. Remigius“ aus Boppard und die „Weinbruderschaft unserer Lieben Frau zu Oberwesel A.D. 1528“.

Die Musik dazu kam vom Loreley-Ensemble unter der Leitung von Joong-Heon Yoon aus Weisel, das eine jazzige Stimmung zum Empfang mit dem Sekt aus dem Weingut Philipps Mühle herbeizauberte. „Zieh nicht vorbei an St. Goar, der Stadt, die allzeit gastlich war“, war das Motto des freundschaftlichen Treffens.

Nach Führungen von Stadtarchivar Franz-Josef Schwarz und Pfarrer Wolfgang Krammes durch die Kath. Pfarrkirche und die Stiftskirche stand ein kurzer Spaziergang entlang des neu gestalteten Rheinufers bis zum Hotel Loreleyblick, wo eine Verköstigung von St. Goarer Weinen stattfand. Die von Kellermeister Werner Eckes vorgestellten guten Tropfen stammten vom örtlichen Weingut Philipps Mühle und dem Weingut Goswin Lambrich (Oberwesel-Dellhofen).

Neben dem Wein kam auch die Kultur zur Geltung. Zwischen den Proben gaben die St. Goarer Weinfreunde interessante Kurzgeschichten zum Besten. Walter Mallmann erinnerte an die frühere, dem Loreleyfelsen gegenüberliegende Weinlage „St. Goarer Kuhstall“ und Wendelin Hoffmann erinnerte an die dem Hl. Goar zugesprochenen Wunder. Reinhard Franz ging auf die St. Goarer Lotsengeschichte ein und Michael Hubrath erklärte den für die St. Goarer im Volksmund gefundenen Spitznamen „Rampenschisser“. Stefan Krick berichtete, dass die Grafen von Katzenelnbogen die ersten Rieslingwinzer am Rhein waren und Lothar Wahl gab einen tiefen Einblick in die Etikette früherer „Casinos“. Die Ansage, dass durch die Philipps-Brüder weitere ehemalige St. Goarer Weinberge wieder neu bestockt werden, wurde mit großem Beifall begrüßt.

Die Mittelrheinischen Weinbruderschaften trafen sich in St. Goar

 

St. Goarer Weinkonvent besucht den Kraichgau- am 11. Juni 2016
Auf den Spuren des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss in dessen Geburtsort Brackenheim

Mit einem herzlichen Empfang im Theodor-Heuss-Museum durch den Ordensmeister der Brackenheimer Weinbruderschaft St. Vincenz, Harro Schiz, und die Museumsleiterin Susanne Blach, begann für  die rund 40 Sankt Goarer Weinfreunde unter Leitung ihres Präsidenten Dr. Gerhard Kleinz ein abwechslungsreicher Tag in einem bisher noch vielfach unbekannten Weinanbaugebiet, der Region Kraichgau-Stromberg. Schiz würdigte die Qualitäten des Mittelrheinweines, ließ aber auch an der Qualität der „neuen“ Württemberger keine Zweifel aufkommen. Lemberger und Trollinger galten bisher als typisch „württembergische“ , regionalorientierte  Weine, die man nur „hier“ trinkt, Die zunehmende Qualitätsorientierung macht aber viele „Württemberger“ inzwischen auch zu nationalen Exportschlagern.

Dafür sorgte sehr früh auch schon Theodor Heuss. Seine Doktorarbeit von 1905 galt dem Heilbronner Weinbau, und in Bonn führte er den Württemberger Wein in die große Politik ein. In seinem Museum erlebt man ihn nicht nur in Wort und Bild, sondern auch mit dem Weinglas in der Hand.

Die Besucher aus St. Goar konnten in den besuchten Weinorten Oberderdingen und Östringen mehrfach einen „flüssigen“ Anschauungsunterricht in bester Weinkunde erleben.

Besonders eindrucksvoll war der weite Landschaftsblick vom „Hummelsberg“ in Oberderdingen. In den Weinbergen dieser Gemeinde stoßen die Weinregionen aus Württemberg und Baden direkt aneinander und bilden damit eine Art „Weinäquator“ im Ländle.

Bei einer Wanderung durch die 200 Millionen Jahre alten geologischen Formationen des Keupers schmeckte man im Muskat-Trollinger Secco, Weissburgunder, Riesling, Lemberger und Portugieser immer die typische Natur dieser Kraichgauer Weine. Vertieft wurde das Weinerlebnis durch eine vielseitige Weinprobe im Östringer Weingut Honold. Hier oben auf dem Berg, wieder mit großartiger Sicht über die Weinberge, fand bei einem üppigen Büffet und mit vielfach prämiierten Weinen der Besuch der begeisterten St. Goarer Weinfreunde mit einem 2012er Lemberger und einem alkoholreichen (15,1%!) Östringer Hummelberg Spätburgunder seinen würdigen Abschluss.

Vom weinbedeckten Aussichtspunkt „Hummelsberg“ bei Oberderdingen genossen die Besucher aus St. Goar
bei herrlichem Sonnenschein die großartige Aussicht über den Kraichgau

 

Im St. Goarer Weinkonvent wurden gute Tropfen probiert - am 20. Mai 2016

Erstmals trafen sich die Weinschwestern und Weinbrüder des Weinkonvents zum Hl. Goar unter der Führung ihres neuen Präsidenten Dr. Gerhard Kleinz zur Verkostung guter Tropfen in ihrer frühlingshaft dekorierten Weinstube im alten Gemäuer der Burg Rheinfels. Dr. Kleinz hatte dazu um einige Proben aus den privaten Kellern seiner Weinfreunde und gleichzeitig um deren Vorträge von blumigen Weinbeschreibungen von Busch bis Goethe gebeten. Er wurde nicht enttäuscht.

Mit einem trockenen Bordeaux Chateau Lafite, einem Spitzengewächs des hervorragenden Weinjahrgangs 2005 aus dem weltberühmten Hause des Barons de Rotschild, eröffnete Ehrenpräsident Walter Mallmann die erste Degustation im neuen Präsidentenjahr. Es war der einzige Rote, der an diesem Abend probiert wurde. Er wäre auch nicht so leicht zu überbieten gewesen.

... der prüfende Blick des Ehrenpräsidenten

Mit einem noch jungen Malvasia Seco aus der Bodega El Grifo von der Insel Lanzarote wartete Präsident Dr. Gerhard Kleinz selbst auf. Die Bodega gilt als das älteste Weingut der kanarischen Inseln und gehört zu den zehn ältesten Weingütern Spaniens. Hier werden bereits seit 1775 beste Weine produziert. Während die Präsidentengattin Brigitte die passenden Beilagen zur erlesenen Kreszenz servierte, eröffnete Dr. Kleinz eine kurzweilige Folge von launigen Weinsprüchen, wobei nicht solche von Wilhelm Busch, sondern von der mittelrheinischen Buchautorin Irene Busch gefragt waren. Sie hatte es vor Jahren bei einem Vortrag im Weinkonvent nach hochwissenschaftlichen Erklärungen über den Geschmack der damals angestellten Weine auf die unvergessene Formel gebracht: „Entweder er schmeckt oder er schmeckt nicht!“

Altpräsident Lothar Wahl stellte einen Sauvignon Blanc Marlborough des Jahres 2011 an, der am anderen Ende der Welt in Neuseeland mit einem Juiceliner der Simmerner Firma ERO geerntet wurde. Es verwunderte nicht, dass die Runde über dieses ihnen bisher unbekannte Gerät mehr wissen wollte und sie fanden in Lothar Wahl den versierten Fachmann, der diese Kombination aus Traubenvollernter und Traubenpresse erklären konnte. Allerdings sei das 4 Meter hohe und elf Tonnen schwere Monster nur zur Weißweinernte und auf Flächen bis zu einer Steigung von 10 Prozent geeignet. Man kann aber gespannt auf die weitere Entwicklung des Juiceliners sein.

Wendelin Hoffmann, ebenfalls ein Altpräsident des Weinkovents, führte mit seinem Riesling des Jahrgangs 2014 „Alde’ Fritz“ des Bacharacher Weingutes Friedrich Bastian wieder an den Mittelrhein. „Jeder Wein muss ein Gesicht haben, auch wenn eine Hakennase und abstehende Ohren dazugehören.“ So lautete die legendäre Maxime von Fritz Bastian, dem siebten Fritz im Bacharacher Gutshof „Zum Grünen Baum“. Seine Nachfahren nennen ihm zu Ehren ihren markanten, trockenen Riesling heute „Alde’ Fritz“. Es ist, davon konnte sich die Runde überzeugen, ein kerniger Mittelrheiner, der sich seine Freunde selbst aussucht: frisch, herzhaft und eigenwillig. Mit seinem kurzweiligen Bericht über den Besuch von Johann Wolfgang von Goethe beim Binger Rochusfest im Jahr 1814 wurde der berühmte deutsche Dichter dem Thema des Abends entsprechend gewürdigt.

Kellermeister Werner Eckes, der in der Art eines versierten Sommeliers mit eigenen Expertisen gekonnt durch die Veranstaltung führte, beendete die Probe mit einem „Brauneberger Juffer“ des Jahrgangs 2014 aus der berühmten Spitzenlage an der Mosel des Weingutes Thomas Haag. Altpräsident Reinhard Franz hatte – so wie immer - die Abfolge der gesamten Probe in einer prachtvoll gestalteten Weinkarte illustriert. Als nächste Veranstaltungen kündigte Präsident Dr. Gerhard Kleinz für den kommenden Monat eine Weinreise in den Kraichgau und für Juli das Treffen der Mittelrheinischen Weinbruderschaften in St. Goar an.


Unser Bild zeigt v.r.n.l.: Ehrenpräsident Walter Mallmann, Präsident Dr. Gerhard Kleinz,
die Altpräsidenten Lothar Wahl und Wendelin Hoffmann sowie Kellermeister Werner Eckes.

 

Dr. Gerhard Kleinz übernahm die Präsidentschaft im Weinkonvent zum Hl. Goar -15. April 2016

Der turnusmäßige Präsidentenwechsel im Weinkonvent zum Hl. Goar von Stefan Krick zu Dr. Gerhard Kleinz erfolgte im gewohnt feierlichen Ambiente in der Rheinfelshalle. Dazu konnten als Ehrengäste die Mittelrhein-Weinprinzessin Sophia Rhein (Bensheim), Stadtbürgermeister Horst Vogt und Mittelrhein-Weinbaupräsident Uwe Fetz (Dörscheid) begrüßt werden. Letzterer präsentierte zugleich eine großartige Charta-Weinprobe von den Weinbergen der rechten Rheinseite. Die charmante Weinprinzessin Sophia erhielt für ihren freundlichen Kurzvortrag ein praktisches Geschenk.

Stefan Krick, der für seine kompetente und ideenreiche Amtsführung der letzten beiden Jahre großen Beifall bekam, dankte besonders seinen bisherigen Kollegen im Präsidium, Dr. Gerhard Kleinz, Schatzmeister Hugo Kirschhoch, Kellermeister Werner Eckes und Ehrenpräsident Walter Mallmann für ihre stete Unterstützung.

Dem neuen Präsidenten Dr. Gerhard Kleinz überreichte Stefan Krick ein Objekt "tire bouchon" (Korkenzieher) und seiner Gattin Ursula ein kleines Schmuckstück in Form einer Rebenranke. Beide Geschenke stammten aus der Werkstatt des in Staufen bei Freiburg ansässigen Goldschmieds und Winzers Egon Frank, der auch den Hals- und Armschmuck der amtierenden Deutschen Weinkönigin entworfen und gefertigt hat. Dr. Kleinz sprach dem Ehepaar mit bewegten Worten den Dank des Konvents für Ihre Arbeit aus und überreichte Stefan Krick ein eigens gefertigtes und geschliffenes Rotweinglas und seiner Ehefrau einen Blumenstrauß."

Der neue Präsident kündigte an, dass er im „Heiligen Jahr der Barmherzigkeit“ am 21. Oktober 2016 in St. Goar eine öffentliche Benefizveranstaltung mit Weinen aus dem Heiligen Land zugunsten syrischer Flüchtlingskinder durchführen möchte. Eine weitere Benefizveranstaltung mit den örtlichen Rotary- und Lions Clubs zugunsten augenkranker Kinder in Afrika ist für April 2017 geplant.

Die abendfüllende Charta-Weinprobe der Marken „Handstreich, Felsenspiel und Meisterstück“ mit Uwe Fetz zeigte einmal mehr die hervorragende Qualität der Mittelrheinweine aus den Jahren 2014 und 2015 auf, die in der Prädikatsklasse sogar von Kleinstwinzern aus Kaub erreicht werden konnten. Zur Probe standen Weine der Weingüter Bahles, Hillesheim und „Am Löwenkopf“ aus Kaub an sowie von Heinz–Uwe und Andrea Fetz aus Dörscheid. Der 2014er Begrüßungssekt Riesling brut kam aus dem Weingut Philipps-Mühle in St. Goar. Das vorzügliche Begleitessen lieferte Weinbruder Franz-Josef Gärtner aus der Küche des Hotels Loreleyblick.


Bisheriges und neues Präsidentenpaar beim Weinkonvent zum Heiligen Goar mit Mittelrhein-Weinprinzessin Sophia
Links Stefan Krick und Ursula Krick mit dem „tire bouchon“, rechts Dr. Gerhard und Brigitte Kleinz
 

Weinkonvent zum Heiligen Goar wählt Dr. Gerhard Kleinz
als Nachfolger von Stefan Krick zum neuen Präsidenten
- das neue Arbeitsprogramm soll auch eine soziale Ausrichtung haben.

Einstimmig haben die Mitglieder des Weinkonventes Dr. Gerhard Kleinz (65) aus St. Goar zum turnusmäßigen Nachfolger von Stefan Krick (60) gewählt.
Unter das Motto „Gutes beibehalten, aber auch neue Wege gehen“ will der für die Jahre 2016 bis 2018 gewählte neue Präsident des Weinkonventes zum Heiligen Goar sein Arbeitsprogramm stellen. Der Mediziner aus St. Goar kündigte neben der Fortsetzung der erfolgreichen Weinaktivitäten unter anderem eine Benefizveranstaltung des Konventes mit Weinen aus dem Heiligen Land zugunsten von Flüchtlingen im Libanon an.
Von den Mitgliedern der Jahreshauptversammlung des Weinkonventes im Hotel Loreleyblick wurde weiterhin Karl-Josef Perscheid aus Urbar zum neuen Vizepräsidenten gewählt und Hugo Kirschhoch als Schatzmeister bestätigt. Werner Eckes wird weitere zwei Jahre als Kellermeister fungieren.
Zu Mitgliedern des Senates wurden gewählt Reinhard Franz, Wendelin Hoffmann, Michael Hubrath, Hubertus Jacoby, Wolfgang Krammes, der bisherige Präsident Stefan Krick, Gerhard Lambrich, Ehrenpräsident Walter Mallmann, Christiane Nowsch, Thomas Philipps und Lothar Wahl.
Zu Beginn der Versammlung gedachten die Mitglieder des Konventes ihrer beiden im vergangenen Jahr verstorbenen Weinfreunde, des amtierenden Kellermeisters Winfried Gerharz und des Weinbruders Stephan Doorn.
Der neue Präsident dankte Stefan Krick für zwei sehr erfolgreiche Konventsjahre, deren Höhepunkt zweifellos die Weinfahrt in die Wachau im Jahre 2015 war. Stefan Krick wies darauf hin, dass in seiner Amtszeit von 24 Monaten 36 Veranstaltungen und vier Präsidiumssitzungen zum Thema Wein durchgeführt werden konnten. Darunter waren auch die Treffen der mittelrheinischen und deutschsprachigen Weinbruderschaften, die hervorragende Programme boten. Bei einer Veranstaltung in der katholischen Kirche zu St. Goar konnte an Pastor Weber eine hohe Spende zur Restaurierung der Grabplatte des Heiligen Goar übergeben werden. Eine weitere Spende an die evangelische Stiftskirche, zugleich Grabeskirche des Heiligen Goar, diente der Restaurierung der dortigen Kanzel.
Die offizielle Amtsübergabe auf den neuen Präsidenten Dr. Gerhard Kleinz wird am 15. April im Rahmen einer festlichen Weinprobe in der St. Goarer Rheinfelshalle erfolgen, an der auch Weinbaupräsident Heinz-Uwe Fetz aus Dörscheid und Sophia Rhein, Bewerberin um die Mittelrheinweinkrone von 2015, teilnehmen werden.

Weinkonvent zum Heiligen Goar mit neuem Präsidium
Auf seinem Jahreskonzil wählte der Weinkonvent Dr. Gerhard Kleinz aus St. Goar
zum neuen Präsidenten. Neuer Vizepräsident ist Karl-Josef Perscheid aus Urbar.
Schatzmeister Hugo Kirschhoch und Kellermeister Werner Eckes wurden in ihrem Amt wiedergewählt.
Der nach zwei Jahren als Präsident turnusmäßig ausscheidende Stefan Krick wurde in den Senat berufen.

v.l.n.r. die Mitglieder des Präsidiums und die Senatoren  Lothar Wahl, Schatzmeister Hugo Kirschhoch, der bisherige Präsident Stefan Krick, der neugewählte Präsident Dr. Gerhard Kleinz, der neue Vizepräsident Karl-Josef  Perscheid, Wolfgang Krammes, Walter Mallmann, Kellermeister Werner Eckes, Wendelin Hoffmann, Thomas Philipps, Christiane Nowsch, Reinhard Franz und Michael Hubrath.

 

Die erste Probe des „2015“er-Weines stimmt sehr optimistisch-
Winzer Thomas Perll präsentiert hervorragende Weine aus dem Bopparder Hamm

Der Weinkonvent zum Heiligen Goar lädt im Frühjahr immer einen heimischen Winzer zu einer ersten Probe des vergangenen Jahrgangs ein. Dieses Mal präsentierte Winzermeister Thomas Perll aus Boppard mit acht hervorragenden Weinen und einem Sekt fast sein gesamtes Weinangebot. Und es wurde eine perfekte Schau der Weine des großen Jahrgangs 2015.
Mit bisher unerreichten sechs Wochen Reifevorsprung und in bestem Zustand kam der Trauben 2015 aus dem Sommer. Sie profitierten trotz Trockenheit lange von der hohen Restfeuchtigkeit aus dem Vorjahr, die noch im Boden steckte. Wer bei der Lese dann mit sorgfältiger Handselektion und Auswahl nur der allerbesten Trauben vorging, hat heute Weine im Keller, die 2015 zu einem der besten Jahrgänge seit 25 Jahren machen werden.
Besonders die Rieslinge, die im Bopparder Hamm ideale Bedingungen bei Boden und Sonneneinstrahlung haben, sind ganz herausragend. Mostgewichte, oft 10°Oechsle und mehr über den Standard-Anforde-rungen, lassen Kenner jubeln. Die 2015er Fässerlay Riesling Auslese trocken dürfte noch in vielen Jahren bestens schmecken. Auch eine 2015er Spätburgunder Auslese Rosé mit 100 °Oe ist ein High-Light geworden, ebenso der bestens veranlagte Weissburgunder halbtrocken, nicht nur ein „Damenwein“. Der klassische Riesling Kabinett ist ein brillanter Zechwein für Liebhaber und mit einer Feuerlay Scheurebe Spätlese mit ihrer wunderbaren, beerigen Aromatik schloss ein Abend, der alle Weinfreunde des Mittelrheines sehr hoffnungsfroh stimmte. In diesem Jahr ist aus den Weinkellern unserer Winzer einiges zu erwarten. Präsident Stefan Krick dankte dem Winzer und seiner Tochter Katharina für diese Probe. Sein Fazit abschließend: „ Ein excellentes Weinjahr steht vor uns“.

Werner Eckes, Dr. Gerhard Kleinz, Sara Isabelle Scheer, Präsident Stefan Krick, Frau Perll, Thomas Perll, St, Goar - 19.02.2016
 

Sara Isabelle Scheer wurde als jüngstes Mitglied
in den Weinkonvent zum Heiligen Goar aufgenommen -St. Goar, 19.02.2016

Festlich, mit ihren blauen Umhängen geschmückt, umrahmten die Mitglieder des Weinkonventes zum Heiligen Goar die neue Weinschwester Sara Isabelle Scheer, nachdem ihr der Präsident des Konventes, Stefan Krick, zuvor die silberne Plakette und den Umhang als Zeichen ihrer neuen Würde überreicht hatte.
Mit dem Gelöbnis „mit Gottes und Goars Hilfe“ hatte Sara Isabelle Scheer ihren Beitritt zum hiesigen Konvent und dessen gemeinnützigen Zielen bestätigt. Sie gehört nunmehr als jüngstes Mitglied.

Unser Foto zeigt die Mitglieder des Weinkonvents zum Heiligen Goar bei der Neuaufnahme von Sara Isabelle Scheer
(in der Mitte neben Präsident Stefan Krick) in der St. Goarer Rheinfelshalle

 
"Rote Schätzchen" aus den eigenen Kellern erprobt

Der Präsident des Weinkonventes zum Heiligen Goar, Stefan Krick, hatte zum tiefen Blick in die persönlichen Weinkeller eingeladen, dorthin, wo bei „geübten“ Weintrinkern oft noch etwas Besonderes lagert. So tauchten auch bei der diesjährigen Rotweinprobe des Weinkonventes zum Heiligen Goar wirkliche „Schätzchen“ aus der Versenkung auf. Kellermeister Werner Eckes hat mit seiner brillanten Erfahrung daraus eine richtige Wein-Schatzsuche“ zusammenstellen können. Zur Einstimmung gab es einen 2011er Blauen Portugieser aus Ockenheim b. Bingen, der mit 13,5 % Alc. wohl etwas zu „süffig“ ausgefallen war. Der folgende 2013er Spätburgunder (Barrique) der Kippelberg GbR (ausgebaut von G. Lambrich) aus dem Martinsberg in Oberwesel hat noch viel Reifepotential vor sich. Ein 2012er Spätburgunder aus der Kauber Rauschelay (12 Monate im Holzfass gelagert) zeigte, dass dort wieder beste Rotweinlagen existieren. Der 2012er Spätburgunder vom Quirinshof in Gau-Algesheim war ein besonders „muskulöser“ Roter, Der 1990er La Grola aus Valpolicella/Italien, kam in einer beachtlichen 3-Liter-Flasche zum Ausschank. Intensiv, körperreich, mit Bouquet von Kaffee und Tabak, war er einer der Stars des Abends. Der spanische 2007er Tempranillo aus Carinena (nördlich vom Rioja) ist der Wein für alle Gelegenheiten. Mit einem 2013er chilenischen Wein aus dem Valle de Colchagua ging es weiter, ehe der Höhepunkt kam: ein unübertrefflicher Conde Valdemar, Crianza 2006, Tempranillo aus Rioja. Dieser Jahrgang gilt als der beste je erzeugte Crianza, das Weingut zählt zu den fünf weltbesten Erzeugern. Diesen Abend konnte man genießen, nicht zuletzt wegen des excellenten, adventlichen Büffets.

"Aus ihren Kellern stammen die gespendeten "Rotwein-Schätzchen", die der  Weinkonvent mit Genuss erprobte:
v.l. n.r.  Hubertus Jacoby, Reinhard Franz, Werner Eckes, Stefan Krick, Dr. Gerhard Kleinz,
Wendelin Hofmann, Walter Mallmann und Michael Hubrath"

 

Weinkonvent schmeckt die Wachau-
Welterbeweine von der Donau am Rhein verkostet

Große Lagenweine aus der Wachau ließen beim Weinkonvent zum Heiligen Goar noch einmal Erinnerungen an seine Frühjahrsprobenfahrt 2015 in das mit dem Welterbe Mittelrhein verschwisterte Partnerschafts-Welterbegebiet Wachau an der Donau aufkommen.
Die strenge Weingesetzgebung sorgt in Österreich dafür, dass es heute einige der größten Weißweine der Welt produzieren kann. Besonders herausragende wachsen in dem engen Donautal zwischen Melk und Krems. Mitten in den Weinbergen der Wachau hatte der Weinkonvent sein Domizil und nebenan die Weingüter gefunden. Der dortige Gebietsschutzverein „Vinea Wachau“ kontrolliert die nach einem Dreiklassensystem eingeteilten Marken-Weine „Steinfeder“, „Federspiel“ und „Smaragd“. Alle diese Weine sind nicht aufgebessert, absolut trocken und ohne Barrique-Einsatz ausgebaut. Vinea-Wachau war auch das Vorbild für die Mittelrhein-Chartaweine.
Die lange Reifezeit bis Mitte November führt zu sehr fruchtigen, aber auch ganz ausgeprägt trockenen Riesling- und Veltliner-Weinen.
Die Nachprobe der 2014er-Weine aus den Weingütern Pfeffel, Knoll, Domäne Wachau, Tegernseer Hof und Nikolaihof, allesamt mit großem Potential, ließ die eine oder andere Zunge vom Mittelrhein leicht
entgeistert zurück. So trocken trinkt man den Wein hier selten. Der schon als Einstieg gebotene 2013er „Blauen Zweigelt“ der Winzer Krems und der „Frizzante Fresco“ der Domäne Wachau fanden dagegen die hohe Zuneigung des Konventes.
Den Winzerbrüdern Thomas und Martin Philipps aus St. Goar, die die Nachprobe jetzt besprachen, galt der Dank von Präsident Stefan Krick für eine sehr sachliche und inhaltsreiche Darstellung der auch für sie „neuen“ Weine  aus der Wachau.
Franz-Josef Gärtner sorgte mit Wachauer Spezialitäten wieder einmal mehr für eine markante Begleitung dieses wirklich auffallenden Weinabends in St. Goar.

 
 
Festlicher Glanz in der Stiftskirche St. Goar bei feierlicher Neuaufnahme
von Arnd Friedrich in den Weinkonvent zum Heiligen Goar am 20. November 2015

Die Dunkelheit eines Novembertages wich den unzähligen Kerzenlichtern, die in der Kirche auf den Altarstufen und den Bänken strahlten. Das Licht der Kerzen und die Musik des bestens disponierten Loreley-Bläser-Ensembles unter Leitung von Joong-Heon-Yoon waren der schmückende Rahmen für eine feierliche Neuaufnahme in den seit 2002 bestehenden Weinkonvent zum Heiligen Goar.
Am Grab ihres Namenspatrons in der hochgotischen Stiftskirche am Rhein treffen sich die 45 Konventsmitglieder einmal im Jahr.
Die Neulinge bekommen dann den blauen Mantel und die silberne Konventsplakette umgehängt und bekräftigen ihre Treue zum Weinkonvent und seinen gemeinnützigen Anliegen mit den Worten „Ja, mit Gottes und Goars Hilfe“ .

In diesem Jahr wurden von Präsident Stefan Krick Sara Isabelle Scheer und Arnd Friedrich aus St. Goar-Biebernheim als die beiden Aufnahmekandidaten vorgestellt. Da Sara Isabelle Scheer jedoch verhindert war, wurde Arnd Friedrich zunächst allein in den Kreis der Weinbrüder und –schwestern aufgenommen. Die zweite Aufnahme soll zeitnah nachgeholt.werden.

In seiner Festansprache ging Weinbruder und Pfarrer Wolfgang Krammes auf das Thema „Glück“ ein“, dem viele Menschen nachjagen. „Glück“ könne man aber nicht kaufen oder erjagen. Der Mensch müsse ihm selber entgegen gehen, selbst Antworten geben. Glück ist in vielfältiger Weise auf wenige Höhepunkte beschränkt. Das können ein unerwartetes Geschenk, eine erwiderte Liebe, eine frohe Botschaft, aber auch Blumen sein. Auch der Wein kann des Menschen Herz erfreuen.


Unser Foto zeigt die Mitglieder des Weinkonvents zum Heiligen Goar anlässlich der Neuaufnahmefeier 2015
in der St. Goarer Stiftskirche mit dem „Neuling“ Arnd Friedrich (vorne Mitte, neben Präsident Stefan Krick).

 

Weinkonvent zum Hl. Goar: Probe in der Philipps Mühle am 30. Oktober 2015

Zu ihrer traditionellen herbstlichen Weinprobe trafen sich auf Einladung ihres Präsidenten Stefan Krick die Mitglieder des Weinkonvents zum Hl. Goar, mit einem Loreley-Secco begrüßt, im bis auf den letzten Platz besetzten Weingut Philipps Mühle im Gründelbachtal.

Jungwinzer Martin Philipps, der so wie sein Bruder Thomas und sein Vater Josef dem Weinkonvent angehört, führte mit großer Sachkunde durch eine Weinprobe, bei der er beste Tropfen aus eigenem Keller anbot. Seine Mutter Christel reichte dazu eine deftige Brotzeit.

Einem trockenen Spätburgunder Blanc Noir folgten ein trockener Müller-Thurgau und danach der Gutsriesling aus dem Steilhang. Inzwischen bewirtschaften die Philipps-Brüder 5 ha Rebfläche, größtenteils auf Devonschieferböden im Steilhang, die zu 80 % mit Riesling, zu 15 % mit Müller-Thurgau und zu 5% mit Weißburgunder bestockt ist.

Der Aussage einer großen deutschen Gourmet-Zeitung, dass die aktuellen Rieslinge aus den St. Goarer Steillagen Frohwingert und Ameisenberg vielversprechend sind und über ausreichend Tiefe verfügen, klare Fruchtaromen und feine mineralische Noten zeigen sowie von einer ideal akzentuierten Säure getragen werden, schlossen sich die sachkundigen Genießer des Konvents vollinhaltlich an.

Die diesjährige Ernte, so Martin Philipps, sei nicht sehr ergiebig gewesen, wobei er aber davon ausgeht, dass die Freunde guten Weines sich auf einen Spitzenjahrgang freuen können. Weinbruder Gerhard Lambrich war wegen des geringen diesjährigen Ertrages eher besorgt, bestätigte jedoch, dass der 2015er einer von der Güte des hervorragenden Jahrgangs 1975 werden könne, was sich folglich auf den Preis auswirken werde.

Präsident Stefan Krick bedankte sich bei den Gastgebern und außerdem bei den Helfern der Lese des Vinum Sancti Goaris im St. Goarer Schlossberg. Er lud am Ende einer harmonischen Veranstaltung zu weiteren Weinverkostungen im November und Dezember ein.

Zu ihrer traditionellen herbstlichen Weinprobe trafen sich die Mitglieder des Weinkonvents zum Hl. Goar
im bis auf den letzten Platz besetzten Weingut Philipps Mühle im Gründelbachtal.

 
Ein starkes Team

Der Vinum Sancti Goaris 2015 wurde am Sonntag, dem 18. Oktober gelesen

Der Weinkonvent Zum Heiligen Goar ließ sich nicht lange bitten, als Christiane Lambrich-Henrich vom Weingut Goswin Lambrich anrief und mitteilte, dass der Vinum Sancti Goaris einzubringen sei. Schön, dass die Witterung heuer wieder mal dem Riesling erlaubt hatte, so lange zu reifen, wie er das gerne mag am Mittelrhein.

Wenn auch offenbar die lange Trockenheit des Sommers ihren Mengentribut gefordert hatte, schien die Qualität doch ansprechend zu sein. Mit bewährter starker Truppe und der von den städtischen Arbeitern frühzeitig in Stellung gebrachten Monorackbahn waren die Früchte schnell abgeerntet. Schließlich winkte auf dem Alexanderplatz ein von den Damen des Präsidiums bereitetes reichhaltiges und köstliches Gabelfrühstück, das gerne und gutgelaunt eingenommen wurde.

Auch der Heilige Goar freute sich über den fleißigen Besuch in seinem Weinberg und lächelte besonders entspannt im Vertrauen darauf, dass die Kunstfertigkeit des Winzers ihn auch dieses Jahr davon entbinden wird, ein Wunder wirken zu müssen. Warum allerdings die Trauben im Umkreis seiner Statue immer die besten des Weinbergs sind, behielt er auch diesmal für sich.

 

Weinkonvent zum Heiligen Goar testet erfolgreich den eigenen Weinbestand -St. Goar am 25.Sept. 2015

Die Mittelrheinweine, die der Konvent in seinem eigenen, schieferummauerten Konventsraum auf der Burg Rheinfels aufbewahrt,  haben den Test erfolgreich bestanden und erweisen sich auch noch nach drei,vier Jahren Lagerzeit als hervorragend in ihrer Qualität und Sensorik und fast unverändert frisch genießbar. Einen kleinen Wermutstropfen gab es nur bei einem 2010er Riesling aus dem Rheingau, bei dem leichte Bittertöne spürbar wurden. Insgesamt stellten Präsident Stefan Krick und Kellermeister Werner Eckes den heimischen Winzern ein sehr gutes Zeugnis ihrer Arbeit aus.

Drei 2012er- Rieslinge aus Boppard (Heilig Grab), Oberheimbach (Eisenbach-Korn) und Hammerstein (Scheidgen) , allesamt klassifiziert als Mittelrhein Chartaweine Meisterstück, zeigten noch ihre ganze Eleganz in Frucht und Mineralität. Aber auch die anderen Weine der Jahrgänge 2010 bis 2013 brauchen sich nicht zu verstecken. Mittelrheinrieslinge sind offensichtlich weiterhin ohne Substanzverlust mehrere Jahre haltbar.

Schließlich gelten Rheinweine schon immer als langlebig.In die Reihe gelangte auch ein 2013er Vinum Sancti Goaris aus dem Schloßberg, der von Gerhard Lambrich, Dellhofen, für die Stadt St. Goar ausgebaut wird. Auch er aus einem schwierigen Jahrgang kann sich sehr gut sehen und trinken lassen. Zur Einstimmung gab es einen 2012-er Weißburgunder Sekt vom weitgerühmten Wilhelmshof aus Siebeldingen in der Südpfalz. Das Urteil: brillant.

Der Präsidentengattin Ursula Krick zollte der Konvent hohes Lob für das im Bayernlook aufgebaute Oktoberfest-Buffet.

Im gemütlichen Konventsraum auf der Burg Rheinfels trifft sich regelmäßig die Runde des 2002 gegründeten Weinkonventes zum Heiligen Goar.

 
Weinkonvent St. Goar zu Besuch bei den rheinhessischen „Shootingstars“ Bischel am 15. August 2015

Nicht nur im Weinführer Gault Millaut 2015 wird das seit vier Generationen bestehende Weingut Bischel in Appenheim als einer der Leuchtturmbetriebe“ Rheinhessens bezeichnet. Das war Anlaß genug für den Weinkonvent St. Goar, auf Empfehlung von Kellermeister Werner Eckes, dem seit fünf Jahren von den jungen Brüdern Christian und Matthias Runkel geleiteten 18,5 ha-Betrieb einen sommerlichen Besuch abzustatten. Eine Konzentration auf die klassischen Rebsorten Silvaner, Riesling und Burgunder, deren „terroir“ man in den trockenen Weinen jeweils unverfälscht spüren soll, gehört mittlerweile zum Credo der meisten Jungwinzer Rheinhessens. Das Weingut Bischel spezifiziert nur noch nach den Qualitätsstufen Gutsweine, Ortsweine und Lagenweine bei voller Ausnutzung der jeweiligen, unterschiedlichen Weinbergspotentiale.

Unter den acht angestellten Weinen ragten einige hervor:

Als typischer Vertreter der Ortsweine wurde der Riesling „terra fusca“ („braune Erde“) aus der besten Lage „Hundertgulden“ zu einem der Aushängeschilder des Weingutes. Als absoluter Spitzenwein des Jahres 2012 zeigte sich dagegen der zwei Jahre im Faß gelagerte Scharlachberg Riesling aus der bekannten Binger Spitzenlage. Hohen Wert legt man auf den Silvaner, den ehemals führenden Wein Rheinhessens. Der „grüne“ Silvaner neigt zu hohem Ertrag. Im Weingut Bischel wird er durch strenge Ertragsreduzierung zum feinfruchtigen, dem Weißburgunder ähnlichen, sommerlichen Wein mit zartem Apfelgeschmack.

Die Probe im Garten des Appenheimer Weingutes vermittelte den rund 40 Weinschwestern und –brüdern vom Mittelrhein viel vom Flair und dem Können der neuen Winzergeneration, die sehr offen untereinander arbeitet, im guten Austausch stehend gute Erträge und viel neues Renommée für den deutschen Wein erworben hat.

Konvents-Präsident Stefan Krick fiel das Schlußwort an diesem Nachmittag leicht:
“Hervorragende Weine, Spitzenwinzer, gute Stimmung!“
.

 

Der Weinkonvent probierte vor Ort die guten Tropfen der Wachau -14. bis 17. Mai 2015

Die Parallelen zwischen den beiden Welterberegionen der österreichischen Wachau und des oberen Mittelrheintales und auch deren Unterschiede mit allen Sinnen zu erleben, das war das Ziel von Stefan Krick, dem Präsidenten des Weinkonvents zum Hl. Goar, und den Konventsmitgliedern anlässlich einer hervorragend organisierten Exkursion in das berühmte Weinanbaugebiet an der Donau. Die Teilnehmer kamen auf ihre Kosten.

Wanderungen durch die Wachauer und Kremstaler Weingärten endeten regelmäßig durch die Verkostung exzellenter Weine. Die Stadtführung in Dürnstein wurde mit einer Besichtigung der Domäne Wachau und der dortigen Probe von Steinfeder, Federspiel und Smaragd unterbrochen. Diese Namen dürfen nur die Weine von Winzern aus der Wachau tragen, die sich im Jahr 1983 zur Winzervereinigung Vinea Wachau als Gebietsschutz ihrer edlen Tropfen zusammengeschlossen haben. Am Ende der Stadtbesichtigung verwöhnte die Verkostung von Riesling und Grünem Veltliner vom Tegernseer Hof von Martin Mittelbach die Gaumen der mittelrheinischen Weinliebhaber. Ein Weinerlebnis für alle Sinne bot der Besuch in der „Sandgrube 13“ der Kremser Winzer, die als eine der bekanntesten Weinadressen Österreichs gilt. Der dortige Rundgang führt in acht Stationen auf die Spuren des edlen Rebensaftes und öffnet Blicke hinter die Kulissen.

Das Weingut Emmerich Knoll in Unterloiben, das zu den anerkanntesten Weingütern Österreichs zählt, war ebenfalls Station eines kurzweiligen Aufenthaltes. Das traditionelle Etikett des Hauses mit dem Bildnis des Hl. Urban genießt in Weinkennerkreisen einen ähnlich hohen Kultstatus wie die Weine selbst. Da konnte Konventspräsident Stefan Krick allerdings mithalten, als er dem Hausherrn ein Gebinde des Vinum Sancti Goaris überreichte, welches das Bildnis des St. Goarer Stadtheiligen ziert.

Den lukullischen Höhepunkt der Weintour bildete das Menü im Nikolaihof in Mautern, Österreichs ältestem Weingut, dessen Wirtin Christine Saahs erlesene Speisen nach Rezepten ihres international hochprämierten Kochbuches auftischte. Die Familie Saahs wirtschaftet nach den Regeln des Demeter-Bunds, einer der strengsten Richtungen des biologischen Landbaus.

Die Besichtigungen der zum Unesco Weltkulturerbe zählenden Benediktinerabteien Stift Göttweig und Stift Melk, ein Besuch des Safran-Hofladens im historischen Bahnhof von Dürnstein sowie eine Schifffahrt auf der Donau von Melk bis Krems rundeten einen erlebnisreichen Wachau-Urlaub ab, an dessen Gelingen Stefan Krick mit seiner akribischen Planung, die sehr sachkundige örtliche Fremdenführerin Erika Jatschka-Knoll sowie die gute Unterbringung und Verpflegung im Hotel Pfeffel den entscheidenden Anteil hatten.

Der Weinkonvent zum Hl. Goar probierte vor Ort die guten Tropfen der Wachau.

Unser Bild zeigt die Mitglieder des Weinkonvents beim Festmahl im Nikolaihof in Mautern, dem ältesten Weingut Österreichs.

 
Wein im Schloss am 3. Mai 2015

Der Besuch bei der Veranstaltung „Wein im Schloss“ der Landwirtschafts-kammer Rheinland-Pfalz gehört seit Jahren zum jährlichen Pflichtprogramm einer Abordnung des Weinkonventes. Auch 2015 machten sich wieder eine Weinschwester und sechs Weinbrüder am Sonntagmorgen auf den Weg nach Koblenz um die von 84 Weingütern aus allen sechs Weinanbaugebieten unseres Landes und mehreren Gruppen von Jungwinzervereinigungen dargebotene Vielfalt an hochwertigen Gewächsen zu erkunden und die Auswahl für die im Juli anstehende traditionelle „Goar´s Selection“ zusammenzustellen. Da es, anders als in den Vorjahren, keine gesonderte Einlasszeit für Fachbesucher gab, galt es mit zahlreichen Gästen Schritt zu halten und dabei hochkonzentriert den komplexen Rückmeldungen der noch wachen Geschmacksknospen nachzugehen. Ein vielfältiges und intensives Erlebnis, das mit einer sehr variantenreichen Einkaufsliste gekrönt wurde.

 
„Mittelrhein-Charta-Weinprobe“ von „Handstreich“ bis „Meisterstück“
zeigte tolle Weinvielfalt von beiden Rheinseiten
-St. Goar, 17.4.2015

Eine äußerst phantasievolle und bunte Weinprobe erfreute den Weinkonvent zum Heiligen Goar. Zwei von gegenwärtig dreiundzwanzig Charta-Winzern vom Mittelrhein, Joachim Lorenz, linksrheinisch aus Boppard und Georg Scheidgen, rechtsrheinisch aus Hammerstein, demonstrierten Anspruch und Realisierung des Charta-Gedankens. Chartaziel sei es, den unverwechselbaren und einmaligen Charakter der frischen Mittelrhein-Rieslingweine zu einer Marke mit Kultcharakter zu erheben.

Bei einer Vergleichsweinprobe von jeweils zwei Weinen der drei neuen Prädikate Handstreich, Felsenspiel und Meisterstück führten Lorenz und Scheidgen überzeugend dieses Konzept vor: Ein fruchtiger 2014er Sommer-„Handstreich“-Wein vom Weingut Fetz aus Dörscheid ergänzte die Probe aktuell ganz trefflich.

„Handstreich“ ist der moderne, alkoholarme, filigrane und feinfruchtige Riesling Kabinett zum Essen. „Felsenspiel“ ist als bodenständiger Riesling Kabinett und Spätlese aus der Steillage mit bis zu 12,5 Vol. % Alkohol möglich.. Der „Felsenspiel“-Wein von Scheidgen („Leutesdorfer Gartenlay 2013“) imponierte mit seiner großen Aromafülle. „Meisterstück“ darf sich nur ein trockener Riesling nennen, der vollmundig und nachhaltig im Geschmack, auch etwas alkoholreicher (13,5 %) sein kann und ein Wein des bewußten Genusses ist. Hier setzte Lorenz mit seinem 2013 Bopparder Hamm Riesling Spätlese einen gelungenen Effekt, dem er noch eine 2013er Feuerlay Auslese folgen ließ.

Präsident Stefan Krick dankte abschließend beiden Winzern –und auch der Küche des Hauses Franz-Josef Gärtner - mit den Worten „Die Charta ist offensichtlich das Meisterstück, mit der der Mittelrhein nun weltweit konkurrieren kann“.

 

Die von Alt-Präsident Reinhard Franz seit acht Jahren zu jeder Weinprobe individuell gestalteten Weinkarten
sind zu einem Markenzeichen des Weinkonventes zum Heiligen Goar geworden.
Rund 40 solcher kleinen Kunstwerke sind bisher entstanden.
Dieses Mal bildete Wasili Kandinsky den expressionistischen Hintergrund
der "bunten" Mittelrhein-Chartaweinprobe mit den Winzern Georg Scheidgen und Jochen Lorenz.
 

Weinkonvent unterstützt Restaurierung der Grabplatte seines Namenspatrons Goar - St.Goar, 17.4.2015

Die im 19. Jahrhundert in schmucklosem Grau übertünschte Grabplatte des Heiligen Goar in der katholischen Pfarrkirche der Mittelrheinstadt ist seit vielen Jahren wieder von dieser wenig ansehnlichen Farbe befreit, bedarf aber noch einmal einer grundlegenden Renovierung.
Die Kosten der Wiederherstellung der alten Farbigkeit werden zur Zeit von der staatlichen und diözesanen Denkmalspflege ermittelt. Zuvor müssen erst noch alte Farbreste auf ihre Ursprungsfarbigkeit untersucht werden.

Zur Mitfinanzierung dieser Maßnahme hat der nach dem Heiligen St. Goar benannte Weinkonvent jetzt während eines Besuchs in der Kirche durch Präsident Stefan Krick an Pfarrer Manfred Weber einen Scheck in Höhe von € 1000.- überreicht.

Die aus dem Jahr 1340 stammende Deckplatte des Grabmals des Heiligen Goars befand sich ursprünglich in der Krypta der seit 1527 evangelischen Stiftskirche. Seit dem Jahr 1658 ist sie in der katholischen Pfarrkirche zu bewundern wo sie heute neben dem Kircheneingang an der Südwand aufgestellt ist.

Die fast drei Meter große Platte zeigt den Stadtheiligen umgeben von Engeln und mit einem Kirchenmodell in der linken Hand. Eine goldene Blumenranke umgibt die Szenerie. Die Grabplatte zählt zu den wertvollsten Schätzen der Stadt, in der St. Goar im 6. Jahrhundert über 50 Jahre lang für die Armen wirkte.

Der Weinkonvent zum Heiligen Goar überreichte an Pfarrer Manfred Weber von der katholischen Kirchengemeinde
einen Scheck in Höhe von € 1000.- zur Restaurierung der fast 700 Jahre alten Sandstein-Grabplatte des Stadtheiligen.
Konventspräsident Stefan Krick übergab den Scheck im Beisein der Konventsmitglieder.

 

Konzil des Weinkonventes zum Heiligen Goar am 20.03.2015
Walter Mallmann wird Ehrenpräsident

Pünktlich um 19.30 Uhr begrüßte Präsident Stefan Krick die anwesenden Weinschwestern und Weinbrüder im Hotel Loreleyblick. Nach einem Gedenken an die verstorbenen Konventsmitglieder Dr. Norbert Senger und Matthias Port ließ der Präsident die zahlreichen Veranstaltungen des letzten Jahres Revue passieren. Von der Feier zur Präsidentenübergabe mit Dr. Kauer über den Ausflug zur Hessischen Bergstraße an die Wiege des Roten Rieslings, Besuche in Weingütern und die feierliche Neuaufnahme von Oliver Brehm und Peter Schneider in der Stiftskirche St. Goar bis zur gemeinsamen Weinproben mit den Hansen, mit Winzer Didinger aus Osterspai und als Überraschungsgästen den Herren Pons und Hönisch von der Sankt Goarer Musikakademie, konnte er auf ein bewegtes Jahr 2014 zurückblicken.

Voller Stolz hob der Präsident die „Blitzlese“ im Goars-Weinberg am 5. Oktober hervor, wobei durch kurzfristigste Aktivierung vieler Mitglieder gerade noch rechtzeitig die Trauben in guter Qualität eingebracht werden konnten. Der Ausblick auf das Jahr 2015 kündigte ein besonderes Highlight bereits im Mai mit der viertägigen Fahrt in das Weinanbaugebiet Wachau an und auch die weiteren Vorhaben versprachen erlebnisreiche gemeinsame Stunden. Schatzmeister Hugo Kirchhoch konnte über soliden Umgang mit den finanziellen Mitteln des Konvents und einen beruhigenden Kassenstand berichten.

Höhepunkt des Konzils war die Ernennung von Walter Mallmann zum Ehrenpräsidenten des Weinkonvents. Präsident Stefan Krick trug den Antrag des Präsidiums und des Senats mit ausführlicher Begründung vor. Er schilderte wie Walter Mallmann den Weinbau in St. Goar wiederbelebt habe und dank seiner Tatkraft entgegen vielen Zweiflern als äußeres Zeichen der Vinum Sanci Goaris-Weinberg unterhalb der Burg Rheinfels angelegt worden sei. Dann habe er 2002 als Initiator, Förderer und auch dessen erster Präsident den Weinkonvent zum Heiligen Goar aus der Taufe gehoben und ihn auf den Weg gebracht. Dem konnten die Versammlungsteilnehmer nur beipflichten, stimmten dem Vorschlag einstimmig zu, spendeten anhaltenden Beifall und freuten sich, als Walter Mallmann seine Ernennungsurkunde entgegennahm.

 
Die 2014er Weinlese war die teuerste Ernte aller Zeiten-
Weinkonvent zum Heiligen Goar probt bei Gerhard Lambrich die ersten Weine
des schwierigen Jahrgangs 2014

Dellhofen am 27.Februar 2015

Im hell leuchtenden Glas duftet ein zarter Riesling, klassisch an frische Früchte mit leichtem Zitronenaroma erinnernd. Beim Probieren der sechs frischen 2014er-Hochgewächse und des Blauschiefer-Rieslings spürte man nichts mehr von all den Sorgenfalten, mit denen die Mittelrheinwinzer ihre letztjährige Lese unter einem ungeheuren Zeitdruck einbringen mußten. Die Kirschessigfliege stand als bedrohliches Menetekel über den gepflegten Weinbergen überall am Mittelrhein.

Alt-Weinbaupräsident  und Konventsmitglied beim Heiligen Goar, Gerhard Lambrich, der mit Tochter Christiane den 18 ha-Betrieb in Dellhofen führt, nannte wegen des riesigen Personalaufwandes bei der auf vier Tage komprimierten Lese den Aufwand gigantisch und sehr teuer. Nur zwischen dem 30. September und dem 03. Oktober war die ausgefeilte Handverlesung überhaupt möglich. Danach war auch der Riesling von der Essigfliege befallen und mußte im Weinberg liegen gelassen werden.

Als Grund gibt Lambrich die außergewöhnlich milde Septemberwitterung 2014 mit neun “lauen“ Sommernächten und über 15°C Nachttemperaturen an. Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre waren es jeweils nur zwei bis drei solcher Nächte. Riesling braucht aber für seine etwas längere Reifezeit kühle Septembernächte. Auch die Weinfreunde vom Heiligen Goar, die am 03. Oktober bei ganz schlechtem Wetter im St. Goarer Schlossberg die Trauben lasen, bestätigten diesen Eindruck. Von Stunde zu Stunde verschlechterte sich das Traubengut. Nur mit Mühe konnten für die Presse rund 700 Liter St. Goaris dank intensiver Handauslese „gerettet“ werden.

Präsident Stefan Krick und die Weinfreunde aus St. Goar dankten Gerhard und Christiane Lambrich für diesen unglaublichen Einsatz in den Steillagen am Mittelrhein. Jetzt freut man sich auf den 2014er St. Goaris, der noch ein paar Tage im Fass reifen wird, ehe er sich dem Votum seiner „Leser“ stellen kann

 

Wein und Kammermusik zum Neuen Jahr-
Weinkonvent zum Heiligen Goar und Hansenorden laden
Winzer Jens Didinger aus Osterspai zur Präsentation ein.

St. Goar, den 9.Januar 2015

Ein „Entertainment der Sonderklasse“ nannte Konventspräsident Stefan Krick zum Abschluß eines sehr unterhaltsamen Abends die Weinpräsentation des Winzers von der „schääl Sick“ , den vierfachen Staatsehrenpreisträger Jens Didinger, aus Osterspai. Brillant und im sprachlichen Ausdruck fast mit literarischer Dimension, stellte Didinger nicht nur die hochwertigen Weine seines vielfach ausgezeichneten Hauses mit Verve vor, sondern lieferte auch ständig Kostproben seines großen Unterhaltungstalentes. Seit 1620 besteht das 5 ha-Weingut, dessen Lagen sich alle im gegenüberliegenden Bopparder Hamm befinden. Mit einem 2012 Riesling Sekt brut, der für Didinger in Sprendlingen/ Rheinhessen nach der bekannten Champagnermethode ausgebaut wird, begann der Reigen. Ein nachhaltiger Spätburgunder

2013 mit zarten Barriquetönen und ein frischer Rivaner 2013 Bopparder Hamm Gedeonseck begleiteten das Essen (Kalbsrahmgulasch, Kohl und Knödel) vom Winzerhaus Beckmann in Urbar. Sechs Rieslinge standen dann zur Probe an. Das 2013er Hochgewächs sei auch ein interessanter katholischer Meßwein, meinte Didinger, dem sich sogar der evangelische Pfarrer Wolfgang Krammes nach einem ausführlichen Test bedingungslos anschließen konnte. Die Reihe der folgenden 2013er Rieslinge feierte sich selbst, zunächst eine 2013 Feuerlay Spätlese mit leichtem Melonengeschmack, anschließend der nach Pfirsich duftende füllige 2013 Mandelstein Riesling Kabinett, ein Zungenschnalzler für Liebhaber, der auch schon „Gold“ holte. Die Spätlesen zeigten besten klassischen „Hamm-Charakter“, gehaltvoll, voluminös, exotischer Fruchtgeschmack. In einer feinen 2013 Feuerlay Auslese, die eigentlich ein Eiswein werden sollte, versammelten sich vollreife Trauben in Überfülle

Mit Gesang von Bariton Falco Hoenich („Lied auf das Trinkglas eines verstorbenen Freundes“, von Robert Schumann), begleitet von Dr. Emilio Pons am Klavier, erfreuten die beiden Initiatoren der neuen Musikakademie zusätzlich die beglückten Weingeister dieses schönen Abends auf der Burg Rheinfels in St. Goar- ein Jahresauftakt nach Noten


Weinkonvent St. Goar und Hansenorden erleben eine unterhaltsame Neujahrs-Weinprobe
mit dem Osterspaier Winzerpaar  Jens Didinger (2.v.r.) und Bruder Jörg Didinger (1.v.l.).auf Burg Rheinfels.
Auf dem Foto Hansenmeister a.D. Rudolf Ackermann (1.v.r.), Konventspräsident Stefan Krick (3.v.r.), Beigeordnete Ursula Krick (4.v.r.), stellvertretender Hansenmeister Dr. Gerhard Kleinz (5.v.r.), Bariton Falco Hoenich (3.v.l.), Dr.Emilio Pons (2.v.l.).

 

Urlaubssouvenirs in „Rot“ verkostet -5.Dezember 2014

Mit einer thematischen Weinprobe ging für den Weinkonvent zum Heiligen Goar das Jahr 2014 zu Ende. Viele Urlauber bringen Jahr für Jahr eine oder mehrere Flaschen Wein aus den Urlaubsgebieten im Süden mit nach Hause. Dann kommt oft die Überraschung- Zu Hause schmeckt der Wein plötzlich ganz anders. Erfahrene Reisende kennen das Phänomen:
Wein lässt sich zwar transportieren, Stimmung aber nicht transferieren.
Beim Konvent standen unter der fachlichen Leitung von Werner Eckes vier Weine aus dem Süden Frankreichs, ein chilenischer Wein und drei deutsche Rotweine an. Fazit: Die schon im Urlaub herausragenden Weine sind auch in dieser Probe die Besten.
Spitze war der noch wenig bekannte Cahors AOC 2011 Mas des Etoiles, gewachsen nahe des Flusses Tarne, am Fuß des Massif central. Aus 100 % Malbec Trauben (auch als argentinische Rebsorte bekannt), der in zwei Versionen mit 100 % Malbec und einmal in der Kombination mit Merlot anstand, war er ein sehr duftiger, voller Wein mit Noten von Brombeeren, Maulbeeren und Gewürzen. Er ist ein herrliches Souvenir aus dem Weinkeller von Präsident Stefan Krick, bei dem man den Geschmack des Südens noch richtig spürt.
Typisch für seine Herkunftsregion präsentierte sich auch der Chateau de Villeneuve Minervois 2011 Reserve aus der Region Languedoc-Rousillon südlich des Canale Midi.  Überraschung Nummer zwei war der Chilene vom Mont Gras Carmenere Reserve 2011 mit seinen starken Aromen von schwarzen Beeren bis Vanille, den weichen Tanninen und der harmonischen Säure. Ein toller Wein, den man auch in Deutschland kaufen kann.
Der badische Vertreter war ein Spätburgunder 2010 von Bernhard Huber aus Malterdingen. Dichte, Komplexität und Nuancenreichtum lohnen einen weiteren Versuch. Auch die übrigen Weine (Oberweseler Martinsberg Spätburgunder 2012) Ockenheimer Kreuz 2010 Portugieser erwiesen sich als dankenswerte Urlaubsmitbringsel. Es war ein gelungener Adventsabend, zu dem auch die kulinarischen Überraschungen der Präsidentengattin Ursula Krick wesentlich beitrugen

 
„Sieh´, das Gute liegt so „Nahe“-
Festliche Weinprobe beim Weinkonvent zum Heiligen Goar -21.November 2014
Im Anschluß an die jährliche Neuaufnahme von Mitgliedern in der Stiftskirche lädt der Konvent immer einen besonderen Winzer zu einer Weinpräsentation ein. Diesmal war es das Weingut Enk aus Dorsheim an der Nahe, das durch Vater Theo und Sohn Steffen brillant vertreten wurde. Acht der besten 2013er Kreszensen des erst vor wenigen Tagen mit dem Staatsehrenpreis und mehreren goldenen Medaillen der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz ausgezeichneten Familienbetriebs wurden vorgestellt.
Das 9,5, ha große Weingut baut seine Weine (80 Prozent Burgunder und Rieslinge) in der Lage Laubenheimer Karthäuser auf steinigem Kieselboden und Schieferverwitterungsgestein an.
Den Start machte der 2013er Spätburgunder S, ein vollmundiger, sanft abgerundeter Roter von hoher Klasse. Der harmonische Weißburgunder trocken, sehr spät gelesen und frisch dekoriert mit der Goldmedaille, genoß verdienten Respekt. Auch der Grauburgunder, als bester trockener Burgunder ausgezeichnet, und nach dem ältesten Enkel Florian benannt, stand dem nuancenreichen Vorgänger in nichts nach.
Ein weiterer Wein, Steinrech Riesling trocken, wurde landesweit ebenfalls als bester unter den trockenen Rieslingen bewertet.
Zwei weitere trockene Rieslinge-Spätlese S- (S= zweimal handverlesen) und Kabinett sind hier als typische Naheweine besonders ausdrucksvoll.
Mit dem Goldloch Riesling Spätlese edelsüß endete eine farbenprächtige und duftige Nahe-Weinprobe, die sich nachhaltig den Weinfreunden einprägen dürfte. Schon immer zählten die Weine von der Nahe zu den „Edelsteinen“ unter den deutschen Weinen.
Präsident Stefan Krick und die Weinfreunde hatten am Ende wieder einmal allen Grund, herzlich für eine sehr gelungene Weinpräsentation zu danken. Zwischendurch hatten Weinbruder Franz-Josef Gärtner und seine Schwester mit einem Burgunderbraten für eine gute kulinarische Grundlage gesorgt.


Sie standen im Mittelpunkt einer großartigen Weinprobe: die Winzer Steffen Enk und Theo Enk (1.v.l. und 1.v.r.),
die Neumitglieder des Weinkonventes zum Heiligen Goar Oliver Brehm und Peter Schneider (2.v.l. und 2.v.r)
sowie der strahlende Präsident Stefan Krick (Mitte).

 

„Hoffnung und Freude sind untrennbare Geschenke“ –
 Feierliche Neuaufnahmen 2014 beim Weinkonvent zum Heiligen Goar am 21. November 2014

Einmal im Jahr öffnet sich die hochgotische Stiftskirche von St. Goar für ein nur scheinbar säkulares Ereignis- die festliche Neuaufnahme von Mitgliedern des Weinkonventes zum Heiligen Goar. Am Grab ihres Namenspatrons, geloben alle Neulinge des Konventes „mit Gottes und Goars Hilfe“ dem Weinkonvent und seinen Anliegen ihre Treue.

Präsident Stefan Krick stellte die beiden neuen Kandidaten Peter Schneider und Oliver Brehm aus St. Goar vor. Umgeben von ihren Paten und den 46 Mitgliedern des Konventes in ihren blauen Talaren, wurden sie nach Umhängen der silbernen Konventsplakette und Ablegen des Goars-Gelöbnisses als neue Mitglieder aufgenommen. Dazu sagte Präsident Stefan Krick: “Die Bildung einer homogenen Gemeinschaft, die beständig ihre Ziele rund um den Wein verfolgen kann, ist die wesentliche Aufgabe im Weinkonvent“. Weinbruder und Pfarrer Wolfgang Krammes ging in einer Festansprache auf die „Freude“ als lebendiges Geschenk Gottes für die Menschen ein. Auch der Wein kann des Menschen Herz erfüllen und Hoffnung wachrufen. Das perfekt disponierte Loreley-Bläser-Ensemble unter der Leitung von Joong-Heon Yoon begleitete die Zeremonie in der mit Kerzenlicht dekorierten Kirche. Mit dem gemeinsam gesungenen Goars-Choral ging die kleine Feier stilvoll zu Ende

Unser Bild zeigt die Mitglieder des Weinkonvents zum Hl. Goar anlässlich ihrer Neuaufnahmefeier in der St. Goarer Stiftskirche. Neu aufgenommen wurden Oliver Brehm (erste Reihe, 3.v.l.)  und Peter Schneider (2.v.r.)

Es geht auch ohne Schwarzfederhuhnfrikasse -Weinprobe Philipps Mühle 25. Oktober 2014

Ein Frikassee aus den Schenkeln vom Schwarzfederhuhn mit Curry und Chili gewürzt empfiehlt der Weinkritiker im Handelsblatt vom 26. September zum 2013er Burg Rheinfels Riesling des Weingutes Philipps Mühle. Das Huhn war es aber nicht, was den Weinkonvent Zum Heiligen Goar am letzten Samstagabend zu seinem Treffen in das Weingut im Gründelbachtal zog, sondern seine alljährliche herbstliche Probe der Sankt Goarer Weine.
Martin Philipps spannte in Abwesenheit seines auf Usedom für die Sternegastronomie präsentierenden Bruders Thomas einen weiten Bogen über alle die Arbeit des Winzers berührenden Bereiche. Die zahlreichen Fragen der über dreißig Weinfreunde trugen ihn zu Risikostreuung, Steuerfragen, Preispolitik, Essigfliegen und Erderwärmung und den daraus für die Zukunft des Weinbaus am Rhein zu ziehenden Konsequenzen. Der siebenundzwanzigjährige Bachelor hielt seinem staunenden, enggedrängten Publikum ein umfassendes Kolleg und bewies, wie intensiv auch eine an Jahren kurze Erfahrung bei dem Aufbau eines Weingutes sein kann.
Dabei kam der Wein nicht zu kurz. Angeregt von einem Loreley Secco und über einen erstaunlich eleganten Steilhang Müller Thurgau genossen geübte Zungen die Rieslingweine vom Steillagen Riesling über die Großlage Burg Rheinfels bis hin zu den Lagenweinen Frohwingert und dem krönenden Abschluss mit dem vollmundigen Ameisenberg. Zwischendurch machte auch ein 2007er aus der „Gründerzeit“ des Weingutes eine durchaus noch ansprechende Figur.
Zu den Weinen hatte die Mutter der Gipfelstürmer Christel Philipps eine fulminante Frischkäseauswahl bereitet, die vom Mühlenkäse über Emmentaler bis zu Cranberry-Curry alle denkbaren Aromen bereithielt und, von den Genießern nach Herzenslust kombiniert, die Aromen der Weine voll zur Entfaltung brachte. Das Schwarzfederhuhn vermisste niemand und nicht nur die fast komplett anwesenden (Alt)Präsidenten des Weinkonventes gingen mit einem glücklichen Lächeln und um Geschmackserlebnisse als auch Kenntnisse reicher nach Hause.

Zum Bild v.L. nach R. in der Vinothek: Präsident Stefan Krick, Reinhard Franz, Wolfgang Krammes, Wendelin Hoffmann, Lothar Wahl,
Martin Philipps, Christel Philipps, Walter Mallmann, Josef Philipps

 
Auf den Hl. Goar ist Verlass
Rechtzeitige Traubenlese für Vinum Sancti Goaris 2014

Am Freitag 03.10.2014 gab es „Lesealarm“ beim Weinkonvent zum Heiligen Goar.

Laut Ansage des verantwortlichen Winzers Gerhard Lambrich drohten aufgrund der Wetterkapriolen der letzten Tage und Wochen große Verluste durch Fäulnis, wenn die Lese am Weinberg unterhalb der Burg Rheinfels nicht kurzfristig erfolge. Dank der Überzeugungskraft und der persönlichen Ansprache des Weinkonventspräsidenten Stefan Krick gelang es tatsächlich innerhalb von 24 Stunden eine tatkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen.

Auch die tüchtigen städtischen Arbeiter waren sofort zur Stelle und brachten am Feiertag noch die Mono Rack Bahn in die Spur. Unter dem persönlichen Schutz unseres Patrons Goar, der uns entgegen aller Prognosen beste Wetterbedingungen bescherte, konnte am Sonntagvormittag mit sorgfältiger Selektion ein qualitativ und auch quantitativ erfreuliches Leseergebnis erzielt werden.

Den vielen spontan teilnehmenden Mitgliedern des Weinkonvents zum Heiligen Goar – teils mit Angehörigen -  gilt ebenfalls ein herzliches Dankeschön.

Weinlese des "Vinum Sancti Goaris" am Sonntag, den 5. Oktober 2014
 
Erstaunen beim Weinkonvent über Weine aus Holland

Flüssige „Urlaubsmitbringsel“ waren das jüngste Thema des Weinkonventes zum Heiligen Goar. Zum Erstaunen von Präsident Stefan Krick und seinen Weinschwestern und Weinbrüdern kamen die „exotischsten“ Mitbringsel aus unserem Nachbarland Holland. Dort, im Wijnhoeve De Kleine Schorre in Dreischor auf der Insel Zeeland wachsen seit 2001 auf 10 ha Kalk- und Sandboden mit Hilfe luxemburgischer Winzer interessante Weine heran. Es sind Weine, die hier zu leichten Cuvées ausgebaut werden (Rivaner Auxerrois, Pinot Gris u.a.), und die vor allem den Urlaubsgästen in Zeeland zu Meeresfrüchten gut zu munden scheinen. Beim Weinkonvent war das Erstaunen über die nach Äpfeln und Birnen farbenprächtig im Glas leuchtenden Weine zwar groß  und der mutige Winzer erhielt eine hohe Anerkennung dafür. Beim Trinken aber spürte man noch etwas Zurückhaltung gegenüber dem neuen leichten Geschmack von der Nordsee.

Anders ging es zu bei den beiden sächsischen Weinen von der Winzergenossenschaft Meißen. Auf Granitverwitterungsboden, vermischt mit Löß und Sand, wachsen die auch im Rheinland nicht mehr unbekannten aromareichen (ein Riesling 2011 halbtrocken) und teils voluminösen Weine (Spätburgunder trocken 2012) im Steilhang im Elbtal. Die 1938 gegründete Winzergenossenschaft Meißen baut heute auf 135 ha Wein an, davon 106 ha in Steillagen. Es gab viel Lob für die auch preislich sehr moderaten Weine.
Baden war das dritte Reiseziel gewesen. Die Winzergenossenschaft Alde Gott in Sasbachwalden lieferte mit einem harmonischen Spätburgunder aus alten Reben, dessen Aromen prächtig nach Beeren und Schokolade dufteten, einen dynamischen Beweis für hohe badische Weinkunst.

Spätestens aber, nachdem dann die Weine vom Mittelrhein (Oberweseler Oelsberg) und von der Nahe (Niederhausener Hermannshöhle von J.Schneider aus Niedernhausen)  im Glas blinkten, war die heimische Weinwelt wieder im „richtigen“ Lot. Mit dem „Mythos-Wein (Mittelrhein-Riesling feinherb) aus dem Kultweinberg Oelsberg, wurde den Konventsfreunden gezeigt, dass am heimischen Rhein doch eigentlich noch immer die besten Urlaubsmitbringsel wachsen.

Beim Weinkonvent zum Hl. Goar wurden einige aus dem Urlaub mitgebrachten Weine verkostet (26.Sep. 2014)
 
 
Qualitäts- und exportorientiertes Weingut Ratzenberger empfing Weinkonvent zum Heiligen Goar- weltweit bekannt

Das VdP-Weingut Ratzenberger in Bacharach zählt zweifellos zu den weltweit bekanntesten Weingütern vom Mittelrhein. 60 Prozent der gesamten Produktion gehen jährlich in den Export, vor allem nach Nordeuropa, USA, Japan und China, neuerdings auch nach Frankreich und Spanien. Beim Gang durch die geräumigen Kellergewölbe im Steeger Tal fallen die umfangreichen, für Handel und Gastronomie schon vorreservierten Gebinde auf. Winzermeister Jochen Ratzenberger war ein aufmerksamer Gastgeber für die wissensdurstigen Mitglieder des Weinkonventes zum Heiligen Goar, die unter dem  Vorsitz von Präsident Stefan Krick den Winzer besuchten, um sich über die neuesten Entwicklungen beim Weinbau und beim Weinmarketing informieren zu lassen.
Die zwischendurch probierten acht Weine und ein hervorragender Bacharacher Rieslingsekt von 2008 waren dabei beste Begleiter beim Gang durch Weinberge, Garten und Keller, wozu Gastronom und Weinfreund Franz-Josef Gärtner mit einer „Fülligen“ Vesperplatte die richtige Grundlage schuf. Ratzenberger legt Wert auf lange Gärung, manchmal bis zu neun Monaten. Man spürt die Hefe noch beim Sekt. Aber dafür ist er auch bis zu 15/ 20 Jahre haltbar. Rieslinge stehen im Mittelpunkt, aber auch seine säurearmen Weiß- und Grauburgunder aus 2013 sind erfrischende, manche sagen, perfekte Weine geworden, mit leicht vegetativen Noten.
Den gleich sechsfach vorgestellten Rieslingen gebührt ohnehin die Krone. In den Lagen Posten und Wolfshöhle wachsen die Spitzenweine für die internationale Gastronomie. Herausragend der 2013er Steeger St. Jost Riesling trocken und das Große Gewächs aus der Wolfshöhle.
Präsident Stefan Krick fand angesichts dieser Fülle an hiesigen Spitzenweinen nur wenige, aber überzeugende Worte: „Für diese Weine ist ein Korkenzieher der beste Freund des Menschen!“

Weinkonvent zum Heiligen Goar auf Besuch im Weingut Ratzenberger in Bacharach am 16. August 2014

Gelungene Besuche in einem Weingut sind immer spürbare Erlebnisse für  Zunge, Gaumen und Augen. Im Garten des Steeger Winzers
Jochen Ratzenberger (vorn links), direkt an der steilen Weinlage St. Jost gelegen, ließen sich bei einer fachlichen Weinprobe alle Sinne trefflich entwickeln. Konventspräsident Stefan Krick (vorn rechts) hatte die Idee zu diesem sommerlichen
Treffen, dem weitere in anderen Weingütern folgen sollen
 
Die festliche Weinprobe zu Ehren des Hl. Goar fand im Winzerkeller in Urbar statt

Im Gedenken an den Heiligen Goar wurden anlässlich seines kurz vorangegangenen Namenstages Weine aus ganz Rheinland-Pfalz serviert. Man traf sich im mit alten Holzfässern ausgestatteten Bruchsteinkeller des Winzervereins in Urbar. Wein und Sekt hatten einige Weinfreunde bei der jährlichen Großveranstaltung „Wein im Schloss“ in Koblenz ausgewählt und stellten diese vor.

Am Anfang stand ein harmonischer 2012er Sekt aus Zell vom Weingut S. Fischer, der mit seiner Fruchtigkeit und Frische die Gaumenknospen öffnete und erfreute. Zum deftigen und dabei kulinarisch erlesenen Essen - aus dem Hause Beckmann - ließen ein noch junger 2013er Rheinhessen-Silvaner von Bungert-Mauer aus Ockenheim und auch der sehr potentialreiche 2012er Ahr-Frühburgunder QbA von Brogsitter eine innige Verbindung mit den Speisen zu.

Mit dem Nahe-Weißburgunder-S von Heinrich Schmidt aus Windesheim mit feiner, fast zarter, Aromatik, kam phonetische Bewegung in die Runde. Der folgende 2013er Moselriesling aus alten Reben aus der Lage Klüsserather Bruderschaft stammte aus dem über 300 Jahre alten Weingut F.J. Regnery.

Ein am Mittelrhein weniger bekannter Wein ist der Gewürztraminer mit seinen reichen Fruchtaromen. Das hoch dekorierte Weingut V. Ziegler Sohn aus Weyher hat einen über 400 Jahre alten Gewürztraminer-Weinberg und servierte daraus den 2013er Weyherer Michelsberg Spätlese trocken.

Mit der 2013er Bopparder Hamm Ohlenberg Spätlese von Florian Weingart, übernahm wieder der heimische Riesling sein unverwechselbares Zepter. Die St. Goars-Selection schloss mit einem in unseren Breiten noch nicht oft zu findenden Wein, einem 2009er Cabernet Sauvignon Barrique vom Weingut Hubert Müller aus Maikammer.

Präsident Stefan Krick zeigte sich mit der von Kellermeister Winfried Gerharz vorbereiteten Probe sehr zufrieden und dankte allen Helferinnen und Helfern.

Die festliche Weinprobe zu Ehren des Hl. Goar fand im Winzerkeller in Urbar statt

 
Der Weinkonvent zum Hl. Goar besuchte die Hessische Bergstraße - 7. Juli 2014 -

Ziel des diesjährigen Tagesausfluges des Weinkonvents zum Hl. Goar war die Hessische Bergstraße. Mit ca. 440 ha bestockter Rebfläche ist sie das kleinste der 13 deutschen Weinbaugebiete und zeichnet sich besonders durch die vielen unterschiedlichen Böden und eine recht große Rebsortenvielfalt aus.
Bereits zur Anfahrt reichte Präsident Stefan Krick zur Einstimmung einen Bergsträßer Sekt vom Roten Riesling aus dem Weingut Götzinger, der derzeit einzige seiner Art. In Bensheim/Auerbach wartete Winzermeisterin Christa Guth und lud zu einem Spaziergang auf dem Weinlagenweg ein. Sie führte rund um das Schloss Fürstenlager, der Sommerresidenz der Darmstädter Großherzöge, zum Teehaus mit Blick in die Rheinebene. Obwohl der leichte Nieselregen die Weitsicht beeinträchtigte, konnte das die allseits gute Laune der Entdecker keineswegs trüben. An den schönsten Punkten wie der Lionshütte, am Freundschaftstempel, oder unter mächtigen alten Eichen gab es die besonderen Weine aus den besten Winzerbetrieben der Region zu verkosten.
Im nur wenige Kilometer entfernten Heppenheim galt es eine bezaubernde Altstadt zu entdecken und sich für die kommende Weinprobe in der Bergsträßer Winzergenossenschaft  zu stärken. Herzlich willkommen geheißen vom „Weinurgestein“ Hans Engelhard, der launig und ausführlich über die Besonderheiten eines genossenschaftlichen Betriebes und des Weinanbaues an der Bergstraße erzählte, erfuhr man auch noch manch neues über Lemberger, Grauen Burgunder, Riesling und besonders über den neuen – alten Weißwein, den Roten Riesling.
Vor der Rückreise in die heimatliche Mittelrheinregion genoss man in der Weinschänke Gärtner in Zwingenberg ein deftig, kräftiges Abendessen und das eine oder andere Gläschen Wein.

Ziel des diesjährigen Tagesausfluges des Weinkonvents zum Hl. Goar war die Hessische Bergstraße.

 

Frühjahrsweinprobe beim Weinkonvent zum Heiligen Goar –Gedenken an einen Freund - 21. Mai 2014

Ein stilvoll eingerichteter Konventsraum auf der Burg Rheinfels ist das schöne Heim der St. Goarer Weinfreunde. Seit 10 Jahren treffen sich hier die Weinschwestern und –brüder unter dem biblischen Motto. „Der Wein erfreut des Menschen Herz“. Dem Gedenken an den verstorbenen Weinfreund Dr. Norbert Senger war die jetzige Probe gewidmet.

Ein mexikanischer Wein aus dem 1597 gegründeten, ältesten Weingut Amerikas, der Casa Madero aus dem Valle Parras, das von einem Neffen des Verstorbenen geleitet wurde, rundete die harmonische Veranstaltung ab.

Begonnen aber wurde mit einem prächtigen 2011er Weißburgunder-Sekt Hammersteiner Hölle extra brut aus dem Weingut Scheidgen in Hammerstein. Aus dem Haus der deutschen Weinkönigin Nadine Poss in Windesheim/Nahe stammte der nächste Wein, ein hochkarätiger 2011er Chardonnay-S. Ihm folgten vier reife Rieslinge sehr unterschiedlicher Ausprägung und Haltbarkeit. Zunächst eine 2010er Spätlese aus dem Haus Florian Weingart in Spay, dann ein 2009er St. Goarer Burg Rheinfels von Philipps als Cuvée aus alten und neuen Reben. Ihm folgten der 2009er Filzener Herrenberg aus dem Haus Reverchon und zuletzt der 2010er Classic von Stahl aus Dellhofen.

Der neue Präsident Stefan Krick dankte besonders dem Kellermeister Winfried Gerharz für die gelungene Zusammenstellung der Weine, die heute bei den Winzern zum großen Teil bereits ausverkauft sind.

Diskussionen gab es anschließend über die Lagerfähigkeit und die Ausbaumethoden bei den verschiedenen Winzern. Man war sich einig, dass der Mittelrhein weiterhin in leichten, fruchtigen Riesling-Weinen sein Hauptpotential sehen sollte.


Der stilvolle Konventsraum auf der Burg Rheinfels ist Ort der regelmäßigen Zusammenkünfte des Weinkonventes zum Heiligen Goar
 
Stefan Krick neuer Präsident des Weinkonventes zum Hl. Goar -15. April 2014

Dem neuen Konvents-Präsidenten Stefan Krick brachte Randolf Kauer, Winzer, Geisenheimer Weinprofessor und Präsident der Bacharacher Weinzunft, ein zugleich originelles, wie originales Begrüßungsgeschenk mit, nämlich einen Schieferstein aus der Bacharacher Weinlage Kloster Fürstental mit einem quadratischen Loch in der Mitte, geschlagen mit einem „Karscht“, der zweizackigen Hacke, wie sie der erste Ökowinzer am Mittelrhein bei seiner Arbeit im Steilhang benutzt.

Besser als mit diesen Steinen kann man die mühevolle Winzerarbeit am Mittelrhein kaum charakterisieren. Die von „Karscht“-Sammler Randolf Kauer anschließend geleitete Probe seiner hervorragenden, leichten Öko-Weine war ein Paradestück fachlich und önologisch sensibler Weinpräsentation. Der sechs Jahre alte Riesling Sekt brut, der 44 Monate auf der Hefe lag, und die sieben Weine aus seinen Lagen Bacharacher Kloster Fürstental bis Oberweseler Oelsberg mit ihren geringen Alkoholgehalten zwischen nur 11% und 12,5 %vol. waren für die fünfzig Weinfreunde aus St. Goar fast wie ein Spaziergang durch die Weingeschichte der Region.

Kauer bezeichnet sich selbst als Freund dieser leichten, nachhaltigen Kabinettweine, die mit wenig Alkohol, aber dafür mit reichen Geschmacksaromen, ideal zu jedem Anlass zu trinken sind und einen regen „kommunikativen“ Charakter entfalten.

Kauer, Krick und Pfarrer Wolfgang Krammes, der die vom Heiligen Goar vor 1500 Jahren inspirierte Gastfreundschaft am Rhein noch einmal in Erinnerung rief, fassten die Empfindungen der Weinfreunde mit ihren Worten bestens und kurzweilig zusammen. „Die leichten Weine vom Rhein sind unser unverwechselbares Markenzeichen“, „ein Korkenzieher ist der beste Freund des Menschen“ und „Gott will, dass wir fröhlich leben“. Dem brauchte der scheidende Präsident Michael Hubrath nur noch hinzuzufügen, dass seine beiden Präsidentenjahre mit vielen Höhepunkten und der Pflege des vom Konvent übernommenen St. Goaris-Erbes verbunden waren. Sein Dank erreichte alle Mitstreiter im Vorstand und Senat, und er vergaß auch nicht die immer hilfsbereite Damenwelt des Konventes zu loben.


Vor der beeindruckenden Kulisse des Schlossberges an der Burg Rheinfels in St. Goar wächst seit zwölf Jahren der vom Weinkonvent geförderte Kult-Wein „Vinum Sancti Goaris“. Mitten im Weinberg überreichte der bisherige Präsident Michael Hubrath (l.) seinem Nachfolger Stefan Krick für die nächsten beiden Jahre die goldene Präsidentenmedaille mit der Aufschrift „Der Wein erfreut des Menschen Herz“,

 

 
Weinkonvent zum Heiligen Goar wählt neues Präsidium
Präsident Michael Hubrath berichtet von erfolgreichem Konventsjahr

Von den Mitgliedern der Jahreshauptversammlung des Weinkonventes wurde jetzt im Hotel Loreleyblick Stefan Krick (58) für zwei Jahre zum neuen Präsidenten und Nachfolger von Michael Hubrath (56), beide aus St. Goar, gewählt.Die offizielle Amtsübergabe wird in einer festlichen Veranstaltung am 11. April in der Rheinfelshalle zu St. Goar erfolgen.Mit Präsident Stefan Krick wurde zugleich Dr. Gerhard Kleinz (63) aus St. Goar zum neuen Vizepräsidenten und designierten Nachfolger von Stephan Krick gewählt. In ihren Ämtern für die nächsten zwei Jahre bestätigt wurden Schatzmeister Hugo Kirschhoch und Kellermeister Winfried Gerharz.

Zum erweiterten Vorstand gehören zukünftig auch die neugewählte Senatorin Christiane Nowsch und Senator Thomas Philipps. Bestätigt als Senatoren wurden Walter Mallmann, Reinhard Franz, Wendelin Hoffmann, Hubertus Jacoby, Wolfgang Krammes, Gerhard Lambrich, Karl-Josef Perscheid und Lothar Wahl. Kassenprüfer wurden Doris Mühl und Adolf Meinung.

Der in Kürze scheidende Präsident Michael Hubrath zog eine erste positive Bilanz seiner beiden Präsidentenjahre. Als Höhepunkte sieht er die Durchführung mehrerer Weinproben, bei denen u. a. auch Weine aus der Nachbarschaft (z. B. von der „ebsch Seit‘ “) oder nach bestimmten thematischen Gesichtspunkten geprobt und bewertet wurden (Charta-Weine, Rotweine, badische Weine usw.). Ungewöhnlich informativ sei auch die mehrtägige Weinreise im Mai 2013 an den Kaiserstuhl und den Tuniberg in Baden gewesen, an der über dreißig Weinfreunde teilnahmen. Eine besondere Freude war auch die Teilnahme am Treffen der Mittelrheinischen Weinbruderschaften in Boppard anlässlich des Jubiläums „25 Jahre Weinkollegium Königliches Kelterhaus zu St. Remigius“ in Boppard.

Sein Fazit: „Mit allen rheinischen Weinkonventen verbindet uns eine enge, dem Welterbe Mittelrhein und seinem Wein verpflichtete, weinfreundliche Nachbarschaft. Möge der „Heilige Goar“ ein steter Beschützer unserer schönen Landschaft sein.“


Der zukünftige Präsident Stefan Krick (5.v.r.), der neue Vizepräsident Gerhard Kleinz (4.v.r.)
und der aktuelle Präsident Michael Hubrath (3.v.r.) werden umgeben vom neugewählten Präsidium des Weinkonventes zum Heiligen Goar

 

St. Goarer Weinkonvent und Hansenorden finden Gutes von Nahe

Der Hansensaal war bis auf den letzten Platz belegt als der Hansenmeister Helmut Kwiczorowski und der Weinkonventspräsident Michael Hubrath die Hansenbrüder und Weinfreunde zum traditionellen gemeinsamen Jahresauftakt mit einem Glas Pinot-Sekt Brut begrüßten. Den hatte Karl-Hans Poss aus Windesheim mitgebracht, ebenso wie seine charmante Ehefrau Martha. Tochter Nadine, die amtierende Deutsche Weinkönigin, war im Geiste dabei und lächelte jedem Teilnehmer aus dem von Reinhard Franz wieder in unnachahmlicher Weise gestalteten Begleitheft zu.
Zu den winterlichen Köstlichkeiten des Gasthauses Beckmann aus Urbar, reichte man einen 2011er Chardonnay „-S-„und eine 2007er Cuvée aus St-Laurent, Spätburgunder und Cabernet Dorsa, die mit der Benennung „Vinum Piccatum“ an die römischen Fundamente des Weingutes erinnerte.
Nach getanem Mahl berichtete der Gast über das Weingut Poss und seine Lagen in den Gemarkungen Windesheim, Waldlaubersheim und Winzenheim, wo er gemeinsam mit seinem Bruder auf 11 Hektar weit überwiegend Burgunder Weine anbaut. Dass sich Spezialisierung auszahlt, stellte er mit drei Gewächsen aus seiner aufsteigenden Weissburgunder – Linie vor, zunächst den frischen und fruchtigen Gutswein, dann die sortentypisch-aromatische „S-Klasse“ und zuletzt den großartigen, nachhaltig mineralischen Lagenwein, den 2011er Windesheimer Römerberg, auf rotem Sandstein gewachsen und für viele der absolute Favorit des Abends. Den Abschluss bildeten zwei bukettreiche Graue Burgunder vom Winzenheimer Berg, ein 2011er mit reichlich Alkohol und ein 2009er aus der Magnum-Flasche der bewies, dass auch ein nicht ganz junger Wein noch viel Frische bieten kann.
Die hohe Qualität des Dargebotenen ließ sogar passionierte Riesling-Trinker schwärmen und selbst eingefleischte Liebhaber von lieblichen Weinen zeigten sich von der feinen zurückhaltenden Säure der trockenen Burgunder äußerst angetan. Die Familie Poss stellte sich lange und offenbar gerne den noch vielfältig gestellten Fragen der Anwesenden, die noch das eine  oder andere Glas leerten und für die wieder einmal klar geworden war, dass viel Gutes an der Nahe liegt. Erst recht in der Goldgrube in Windesheim.


Unser Bild zeigt v.l.n.r: Hansenmeister Helmut Kwiczorowski, Konventspräsident Michael Hubrath, Karl-Hans und Martha Poss, Konventsvizepräsident Stefan Krick und Konventskellermeister Winfried Gerhards --10.Jan. 2014
 
Weinkonvent: Rotwein Probe am Nikolaustag

Passend zur Witterung hatte der Weinkonvent zum Heiligen Goar am Tag des  heiligen Nikolaus zur Rotweinprobe auf die Burg Rheinfels geladen. Viele Weinschwestern und Weinbrüder waren dem Ruf des Präsidenten Michael Hubrath ungeachtet der Unbilden der Witterung gefolgt. Zur letzten Veranstaltung des Jahres konnte Kellermeister Winfried Gerharz eine exzellente Auswahl von Rotweinen namhafter Weingüter, die Weinbruder Reinhard Franz in einer eigens dafür geschaffenen Weinkarte prächtig illustrierte, vorstellen.

Vor allem die Freunde des Burgunders kamen wieder auf ihre Kosten mit Spätburgundern aus Hammerstein, Piesport, Boppard und einer  alten Rebe aus dem Assmanshäuser Höllenberg. Die „Zwillings Cuvee“ aus dem Hause von Weinbruder Gerhard Lambrich zeigte eine gelungene Verbindung zwischen Spätburgunder vom Mittelrhein und badischem Frühburgunder. Appenheim und Ingelheim boten einen Frühburgunder und einen Saint Laurent auf und zum Abschluss erinnerte ein Nero d´Avola vom Fuße des Ätna daran, dass der heilige Nikolaus auch in Süditalien verehrt wird

Präsident Michael Hubrath zog eine kurze äußerst positive Bilanz des vergangenen Jahres und verknüpfte mit seinen guten Wünschen für das kommende Jahr einen Dank an alle Weinschwestern und Weinbrüdern für ihre Mitarbeit

weinprobe

Am Nikolaustag verkosteten die Mitglieder des Weinkonvents zum Hl. Goar eine Rotweinprobe exzellenter Tropfen,
die Kellermeister Winfried Gerhards anstellte und von Weinbruder Reinhard Franz in einer dafür eigens geschaffenen
Weinkarte prächtig illustriert wurde

 
Feierliche Neuaufnahmen beim Weinkonvent zum Hl. Goar

Unter den deutschen Weinkonventen dürfte es kaum eine schönere und stilvollere Neuaufnahme von Mitgliedern geben, als die in St. Goar. Eingeleitet wurde die diesjährige Feier durch das hervorragend disponierte Loreley-Bläser-Ensemble unter der Leitung von Joong-Heon-Yoon, das Stücke von Thomas Morley, Giovanni Gastoldi, Peter Tschaikowski und Mozart präsentierte.

In der mit Kerzenlichtern geschmückten Stiftskirche hatten sich über dem Grab des Hl. Goar die Weinschwestern und Weinbrüder versammelt. Konventspräsident Michael Hubrath stellte die beiden zur Neuaufnahme anstehenden Kandidaten Brigitte Runzheimer aus Hungenroth und Thomas Stein aus Urbar vor und nahm ihnen das traditionelle Aufnahmeversprechen ab. Danach wurden ihnen durch ihre jeweiligen Bürgen der blaue Umhang und die silberfarbene Plakette umgehängt. Die beeindruckende Erhabenheit des spätgotischen Gotteshauses gab der Feierstunde eine sehr weihevolle Note. In einer kurzen Ansprache hatte Pfarrer und Weinbruder Wolfgang Krammes zuvor unter Hinweis auf den Hl. Goar von der Freiheit des Menschen gesprochen, die nur aus der uneingeschränkten Liebe Gottes zu den Menschen entstehen könne.

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, sei gleichzeitig auch eine Aufforderung zur gesellschaftlichen Verantwortung, die der Konvent überzeugend wahrnehme, so bei der Unterstützung der „Tour der Hoffnung“ und auch durch die Förderung von kulturellen Aufgaben.

weinprobe

Unser Bild zeigt die Mitglieder des Weinkonvents zum Hl. Goar anlässlich ihrer Neuaufnahmefeier in der St. Goarer Stiftskirche. Neu aufgenommen wurden Brigitte Runzheimer ( 3.v.r.)  und Thomas Stein (3.v.l.)

 
Die Trauben für den Vinum Sancti Goaris sind gelesen

Ein rundes Dutzend ehrenamtlich engagierter Erntehelfer des Weinkonvents zum Hl. Goar brachten im unterhalb der Burg Rheinfels gelegenen städtischen Weinberg die Trauben für den Jahrgang 2013 des Vinum Sancti Goaris ein. Ortsvorsteher Michael Hubrath (im Bild unten rechts), gleichzeitig amtierender Konventspräsident, freute sich mit seiner Mannschaft über ein quantitativ und qualitativ gutes Lesegut und er ist  überzeugt, dass davon im Keller von Weinbaupräsident Gerhard Lambrich wieder ein guter Tropfen reifen wird.

 
weinlese
 

Heiliger Goar meets Heilig Grab

Sein „Besuch im Weingut“ führte den Weinkonvent zum Heiligen Goar diesmal zur Familie Schoeneberger ins Weinhaus Heilig Grab nach Boppard. Im schönen Innenhof, der die Atmosphäre vieler Jazz- und Swingkonzerte atmete, lauschte man nach einer kurzen Kellerführung dankbar bei sommerlichen Temperaturen und geschützt gegen die Nässe von oben den Worten des Chefs des Hauses.
Der beschrieb unterhaltsam und engagiert die Vorteile eines Familienbetriebes und der Konzentration auf zwei Rebsorten und schilderte die hausinternen strengen Auswahlverfahren bei der Weinbereitung. Sehr leicht war dies nachzuvollziehen, konnte er doch erlesenste Spätburgunder - und Rieslinggewächse präsentieren.
Vom ausgezeichneten Roten ging es zum Spätburgunder Weißherbst, der zur nachmittäglichen Stunde hervorragend mundete. Die Rieslinge, ob trocken, halbtrocken, lieblich oder edelsüß ließen alle Spielarten des Bopparder Hamms brillieren, vom fein mineralischen Fässerley  bis zum kräftigen, fruchtigen Mandelstein. Der Genuss der Weine und der heraufziehende Abend bereiteten den Weg für einen reichhaltigen Vesperteller, der seinerseits die Grundlage für den Genuss manch weiteren Schoeneberger´schen Meisterstücks schuf.
Das vom Hausherren ausgegebene Motto des Abends leuchtete sogar denjenigen ein, welche unter dem bundesligafreien Samstag zu leiden gedroht hatten. Die Devise, „Der Riesling hat geholfen“ hätte sicher auch dem Heiligen Goar gefallen.

beim winzer heilig grab

Sein „Besuch im Weingut“ führte den Weinkonvent zum Heiligen Goar zur Familie Schoeneberger ins Weinhaus Heilig Grab nach Boppard.

Weinkonvent zum Hl. Goar: Kaiserstühler Nachprobe

Zu einer gelungenen Nachprobe traf sich der Konvent in der St. Goarer Rheinfelshalle, um in Bildern und an Hand von neun „Objekten der Wein-Begierden“ in den Erinnerungen zu lesen, die vor einigen Wochen Realität waren beim dreitägigen Besuch in sechs der besten badischen Weingüter.
Präsident Michael Hubrath brachte es auf den Punkt als er diese von Weinfreund Adolf Meinung vorbereitete Reise als eine der schönsten Weinreisen des Konventes überhaupt bezeichnete.
Neun hochwertige Kreszensen von sechs qualitätsbewussten Winzern rund um Kaiserstuhl und Tuniberg erfuhren jetzt eine lebendige Auferstehung beim Weinkonvent und brachten die Gaumen noch einmal zum Jubeln. Kellermeister Winfried Gerharz hatte alles vorbereitet und die Weine eingekauft. Weinfreund Franz-Josef Gärtner vom „Loreleyblick“ hatte die gastronomische Betreuung übernommen.

Der „schmelzende“ 2010er  Pinot Noir von der  Winzergenossenschaft aus Durbach, im Eichenfass gereift, eröffnete die herzhafte Nachprobe. Mit einem 2011 er Spätburgunder Kenzinger Hummelberg SL aus einem der besten Rotweingüter Deutschlands der letzten 10 Jahre, von Leopold Schätzle aus Endingen, wurde sie fortgesetzt.

Die für Baden typischen Burgunder zeigten einmal mehr ihre hohe Klasse in den folgenden Grauburgundern „Paul“,“ Pius“ und „Pia“  von Reiner Probst aus Achkarren und des VDP-Weingutes Bercher („Burkheimer Schlossgarten“), die bereits seit Jahrhunderten hier auf der Sonnenseite des Kaiserstuhles Weinbau betreiben. Für die Besucher war das kleine Weingut Isele in Niederrimsingen am Tuniberg die Überraschung der Reise. Sowohl der Weiße als auch der Spätburgunder waren von Konrad Isele perfekt ausgebaut worden und haben ganz hohe Qualitäten. Das VdP-Weingut Stigler in Ihringen setzte mit seinem fruchtigen 2012er Silvaner („Erste Lage“) einen bemerkenswerten Zwischenakzent, ehe es dann in Durbach noch mit dem Klingelberger den einzigen, und am Kaiserstuhl seltenen, kräftigen Riesling auf der Reise gab. Mit dem wenig angebauten roten Traminer, der „Clevner“-Auslese 2011, fand die Nachprobe einen köstlichen Abgang.

Mitglieder weinkonvent

Mitglieder des Weinkonvents am Kaiserstuhl

Mit seiner „Goars Selection“ Weinprobe gedenkt der Weinkonvent zum Heiligen Goar jährlich seines Namensgebers.
goars selection

Die "Goars Weinprobe" im Konventsraum auf der Burg Rheinfels

Da der Goarstag  am 6.Juli heuer mit dem Besuch des Treffens der mittelrheinischen Weinbruderschaften in Boppard zusammen traf, wurde der Event am 12. Juli im Konventsraum auf der Burg Rheinfels nachgeholt. Was Kellermeister Winfried Gerharz hier präsentierte, hätte sicher auch unserem Weinheiligen große Freude bereitet.

Zur Vorbereitung hatten sich acht Weinbrüder bereits in den frühen Morgenstunden des 5. Mai auf den Weg nach Koblenz gemacht um bei der Veranstaltung „Wein im Schloss“ die ganze Vielfalt der Weine unseres Rheinland-pfälzischen Heimatlandes zu erleben und mit wachen Geschmacksknospen, wie Weinbruder Wendelin Hoffmann betonte, der Selection würdige Gewächse auszuwählen. Dies war offenbar hervorragend gelungen, denn aus dem Kreise der Daheimgebliebenen erhob sich großes Lob ob Qualität und Vielfalt des Dargebotenen. Die außerdem von Weinbruder Reinhard Franz in bekannt unnachahmlicher Ästhetik und Sorgfalt vorgelegte bebilderte „Sitzungsvorlage“ tat ihr übriges.

Die Südpfalz durfte die Probe eröffnen mit einem Sekt, dem Siebeldinger Königsgarten Blanc de Noir vom Weingut Wilhelmshof, der mit seinen belebenden Fruchtsäuren die Geschmacksnerven belebte. Die Ahr zog eindrucksvoll nach mit einer trockenen Spätburgunder Auslese, einem Ahrweiler Rosenthal von der Winzergenossenschaft Mayschoss, der die Spätburgunderfreunde durch seine dichte Struktur und Burgundertypizität zu Recht zum Schwärmen brachte. Im Reigen der Weißweine legte das sortenreiche Rheinhessen vor und ließ einen wunderbar frischen Sauvignon Blanc des Weingutes Gres aus Appenheim sommerliche und sortentypische Stachelbeeraromen vorantragen. Die Nahe konterte gut mit einem großen Windesheimer Weissburgunder aus dem Weingut Lindenhof, der die Burgunderaromen wieder in Erinnerung brachte, bevor die Vorderpfalz in Gestalt der Winzergenossenschaft Herxheim am Berg mit ihrer trockenen Spätlese vom Herxheimer Honigsack aus dem  500-Liter Fass unter Beweis stellte, wie edel ein Chardonnay sein kann.  Damit war der Boden bereitet für den König der Weine. Der Riesling musste natürlich von der Mosel und vom Mittelrhein kommen. Der feinherbe Graacher Domprobst Spätlese vom Weingut Kees-Kieren und Matthias Müllers Bopparder Hamm Spätlese Edition MM ließen einander nichts nach  und zeigten dabei eindrucksvoll die Bandbreite des Rieslings, wobei letztlich nicht nur aus Lokalpatriotismus der  große Abgang dem Wein vom Mittelrhein  vorbehalten blieb.

Den finalen Beifall aber heimste Präsident Michael Hubrath ein, als er zum Abschluss nicht all denen dankte, welche die Schätze aus den Ecken des Landes zusammengetragen hatten, sondern auch die verbliebenen Flaschen zum Erwerb freigab.  Bereits nach wenigen Minuten konnte Schatzmeister Hugo Kirschhoch Vollzug feststellen und seine neue Liste der Einzugsbeträge mit einem verschmitzten Lächeln einstecken.

 
Mittelrhein-Weinkönigin Anna Persch zu Gast beim Weinkonvent zum Hl. Goar

jungwein probe

v.l.n.r.: Winzer Jürgen Wiegand, Kellermeister Winfried Gerharz, Winzer Martin Philipps, Mittelrhein-Weinkönigin Anna Persch,
Winzer Thomas Philipps und Konventspräsident Michael Hubrath

Aus Anlass der Jungweinprobe 2012 war Weinkönigin Anna Persch aus Oberwesel erstmals zu Gast beim Weinkonvent zum Hl. Goar. Neben der Weinkönigin konnte der Präsident des Weinkonvents Michael Hubrath auch die Konventswinzer Thomas und Martin Philipps und Jürgen Wiegand begrüßen, Gerhard Lambrich war leider beruflich verhindert. Die von Kellermeister Winfried Gerharz in Zusammenarbeit mit den Winzern zusammengestellte Weinprobe wurde wie immer von Weinbruder und Ex-Präsident Reinhard Franz bildlich toll präsentiert.

Begrüßt wurden die Konventsmitglieder mit einem erst vor wenigen Wochen degorgierten 2009 Riesling Sekt Brut des Weinguts Philipps Mühle. Zur Vesperplatte folgte dann ein 2011er St. Goarer Burg Rheinfels Spätlese Cuvée Cabernet Dorsa & Spätburgunder vom Nebenerwerbswinzer Jürgen Wiegand, der dann noch im weiteren Verlauf der Probe seinen 2012 er Riesling Kabinett feinherb vorstellte. Die Philipps Brüder konnten neben der Vorstellung ihrer Weine, einem 2012er St. Goarer Burg Rheinfels Riesling trocken und einem süßen leckeren 2012er St. Goarer Ameisenberg Riesling auch von den Launen der Natur berichten. Bevor ein Winzer seinem Gast einen Wein anbieten kann, kämpft er mit zunächst witterungsbedingten Krankheiten im Weinberg.

Aber auch Vögel und Wildschweine wollen den Winzer um den Ertrag ihrer oft mühevollen Arbeit bringen. So konnte auch der Konventspräsident von der letztjährigen Lese des Vinum Sancti Goaris bei ungemütlichem nasskaltem Wetter berichten. Nichtsdestotrotz hat der feinherbe 2012er Vinum Sancti Goaris, ausgebaut vom Weingut Goswin Lambrich den Teilnehmern der Jungweinprobe geschmeckt. Der Weinkönigin Anna blieb es vorbehalten, die Weine des im letzten Jahr mit einem Staatsehrenpreis ausgezeichneten Weinguts Goswin Lambrich zu präsentieren.

Auf ihre charmante Art und gepaart mit Fachwissen stellte sie einen 2012er Burg Rheinfels Riesling Hochgewächs trocken und einen Oberweseler St. Martinsberg Gewürztraimer lieblich vor. Auch ein von ihr besprochner 2012er Bopparder Hamm Ohlenberg halbtrocken des diesjährigen Gastwinzers Weingut Königshof Fam. Ries-Gräf mundete den Probeteilnehmern.

Wie beim Weinkonvent üblich, verlief der Abend in einer angenehmen und harmonischen Atmosphäre und Konventspräsident Michael Hubrath bedankte sich zum Schluss der Jungweinprobe mit einem Blumenstrauß bei der Mittelrhein-Weinkönigin Anna Persch für ihren Besuch. Die Probenteilnehmer waren sich einig, ein Riesling vom Mittelrhein macht ganz einfach Spaß auf mehr…!
 
Weinkonvent zum Heiligen Goar überschreitet Grenzen

Das Motto der Veranstaltung des Weinkonvents „Weine von der ebsch?? Seit`“ am 12. April 2013 gab Anlass zum Philosophieren und Probieren. Gibt es eine Lösung für die Frage, welche Seite des Rheins nun wirklich die „falsche“ ist und was ist mit den Winzern, die jeweils auf der anderen Seite ihre Weinberge haben?
Kellermeister Winfried Gerharz hatte sich weit auf die ebsch Seit` vorgewagt und deren Gewächse geprüft. Und was er dort gefunden hatte, konnte sich sehen und schmecken lassen. Der Weiße Burgunder aus der Hammersteiner Hölle gab sowohl zur Einstimmung einen hervorragenden Winzersekt zum Besten als auch einen trockenen und eleganten 2012er Wein. Zwei trockene Rieslinge aus dem Östricher Doosberg und den Hammersteiner Layfelsen machten Lust auf mehr. In der feinherben Abteilung näherte man sich wieder der näheren Heimat. Als Produkte Oberweseler Winzer aus Kauber Weinbergen genoss man das saftige „Überrheiner Gold“ aus dem Backofen und wagte einen Blick von den luftigen Höhen des Roßsteins.  Ein Griff über die Landesgrenzen hinaus zeigte, dass auch 2006 in Östrich schon hervorragender Wein gemacht wurde, bevor eine 2011er Auslese aus dem Kauber Backofen den krönenden Abschluss machte.
Spätestens damit war allen klar,  dass  auch auf der falschen Seite des Rheins  richtig gute  Weine wachsen können und zumindest aus der Sicht des Weingenießers eine Einordnung des anderen Rheinufers als „ebsch“ nicht geboten ist.  

weinprobe

Der Weinkonvent zum Hl. Goar verkostete am 12. April 2013 „Weine von der ebsch?? Seit`“
im Konventsraum auf der Burg Rheinfels

 
Der 2012er Vinum Sancti Goaris wurde ein guter Tropfen

Seit dem Jahr 2007 wird auf dem durch den Mittelrhein-Weinbaupräsidenten Gerhard Lambrich im Auftrag der Stadt St. Goar neu angelegten Weinberg im Schlossberg unterhalb der Burg Rheinfels ein hervorragender Riesling geerntet.
Der gute Tropfen kann nicht gekauft werden, da er seiner Zeit für mutige Weinliebhaber reserviert wurde, die damals an den Erfolg des von Stadtbürgermeister Walter Mallmann initiierten Modellprojektes “Vinum Sancti Goaris” glaubten und sich finanziell daran beteiligten. Aber auch die betagten Bürger der Stadt erhalten bei einem runden Geburtstag ein Präsent des St. Goarer Kultweins.
In diesen Tagen wurde die letztjährige Ernte in abgefüllt. Der Ertrag von 760 Flaschen des feinherb ausgebauten Rieslings ist von der Quantität zufriedenstellend. Von dessen hervorragender Qualität überzeugten sich Michael Hubrath, der Präsident des Weinkonvents zum Hl. Goar, mit seinen Vorgängern Walter Mallmann, Wendelin Hoffmann und Reinhard Franz gemeinsam mit Konvents-Kellermeister Winfried Gerharz im Weingut von Gerhard Lambrich.

Goariswein

Unser Bild zeigt v.l.n.r.:
Winfried Gerharz, Wendelin Hoffmann, Michael Hubrath, Gerhard Lambrich, Walter Mallmann und Reinhard Franz.

Jahreskonzil des Weinkonvents zum Heiligen Goar

Der Weinkonvent zum Heiligen Goar zeigte sich anlässlich seines jährlichen ordentlichen Konzils 2013 im Gasthaus Loreleyblick fortschrittlich und stellte seine Fähigkeit zum Multitasking unter Beweis.
Während Präsident Michael Hubrath durch die Tagesordnungspunkte führte, seinen Geschäftsbericht vortrug und die anstehenden Termine präsentierte, Schatzmeister Hugo Kirschhoch das ausgeglichene wirtschaftliche Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres erläuterte und sich gegenüber den technischen Herausforderungen des neuen Lastschriftverfahrens gelassen zeigte, sorgte Kellermeister Winfried Gerharz unterstützt von Altpräsident Reinhard Franz mit einer Auswahl von Weinen aus den Beständen des Konvents dafür, dass aus früheren Proben verbliebene Kostbarkeiten nicht dem weiteren Vergang anheimgegeben wurden. Gleichzeitig hatte Weinbruder Franz-Josef Gärtner für eine passende kulinarische Unterlage gesorgt.
Der Präsident war in seinem Rückblick mit dem vergangenen Jahr zufrieden und dankte allen Beteiligten, insbesondere auch den helfenden Händen der Partnerinnen und Partner der Mitglieder. Er hob aus den für dieses Jahr bevorstehenden Events die Weinreise nach Breisach vom 24. bis 26. Mai hervor, auf die er sich schon sehr freue und für die sogar noch einige Plätze frei seien.
Nach knapp zwei Stunden war die Versammlung sich einig, dass man ordentlich abgearbeitet habe und einige verbliebene Restanten aus dem Fundus des Kellermeisters auch noch außerhalb der Tagesordnung erledigen könne.

Jahreshauptversammlung

Der Weinkonvent zum Hl. Goar hielt Rückblick und plant in die Zukunft
Staatsehrenpreis und Mittelrhein Riesling Charta
- Weinkonvent zum Hl. Goar bei Weinbaupräsident Gerhard Lambrich

Die Augen des erfahrenen Winzers aus Oberwesel - Dellhofen glänzten voller Stolz, als er seinen vierzig Freunden, die -mit ihrem Präsidenten Michael Hubrath an der Spitze- in das Weingut kamen, die Palette herausragender Weine vorstellen konnte, die dem von Vater Gerhard und Tochter Christiane modern geführten Traditionshaus vor zwei Monaten den Staatsehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz einbrachten.

Zehn herausragende Weine der Jahrgänge 2010 und 2011 sowie ein perfekter, flaschengereifter Winzersekt aus 2008 waren die
Grundlagen für eine excellente und fachlich sehr fundierte Weinprobe.
Der hohe Standard der Lambrichweine zeigt sich auch in der hochmodernen Kellerwirtschaft, die ständig verbessert wird. Einige Rieslinge reifen sogar einige Zeit in neuen Barriquefässern, nicht zu ihrem Nachteil, wie die Proben zeigten. Alle Flaschen werden demnächst nur noch mit Schraubverschluß ausgeliefert.

Nicht zuletzt dem unermüdlichen Einsatz von Präsident Gerhard Lambrich verdankt auch die Mittelrhein Riesling Charta, der jetzt 38 Weingüter vom Mittelrhein angehören, einen erheblichen Teil ihrer Lebenskraft.  Mit den hochprofilierten und anspruchsvoll festgelegten Chartaregeln soll dem Mittelrheinwein ein dem Welterbeanspruch genügendes Qualitätsprofil zurückgegeben werden.
Drei Rhein-Weintypen werden die Charta künftig repräsentieren: „Handstreich“, ein moderner, filigraner, feinfruchtiger Riesling, (max. 11 % Alc.), „Felsenspiel“, ein bodenständiger Classic-Riesling (mit max. 13 % Alc.) und das sehr reduzierte „Meisterstück“, trocken, vollmundig, nachhaltig (mind. 13 % Alc.).

Der St. Goarer Weinkonvent hofft,  dass auch aus dem St. Goarer Schlossberg, den Gerhard Lambrich für die Stadt St. Goar betreut, vielleicht einmal ein Original- St. Goaris zum Chartawein werden könnte.

WP Lambrich

Auf den Staatsehrenpreis für den Familienbetrieb Goswin Lambrich in Oberwesel-Dellhofen wird der herzliche Glückwunsch des Weinkonventes zum Hl. Goar natürlich mit dem Charta-Wein „Handstreich“ des Hauses ausgesprochen.

Konvents-Präsident Michael Hubrath (l.) und Vizepräsident Stefan Krick (2.v.r.)
gratulieren der Weinschwester und Winzerin Christiane Lambrich-Henrich
und dem Weinbaupräsidenten Gerhard Lambrich
zur herausragenden Ehrung.

Weinkonvent und Hansen starteten in das neue Weinjahr

Mit ihrer traditionellen gemeinsamen Weinprobe begrüßten der Weinkonvent zum Hl. Goar und der St. Goarer Hansenorden das neue Jahr. Mit großem Hallo und einem Lorenz Secco stießen über 80 Hansenbrüder, Weinschwestern und –brüder im renovierten und festlich hergerichteten Hansensaal auf das Wiedersehen an. Zum kulinarischen Vergnügen wurde bereits die Vorbereitung auf den späteren Weinkonsum mit Hilfe des vom Winzerhaus in Urbar gelieferten St. Goarer Rinderbratens mit exquisiten Beilagen, begleitet von Spätburgunder und Riesling „Alte Rebe“ aus dem Weingut Toni Lorenz.

Nach der Begrüßung durch Hansenmeister Helmut Kwiczorowski und Konventspräsident Michael Hubrath sorgte das Ehepaar Martina und Joachim Lorenz für die Conference. Bei wohl mundenden Spätburgunder- und Riesling-Kreszenzen gab es vom Bopparder Hamm und seinen Lagen Fässerley, Feuerlay und Mandelstein viel zu erfahren und zu erschmecken.

Joachim Lorenz berichtete über das Weingut und verdeutlichte sein Bekenntnis zur rieslingtypischen harmonischen Säure. Seine Gattin, die ehemalige Mittelrhein-Weinkönigin und deutsche Weinprinzessin Martina Lorenz, plauderte vom laufenden Ausbau des Restaurants und den im kommenden Jahr anstehenden Jubiläumsfeierlichkeiten in ihrem Hotel Landknecht sowie von ihren Bestrebungen, auch die weniger bekannten Besonderheiten des Mittelrheintales, wie die Relikte des Bergbaus oder seine Kirschenvielfalt, den Gästen nahe zu bringen. Obwohl Joachim Lorenz gestehen musste, dass er viele seiner Weine schon aus verkauft habe und zur Zeit „nur“ Riesling Weißweine anbieten könne, waren´s die Weinkenner und Weinliebhaber angesichts der Qualität des Dargebotenen zufrieden und so endete der Abend harmonisch wie er begonnen hatte und mit dem Gefühl, so oder so ähnlich könne das Jahr weitergehen.

Wp-Hansen

Unser Bild zeigt v.l.n.r.: Konventspräsident Michael Hubrath, das Winzerehepaar Joachim und Martina Lorenz
sowie Hansenmeister Helmut Kwiczorowski

Drei feierliche Neuaufnahmen am 23. November 2012 beim Weinkonvent zum Heiligen Goar –
Über 2000.- Euro für Lotsendenkmal gespendet

Die hochgotische Stiftskirche zu St. Goar ist die geistige Heimat und regelmäßiger Treffpunkt des Weinkonventes zum Heiligen Goar. Hier treffen sich seit der Gründung im Jahre 2002 die Weinschwestern und Weinbrüder des Konventes zur feierlichen Aufnahme neuer Mitglieder. Im Rahmen der Feier, die von einer geistlichen Lesung durch Pfr. Wolfgang Krammes, Gesängen sowie einer musikalischen Begleitung umrahmt wird, erhalten die neuen Mitglieder durch ihre Weinpaten die glänzenden, dunkelblauen Umhänge und die silberne Halskette mit dem Bild des Heiligen Goar. Mit ihrem Gelöbnis auf Gott und den Heiligen Goar legen sie dann vor allen Konventsmitgliedern das Versprechen ab, sich allzeit im Sinne des Wahlspruchs des Konventes „Der Wein erfreut des Menschen Herz“  für das Wohl des Weines in der Weinlandschaft Mittelrhein und in St. Goar einzusetzen.
Unter den festlichen Klängen des bestens disponierten Loreley-Ensembles überreichte jetzt
Konventspräsident Michael Hubrath den beiden neuen Weinschwestern Margit Bier aus St. Goar-Werlau und Christiane Nowsch aus St. Goar-Biebernheim sowie dem Weinbruder und Juniorwinzer Martin Philips aus St.Goar-Gründelbach ihre Insignien..
Welch großartige Weinqualität am Mittelrhein geboten wird, demonstrierte im Anschluß an die kirchliche Feier VdP-Winzer Jörg Lanius aus Oberwesel in der Rheinfelshalle mit seinen Weinen bei einem festlichen Bankett. Dazu bot ein von Weinbruder  und Forstrevierleiter Hubertus Jacoby erlegtes Wildschwein zunächst die Gaumengrundlage, das von Weinbruder Franz-Josef Gärtner und seiner Schwester Helga Gärtner-Harke zu einem köstlichen Wildgulasch festlich zubereitet wurde. Ein Riesling Sekt Brut, und ein Engehöller Bernstein Riesling Kabinett standen am Anfang der Weinprobe, denen eine Palette von sieben ausdrucksstarken Rieslingen aus der Engehöll, darunter zwei der seltenen Großen Gewächse, ein Engehöller Bernstein von 2011 und ein immer noch hochreifer, aromatisch duftender Bernstein aus 2002, weitere Glanzlichter aufsetzen sollten. Alle Weine verkörpern im Geschmack genau den Typus der für ihre Schieferlagen, teilweise mit Lehmauflage, bekannten und sehr  mineralischen Weine der Lagen Bernstein und Goldemund in der Engehöll.
Weinbruder Landrat Bertram Fleck, der in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Weinwerbung Mittelrhein, direkt von der Preisverleihung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz in Trier nach St. Goar gekommen war, überraschte mit der Nachricht, dass Weinbruder und Winzermeister Gerhard Lambrich aus Oberwesel-Dellhofen,  Präsident des Weinbauverbandes Mittelrhein, für seinen Betrieb einen von nur vier an diesem Tag verliehenen Staatsehrenpreisen erhalten habe. Die Versammlung quittierte diese hocherfreuliche Nachricht mit großem Applaus und gratulierte ihrem Weinbruder herzlich.
Jörg Lanius durfte am Ende noch einmal alle Register seines Weinkabinetts ziehen und präsentierte drei kaum noch steigerungsfähige, edelsüße Weine, eine Spezialität seines Hauses, die mit einer Beerenauslese aus dem Oberweseler Oelsberg dann endgültig ihren duftenden Höhepunkt fand. Als Präsident des Lions Club Rheingoldstrasse konnte Jörg Lanius eine Spende von € 1000.- für das künftige St. Goarer Lotsendenkmal ankündigen. Durch eine spontane Spendenaktion unter den Weinfreunden konnte dieser Betrag noch auf über € 2000.- aufgestockt werden.
Präsident Michael Hubrath, Ortsvorsteher der St. Goarer Kernstadt, brachte es in seinem Schlusswort auf den Punkt: „Danke, das war ein großer Tag für unseren Weinkonvent. Möge er weiter so wachsen und gedeihen“.

neuaufnahme

Die Weinschwestern und Weinbrüder zum Heiligen Goar umstehen den Altar der Stiftskirche.
In der Mitte hinter dem Altar stehen (v.l.)  die neuen Mitglieder
Martin Philips,  Margit Bier, Präsident Michael Hubrath und Christiane Nowsch.

Der Weinkonvent brachte die Ernte 2012 des Vinum Sancti Goaris ein

michael

Rund ein Dutzend Erntehelfer aus der Mitgliedschaft des Weinkonvents zum Hl. Goar waren dem Aufruf von dessen Präsidenten Michael Hubrath gefolgt und lasen die Trauben im unterhalb der Burg Rheinfels gelegenen Weinberg, der im Auftrag der Stadt St. Goar vom Weingut des Mittelrhein-Weinbaupräsidenten Gerhard Lambrich bearbeitet wird.

Michael Hubrath: „Der diesjährige Ertrag mit voraussichtlich etwa 750 Flaschen des Vinum Sancti Goaris liegt im Durchschnitt letzter Jahre, kommt aber bei Weitem nicht an die letztjährige Rekordernte heran.“

Die Qualität, so war zu erfahren, ist allerdings vielversprechend. Das Mostgewicht entspricht dem eines mittleren Jahrgangs, der in Deutschland zwischen 70 und 80 Grad Öchsle liegt.

„Der Ertrag reicht aus, um unsere Optionsscheininhaber, die sich die guten Tropfen bis zum Jahr 2017 gesichert haben, alle komplett zu bedienen“, erklärte Stadtbürgermeister Walter Mallmann, „und es bleibt auch genügend für die Präsente unserer betagten städtischen Jubilare bei einem runden Geburtstag übrig.“

 

 

im weinberg mit goar

Konventspräsident Michael Hubrath:
„Der diesjährige Ertrag, mit voraussichtlich etwa
750 Flaschen des Vinum Sancti Goaris,
liegt im Durchschnitt letzter Jahre
und kommt bei Weitem
nicht an die letztjährige Rekordernte heran.“

bei der weinlese

Rund ein Dutzend Erntehelfer
des Weinkonvents zum Hl. Goar
lasen die Trauben im unterhalb der
Burg Rheinfels gelegenen Weinberg

Auf den Spuren des heiligen Goar: Trier

Am bis dahin vielleicht schönsten Tag dieses Jahres machten sich die Mitglieder des Weinkonventes zum Heiligen Goar bei guter Zeit am Samstagmorgen auf den Weg gen Trier. Galt es doch zu überprüfen, ob der 2011er jenseits des Hunsrücks mit dem vom Mittelrheinwein konkurrieren könne.
Mit wenig Gepäck, strahlender Sonne und nach Einnahme eines von präsidentieller  Hand eigens zubereiteten Imbisses erreichte man pünktlich die erste Station, den Karthäuserhof in Trier-Eitelsbach an der Ruwer. Dort erwartete uns nicht nur die „2011 Tyrell´s Edition Eitelsbacher Karthäuserhofberg Riesling Spätlese trocken“, der Siegerwein des internationalen Wettbewerbes „best of riesling“, sondern auch der Tag der offenen Tür mit zehn führenden Prädikatsweingütern aus Franken, Baden, dem Rheingau und der Pfalz, von Nahe, Mosel und Ahr sowie ein Gast aus Mallorca. Qualität und Bandbreite der gebotenen Weine waren beeindruckend und luden nicht nur zum Genießen sondern auch zu vielfachen Fachsimpeleien ein.
Wer zudem das schmackhafte Angebot der Gastronomie annahm, war gerüstet für die Weiterfahrt in die ehemalige Weltstadt Trier. Die Stadtführung unter dem Motto „mit  zweitausend Schritten durch zweitausend Jahre Geschichte“ war ein physisch wie intellektuell anspruchsvolles Unterfangen. Doch auch hier konnten die Weinschwestern und –brüder locker mithalten und sogar aus der Sankt Goarer Geschichte Wissenswertes beisteuern.
Da kam es dann recht gelegen, die imposanten Keller der Bischöflichen Weingüter hinabzusteigen und in angenehmer Kühle wieder dem Hauptzweck der Reise nachzugehen. Anders als seinerzeit  der Heilige Goar wurden die Weinfreunde nicht wegen ihrer Lebensweise gerügt,  sondern gastlich empfangen, vom (Herrn) Engel des Bischofs. Dieser kredenzte und erklärte nicht nur mit großem Wissen die vielen guten hauseigenen Lagen von der Mittelmosel bis zur Saar und die Logik der „bischöflichen Rieslingpyramide“, sondern überlieferte zu jedem Gewächs auch das Rezept seiner dazu passenden Lieblingsspeise. 
Das machte Appetit und so kam es gerade recht, das direkt aus der bischöflichen Unterwelt eine Treppe in das Restaurant „CUMVINO“ führte wo man bei gutem Essen und –endlich- einem Glas Wein im schönen Garten entspannen und das Erlebte Revue passieren lassen konnte. Als Hunger und Durst endlich gestillt waren, sorgte der Reisedienst Vogt dafür, dass man sicher und schnell wieder die Heimat erreichte. Manch einer spekulierte angesichts der erlebten Gastlichkeit ob der Heilige Goar nicht vielleicht ein wenig dahinter gesteckt habe und Präsident Michael Hubrath strahlte ob des vielfältigen Lobes für den gelungen Ausflug wie die Sonne an diesem Tag. Aber die hatte sich da schon lange zur Ruhe begeben.

im bus
rasr
auf dem Rasrplatz
ankunft im weingut im weingut
stadtrundgang kirchenbesichtigung
Gruppenfoto im weinkeller
die weinprobr weinbrobe im keller
weinfass michael bei der weinprobe
gruppe im keller der soelier
weinbrobe am tisch weinprobe am tisch 2
tisch 3 warten auf das essen
... auch ein schöner Ausflug
geht einmal zu Ende ...
gruppe vor dem weingut
 
Treffen der Mittelrheinischen Weinbruderschaften

Da der Weinkonvent zum Hl. Goar in 2012 sein 10 jähriges Bestehen feiert, fand das schon traditionelle  Treffen der Mittelrheinischen Weinbruderschaften in diesem Jahr in St. Goar statt. Der Präsident des Weinkonvents Michael Hubrath aus St. Goar konnte Weinschwestern und Weinbrüder  der Weinzunft Bacchus Zechgesellschaft zu Bacharach und Steeg von 1328, vom Weinkollegium Königliches Kelterhaus zu St. Remigius in Boppard, der Weinbruderschaft Unserer Lieben Frau A.D. 1258 Oberwesel und natürlich zahlreiche Konventsmitglieder vom Weinkonvent zum Hl. Goar begrüßen.
Mit einem Sekt des Weinguts Goswin Lambrich und Leckereien vom Hotel Loreleyblick der Familie Franz Josef Gärtner begann die Veranstaltung vor der Kath. Pfarrkirche am Denkmal des Hl. Goar. Bevor es mit dem Burgexpress zur Burg Rheinfels weiterging, führte Weinbruder Hugo Kirschhoch die Gäste durch die Kath. Kirche. Man war fasziniert von dem perfekt restaurierten Hoch- und Marienaltar und der sich in dieser Kirche befindlichen Grabplatte des Hl. Goar.
Auf Burg Rheinfels am Alexanderplatz angekommen, begrüßten die Winzer und Weinbrüder Gerhard Lambrich und Thomas Philipps die Weinschwestern und Weinbrüder. Thomas Philipps stellte einen 2010er St. Goarer Ameisenberg aus dem Weingut Philipps Mühle vor. Gerhard Lambrich war es vorbehalten den in seinem Weingut ausgebauten Vinum Sancti Goaris vorzustellen. Er ließ es sich natürlich auch nicht nehmen, die Geschichte des unmittelbar vor dem Alexanderplatz liegenden Weinbergs des Vinum Sancti Goaris zu erzählen. Auch die Besonderheit dieses feinherben Rieslings, der im Geschmack untypischerweise einem Sauvignon Blanc ähnelt wurde hervorgehoben.

Nach dieser Probe ging es weiter zu Weinbruder und Ortsbürgermeister Karl Josef Perscheid nach Urbar zum Aussichtspunkt Maria Ruh. Hier hatte das Restaurant Winzerhaus Beckmann aus Urbar den Mittagstisch vorbereitet. Zu Urbarer Wildschweinbraten in einer Sauce von Pflaumen und Thymian und Riesling-Rahm Braten vom Rind gab es Hunsrücker Düppekuchen und rustikale Salate. Zum Essen wurde neben einem 2010er St. Goarer Burg Rheinfels Dornfelder trocken des Weinguts Lambrich, auch ein 2011er Loreley Riesling trocken der Winzergenossenschaft Bornich serviert. Der Bornicher Wein direkt aus dem Weinberg neben der Loreley und vom Aussichtspunkt Maria Ruh gut einsehbar.
Nach dem Essen standen noch 5 weitere Weine zur Probe an. Neben trockenen und halbtrocknen Rieslingweinen der Weingüter Philipps Mühle und Goswin Lambrich präsentierte uns auch Hobbywinzer Jürgen Wiegand einen feinherben Riesling aus der Großlage St. Goarer Burg Rheinfels. Das i-Tüpfelchen bildete zum Anschluss der Probe ein feinherber Riesling aus dem Oberweseler Oelsberg, ausgebaut vom Weingut Goswin Lambrich. Auch Weinbruder Karl Josef Perscheid ließ es sich nicht nehmen, den Teilnehmern der Weinbruderschaften Wissen wertes zum Aussichtspunkt Maria Ruh zu vermitteln.
Nach gut 3 Stunden intensiver Probenarbeit verabschiedete der Präsident des Weinkonvents zum Hl. Goar die Gäste des Weinbruderschaftstreffens. Er wünschte einen guten Heimweg und auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr in Boppard.

Empfang
Empfang auf der Burg Rheinfes am Alexanderplatz


Treffen auf dem Loreleyblick in Urbar

Michael Hubrath, der Koch und Karl Josef Perscheid
begrüßen die Weinfreundinnen und Weinfreunde
 

Weinprobe der mittelrheinischen Weine
auf dem Loreleyblick in Urbar
 

Feierliche Neuaufnahmen beim Weinkonvent zum Hl. Goar

In der hochgotischen Stiftskirche zu St. Goar trafen sich die Mitglieder des Weinkonventes
zu einem stimmungsvollen Aufnahmezeremoniell ihrer beiden neuen Mitglieder Stephan Doorn (47) aus Wiebelsheim und Franz-Josef Gärtner (33) aus St. Goar. Umrahmt vom feierlichen Orgelspiel auf der Stumm-Orgel durch Regionaldekan Joachim Assmann und einer eindrucksvollen Meditation zum Thema „Freude“ durch Pfarrer Wolfgang Krammes legten die beiden neuen Weinbrüder vor Präsident Lothar Wahl und allen Anwesenden ihr Gelöbnis auf Gott und den Heiligen Goar ab, sich allzeit im Sinne des Wahlspruches des Konventes „Der Wein erfreut des Menschen Herz“ für das Wohl der Weinlandschaft des Mittelrheines und in St. Goar einzusetzen.
Erstmals in die langen, dunklen Umhänge des Konventes gekleidet, können die neuen Weinbrüder zukünftig nun auch die silberfarbige Medaille mit dem Bild des Heiligen Goar an einer Halskette tragen. Zusammen mit den beiden Neulingen, gehören zur Zeit 42 Weinbrüder und drei Weinschwestern dem 2002 gegründeten Weinorden an.
Stephan Doorn ist selbstständiger Bauingenieur und zugleich ehrenamtlicher Bürgermeister von Wiebelsheim. Franz-Josef Gärtner ist als Hotelier und Gastronom („Loreleyblick“) in St. Goar bestens bekannt. Beiden liegt, wie sie betonten, die Zukunft des Weinbaus am Mittelrhein sehr am Herzen.
Die feierliche Aufnahmezeremonie wurde, wie es sich für einen Weinorden gehört, mit einem Empfang und hervorragenden Weinen von Mosel, Pfalz, Franken und Baden in der St. Goarer Rheinfelshalle „gekrönt“. Die von Kellermeister Werner Eckes und den Damen der Präsidiumsmitglieder vorbereitete Weintafel präsentierte nach einem einführenden, rassigen 2009er Moselsekt aus dem Haus Kees-Kieren aus Graach einen mit Gold ausgezeichneten, voluminösen  2008er Spätburgunder vom Wilhelmshof in Siebeldingen/Pfalz.
Zwei Frankenweine aus Escherndorf ( „2010 Escherndorfer Lump Silvaner“) vom Weinphilosophen Horst Sauer und aus Volkach („ 2010 Volkacher Katzenkopf Weisser Burgunder“) von Max Müller I folgten. Erstmals standen auch zwei Ortenauer Weine („2010er Durbacher Plauelrain Riesling“ und ein „2010er Durbacher Plauelrain Scheurebe“) auf der Karte des Konventes und wurden begeistert aufgenommen.Als Höhepunkt des Abends wurden von den meisten Anwesenden die Rieslinge („2010er  Grünhäuser Herrenberg“) aus der weltbekannten Schubertchen Schlosskellerei im Ruwertal und vom berühmten Weingut Fritz Haag in Brauneberg („2010er Riesling Kabinett“) empfunden.
Für den gewachsenen Weinkonvent zum Heiligen Goar hat diese letzte Veranstaltung im Jahre 2011 ein weiteres Mal den hohen Anspruch, perfekte Leistung für seine Weinfreunde zu bieten, bestätigt. Im kommenden Jahr  2012 werden die St. Goarer Weinfreunde ihr zehnjähriges Bestehen feiern.
Dann wird auch der bisher beste „Vinum St. Goaris“ nach seiner 2011er Rekordernte und Rekordqualität wieder auf der Weinliste stehen können, dessen Ernte im Jahre zuvor leider den Wildschweinen zum Opfer gefallen war.

Konvent

Die Mitglieder des Weinkonvents mit den "Neuen" in der Stiftskirche

 
Der Weinkonvent zum Hl. Goar feiert den Sieg
Nachdem die Meldung über das Ergebnis der Umfrage nach der bedeutendsten Persönlichkeit des Rhein-Hunsrück-Kreises bekannt wurde, versammelte Präsident Lothar Wahl (Vierter von links) spontan eine Abordnung des Weinkonvents zum Hl. Goar in ihrer Festtagskleidung gegenüber dem St. Goarer Rathaus vor dem Denkmal des Stadtheiligen. Stadtbürgermeister Walter Mallmann (ganz rechts) spendierte aus seiner privaten eisernen Reserve einige Kredenzen des Vinum Sancti Goaris.
hl. goar
 
Die grosse Mittelrhein Weinprobe am 22.Juli 2011 zu Gunsten "Tour der Hoffnung"
ST. GOAR – Das ehrgeizige Ziel von Stadtbürgermeister Walter Mallmann, das vorjährige städtische Spendenergebnis von 8.500 Euro für die „Tour der Hoffnung“ in diesem Jahr zu überbieten, ist nach der erfolgreichen Weinprobe des Weinkonvents zum Hl. Goar schon jetzt erreicht. Das war die gute Nachricht von Lothar Wahl, dem Präsidenten des Konvents, am Ende einer wundervollen Gala in der zum Festsaal dekorierten St. Goarer Rheinfelshalle, deren Erlös das Spendenbarometer für den guten Zweck kräftig in die Höhe trieb. Seit Wochen wird in der Rheinfelsstadt bei kleinen und großen Anlässen für das gemeinsame Anliegen zugunsten krebskranker Kinder gesammelt.
Den Grundstein für den großen Erfolg der Weinprobe legten die mittelrheinischen Winzer, die alle zehn Kredenzen für die 160 Verkoster des Abends spendiert hatten. Daraus stellte Konvents-Kellermeister Werner Eckes eine perfekte Probenfolge zusammen, die von der charmanten Mittelrhein-Weinkönigin Anna sachkundig besprochen wurde.
Die Weinkönigin führte ihr Publikum mit zehn unterschiedlichen Rieslingen von Niederheimbach, über Bacharach, Oberwesel, St. Goar, Boppard und Spay bis nach Leutesdorf mit profundem Wissen über den Rheinwein durch das Welterbetal. Die Weingüter Fendel (Niederheimbach), Toni Jost (Bacharach), Johannes Hoffmann, Johann Stahl und Goswin Lambrich (alle Oberwesel), Philipps Mühle (St. Goar), Toni Lorenz und Walter Perll (beide Boppard), Florian Weingart (Spay) und Peter Hohn (Leutesdorf) zeigten sich als großzügige Sponsoren. Außerdem hatten die Kreissparkasse Rhein-Hunsrück, die Firmen ERO-Gerätebau (Niederkumbd), Bernhard Susenburger (Kisselbach) und Siebdruck Glockner (Dörth) bereits im Vorfeld nachhaltig zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen.
Doch bei aller Freude über den guten Wein stand der eigentliche Zweck der Veranstaltung, nämlich zu versuchen, das Leid krebskranker Kinder zu lindern, im Mittelpunkt des Ganzen. Moderator Jürgen Grünwald gelang es stets mit einfühlenden Worten darauf aufmerksam zu machen und Dr. Thomas Nüsslein, Chefarzt der Kinderkrebsstation im Koblenzer Kemperhof, machte Hoffnung, in dem er aufzeigte, dass es durch neue Erkenntnisse in der Forschung und verbesserte ärztliche Kunst immer häufiger gelingt, die Krankheit zu indern und zu überwinden.
Zu den Ehrengästen des Abends zählten Landrat Bertram Fleck, die Loreley Angelika Stein sowie der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Edgar Steinborn und der frühere Zehnkampf-Weltrekordmann Guido Kratschmer. Letztere werden bei der Tour der Hoffnung aktiv an den Start gehen.
Jetzt wollen die örtlichen Organisatoren bis zum 9. August 2011, wenn der gesamte Tross der Tour am Etappenziel auf dem St. Goarer Marktplatz eintrifft, wo Olympiasieger Eberhard Gienger mit dem Fallschirm abspringen wird, dafür werben, dass der dort zu übergebende Spendenbetrag fünfstellig wird.

saal

Unser Bild zeigt die zum Festsaal dekorierte St. Goarer Rheinfelshalle bei
der festlichen Weinprobe zugunsten der Tour der Hoffnung.

buehne

Lothar Wahl, Präsident des Weinkonvents zum Hl. Goar,
Mittelrhein Weinkönigin Anna, Loreley Angelika, Moderator Jürgen Grünwald und Stadtbürgermeister Walter Mallmann
(im Bild v.l.n.r.) trieben das Spendenbarometer für den guten Zweck kräftig in die Höhe.

Weinkonvent zum Hl. Goar zu Gast bei ERO in Niederkumbd

Dass sich der Weinkonvent zum Hl. Goar nicht nur auf das regelmäßige Probieren des gegorenen Rebensaftes versteht, sondern sich auch sehr intensiv mit dem Weinbau beschäftigt, das beweisen die häufigen Exkursionen in die unterschiedlichen Anbaugebiete. Darauf legt Lothar Wahl, amtierender Konventspräsident, besonderen Wert.
Jetzt stand die Weinbautechnik im besonderen Interesse der St. Goarer Weinliebhaber. Denn bevor das köstliche Getränk aus der Traube in die Tonne, in den Keller, in das Fass und schließlich ins Glas gelangt, hat der Winzer dafür eine schwere Arbeit zu verrichten. Diese Arbeit durch modernste Technik zu erleichtern, dafür steht die Firma ERO aus Niederkumbd, die sich innerhalb weniger Jahrzehnte zu Deutschlands führendem Hersteller von Weinbaugeräten entwickelt hat und weit über einhundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, von denen sich rund dreißig in Ausbildung befinden.
In einem eindrucksvollen Vortrag gab Firmenchef Michael Erbach bei einem Betriebsrundgang und mittels moderner Computer-Präsentation einen Überblick über die Produktpalette seines Unternehmens, die in der ganzen Welt im Weinberg zum Einsatz kommen. Dazu zählen Traubenvollernter, Laubschneider, Laubhefter, Laubsauger und Pfahlrammen. Michael Erbach erwies sich mit seiner Familie als perfekter Gastgeber, denn außer den wertvollen Informationen gab es zu deftiger Speise ein gutes Glas Wein und noch dazu eine großzügige Unterstützung für den Weinkonvent bei dessen Bemühungen um krebskranke Kinder anlässlich der diesjährigen Tour der Hoffnung. Ein herzliches Wort des Dankes von Lothar Wahl beendete eine eindrucksvolle Veranstaltung.

ero

In einem eindrucksvollen Vortrag gab Firmenchef Michael Erbach bei einem Betriebsrundgang und mittels moderner Computer-Präsentation einen Überblick über die Produktpalette seines Unternehmens,
die in der ganzen Welt im Weinberg zum Einsatz kommen.

Der Weinkonvent zum Hl. Goar zog Jahresbilanz
Als ein Jahr mit hervorragender Außenwirkung für die Stadt St. Goar bezeichnete Präsident Lothar Wahl anlässlich der Jahreshauptversammlung des Weinkonvents zum Hl. Goar dessen letztjährigen Aktionen. Er legte einen umfangreichen Rechenschaftsbericht über die Aktivitäten des vergangenen Jahres vor, den Schatzmeister Hugo Kirschhoch mit einem exzellenten Kassenbericht ergänzte. Beiden wurde von der Versammlung großes Lob für ihre hervorragende Arbeit ausgesprochen.
Mit der erstmaligen Teilnahme der Stadt St. Goar an der bundesweiten „Tour der Hoffnung“ zugunsten krebskranker Kinder  im vergangenen Jahr ergab sich für den Weinkonvent eine willkommene Möglichkeit, dieses lobenswerte Projekt mit einer Benefiz-Weingala in der Rheinfelshalle zu unterstützen. 4.500 Euro konnten als Erlös für den guten Zweck übergeben werden. Durch zusätzliche Aktionen anderer St. Goarer Vereine kamen weitere 4000 Euro zusammen.
Neben dem sozialen Engagement führte der Konvent aber auch eine Anzahl weinkundlicher Abende durch. Besonders populär war dabei die gemeinsame Weinprobe mit dem befreundeten Hansenorden, die als jährliche Veranstaltung beibehalten werden soll. Verkostungen von Spitzenweinen aus unterschiedlichen Weinbaugebieten ergänzten das Jahresprogramm.
Im August dieses Jahres wird die Stadt St. GoarEtappenziel der Tour der Hoffnung sein. Wie Stadtbürgermeister Walter Mallmann dazu erklärte, sind einige städtische Vereine bereits aktiv geworden und andere bereiten ihre Aktionen zurzeit vor. Vom Weinkonvent, so Lothar Wahl, wird am 22. Juli 2011 erneut eine große Weinprobe in der Rheinfelshalle mit prominenten Gästen, darunter der mittelrheinischen Weinkönigin Anna, durchgeführt. Der öffentliche Kartenvorverkauf erfolgt ab dem 1. Juni 2011 über die Tourist-Information St. Goar.
Im September  werden die Weinfreunde erstmals der Region Franken einen Fachbesuch abstatten. Auch die Außenwirkung des Konventes nimmt zu. Weinfreund und Winzer Thomas Philipps schreibt regelmäßig für die Internet-Seite „Weinreich“ der Rheinland-Pfalz-Touristik in Koblenz weinfachliche Kolumnen.

St. Goar, den 6.5.2011

vorstandUnser Bild zeigt v.l.n.r.: Altpräsident Reinhard Franz, Vizepräsident Michael Hubrath,
Präsident Lothar Wahl und Schatzmeister Hugo Kirschhoch

 
Hiltrud Specht: Weinprobe am 12.November 2010 „Poeten und Wein“
Mit einem prickelnden Winzersekt traditioneller Flaschengärung aus dem Wein- und Sektgut des mittelrheinischen Weinbaupräsidenten Gerhard Lambrich aus Oberwesel-Dellhofen begrüßte Lothar Wahl, amtierender Chef des Weinkonvents zum Hl. Goar seine Gäste zu einer Weinverkostung edelster mittelrheinischer Tropfen. Zu deren Besprechung hatte er Hiltrud Specht, die erfahrende Geschäftsführerin der Mittelrhein-Weinwerbung gewinnen können, die ihr Publikum nicht nur mit profundem Fachwissen, sondern auch mit dem ihr eigenen bezauberndem Scharm von der Qualität der angestellten Proben überzeugte. Den passenden Spruch zum Thema „Poeten und Wein“ hatte sie stets parat, indem sie bedeutende Persönlichkeiten letzter Jahrhunderte – Dichter, Denker, Komponisten und sogar Politiker – zitierte, die alle zu ihrer Zeit sehr viel Kluges zum Wein am Mittelrhein geäußert hatten.
Nicht jeder der anwesenden Verkoster wusste, dass auch die Weine von der Lahn zum Anbaugebiet Mittelrhein zählen und waren überrascht von der Qualität des trockenen Spätburgunders vom Lahnweingut Massengeil-Beck aus Obernhof. Die inzwischen bereits als Gipfelstürmer bekannten St. Goarer Jungwinzer Thomas und Martin Philipps aus St. Goar hielten ihren Spätburgunder Weißherbst „LORELEY“ für einen halbtrockenen Riesling bereit, der die anwesenden Kenner überzeugte.
Das Weingut Thomas Heidrich vertrat mit einem halbtrockenen Riesling die Weinstadt Bacharach und mit einer trockenen Kerner Spätlese bewies das Weingut Peter Hohn aus Leutesdorf, dass auch im Norden des Anbaugebietes Mittelrhein beste Tropfen erzeugt werden. Hiltrud Specht bedauerte, dass nicht mehr Winzer mit dem Markennamen „Loreley-Riesling“ werben. Jedenfalls überzeugte Albert Lambrich aus Oberwesel-Dellhofen mit einem solchen als halbtrockene Spätlese. Auch sein lieblich ausgebauter Riesling kam gut an. Der Bopparder Hamm war durch das Weingut Didinger aus Osterspay mit einer lieblichen Auslese vertreten, der sich als Favorit (nicht nur) bei den anwesenden Weinschwestern herausstellte.
Großes Lob für die detaillierte Zusammenstellung der mittelrheinischen Weinprobe erhielt der dafür zuständige Kellermeister Werner Eckes, der sich bereits auf die nächste Probe vorbereitet, die der Weinkonvent gemeinsam mit dem Hansenorden durchführt.

weinprobe

Hiltrud Specht, Geschäftsführerin der Mittelrhein-Werbung,
brillierte bei der Weinprobe des Weinkonvents zum Hl. Goar mit bezauberndem Scharm und profundem Wissen.

Die Weinlese für den 2010er Sancti Goaris "fällt aus"
Wildschweine im städtischen Weinberg

Link zum Bericht: http://www.st-goar.de/1224-0-wildschweine-im-staedtischen-weinberg.html

Ausflug des Weinkonvents am 2. Oktober 2010
Weinkonvent zum Hl. Goar besucht Rheinhessenwinzer in Oppenheim und Nierstein

Die Führung durch das Deutsche Weinbaumuseum in Oppenheim war einer der Höhepunkte einer „gehaltvollen“ Reise von 40 Mitgliedern des Weinkonventes zum Heiligen Goar durch die Kultur- und Weinregion Oppenheim und Nierstein an den Rheinterrassen südlich von Mainz.
Heike Leikheimer, die Pressechefin des Hauses, schlug beim Rundgang durch das großzügig gestaltete Museum den Bogen von den Römern bis zur aktuellen Neuzeit. Selbst für gute Kenner des Weinbaus eröffnen sich hier noch viele neue Erkenntnisse für den wahren Trinkgenuß, der anschließend in den Weinterrassen und Kellern eröffnet wurde.
Unter Führung von Präsident Lothar Wahl, der diese Fahrt intensiv vorbereitet hatte, wurde die Reise in den Süden des Landes zum weinkulturellen Genuß.
Eine Planwagen-Rundfahrt („fahrende Weinprobe“)  mit der Oppenheimer Winzerfamilie Armin, Frank und Egbert Müller durch die Oppenheimer Weinlagen führte zu prächtigen Aussichtslagen, an denen mit Weck-Worscht und Woi der Einblick in  die prallen Weinberge zum Erlebnis wurde. Ein Beispiel für die große Differenziertheit eng benachbarter Weinlagen demonstrierten die Winzer anhand von  drei Rieslingen der Staatsbaudomäne Oppenheim aus dem Rotliegenden, dem Kalkmergel und dem Lößboden. Nicht nur Weinkenner erkennen die Geschmacksunterschiede auf Anhieb.
Beim Besuch der frühgotischen Oppenheimer Katharinenkirche mit ihren berühmten Glasfenstern und dem Besuch im erstaunlichen Oppenheimer Kellerlabyrinth unter der historischen Stadt wurde die historische Bedeutung der alten Handelstadt zwischen Mainz und Worms offenbar.
Der Tag schloß ab mit dem Besuch eines typischen Rheinhessen-Winzerbetriebes in Nierstein. Winzer Thomas Heise (60) und seine sechsköpfige Familie bewirtschaften hier 12 ha Rebfläche.
Bei einer Probe im großen Arbeitskeller wurde mit dem ausdrucksvollen Riesling trocken, dem weicheren, hier typischen Chardonnay mit seinem Vanilleduft, dem „runden“ Grauburgunder und vor allem mit dem harmonischen Oelberg Riesling Spätlese die rheinhessische Palette der Geschmacksnuancen wieder sichtbar.

Adolf Meinung

Gut gelaunte  Mitglieder des Weinkonventes zum Heiligen Goar
proben im Weinbaubetrieb Heise  am Kranzberg die Weine aus Nierstein.

Der Weinkonvent am 20. August 2010
Der Weinkonvent zum Hl. Goar feierte in „Metze-Höfchen“ in Hungenroth
Der Abschied wird wohl für immer sein. In wenigen Wochen werden im schieferbeschirmten, historischen Fachwerkensemble in der Dorfmitte von Hungenroth, im Metze-Höfchen, wie es hier seit Jahrzehnten nach einer früheren Besitzerin benannt wird, neue  Bewohner einziehen und damit steht das wunderschöne und gemütliche Haus nicht mehr für öffentliche Feste und Feiern zur Verfügung.
Die Gemütlichkeit in der „Tenne“ und das stilvolle Ambiente rund um den schönen, begrünten Innenhof konnten die Mitglieder des Weinkonventes auf Einladung der charmanten Eigentümerin Brigitte Runzheimer, die seit 1973 des Haus mühevoll restauriert hat, und der Hungenrother Mitglieder des Weinkonventes zum Hl. Goar als letzte Gäste des Hauses erfahren. Es wurde bei dem warmen Sommerwetter ein unvergesslicher Abend, für die Teilnehmer und das Metze-Höfchen. Sonnenblumen schmückten den Treppenaufgang, und ein erfrischendes Glas Sekt stimmte auf einen weinseligen und humorvollen Probenabend ein. Eine festlich geschmückte Tafel und ein Büffet mit regionalen Wurst- und Käsespezialitäten waren die herzhaften Begleiter einer von Kellermeister Werner Eckes wieder stil- und humorvoll besprochenen Weinprobe von Mittelrhein-, Mosel- und Naheweinen.
Den Beginn der Probe machte ein reifer 2005er Spätburgunder aus dem Weingut Königshof in Boppard. Auf Lehmboden gewachsen, wirkt dieser Wein außerordentlich harmonisch. Ihm folgte eine „Perll´en Kette“ von Walter Perll aus Boppard mit einem 2008 Feuerlay Riesling Spätlese trocken, etwas zurückhaltend in der Nase, aber sehr fruchtbetont im Geschmack. Die nächste „Perll`e“ war ein 2009er Mandelstein trocken und wunderbar harmonisch trotz seiner Jugend. Der dritte „Perll“ -wein war ein 2009 Feuerlay Riesling Spätlese trocken, ein Wein voll jugendlicher Begeisterung. Die Freude über die guten Weine beförderte als nächstes die 2009er Niederhauser Hermannshöhle von der Nahe. Aus dem Hause Jacob Schneider hat dieser auf sandigem Lehm mit Schieferbegleitung gewachsene Wein eine feine Würze nach Blumen und Kräutern. Ebenfalls von der Nahe, vom „Lindenhof“ aus Windesheim stammte der 2009er Riesling Spätlese feinherb mit seinen wunderschönen Fruchtaromen. Den Abschluss bildeten die Mosel-Weine aus Winningen. Zur Qualität dieser Weine braucht man keine Kommentare mehr abzugeben. Der 2008er fruchtige Riesling aus dem Röttgen (vom Weingut Richter) besticht durch die mineralbetonte Zungenführung. Und der letzte Wein des Abends, das 2008er Brückstück, gewachsen auf Devonschiefer mit Bimseinlagen, brilliert mit seiner vollreifen Frucht Er ist ein echter „Terroir“ -wein aus Winningen von den Moselterrassen, der einen Weinfreund mit jedem Tag versöhnen kann.
Das uneingeschränkte Lob der über dreißig Weinfreundinnen und –freunde  galt abschließend vor allem den Winzern und ihren Weinen, der Gastgeberin Brigitte Runzheimer und ihren „Weinkonvents“-Nachbarn aus Hungenroth, die gemeinsam für einige Stunden das „Metze-Höfchen“ ein letztes Mal für ihre Freunde zu einem Weinparadies gemacht haben, und in dem der Himmel der Genüsse sich in eine laue Nacht herniedersenkte.

Adolf Meinung

Hungenroth

Auf der Treppe vom Metze-Höfchen:
In der Mitte Wein-Konventspräsident Lothar Wahl, Hausherrin Brigitte Runzheimer (2.v.l.)
und Kellermeister Werner Eckes (r,) mit den Gästen

 
Pressebericht von der große Weinprobe
zu Gunsten der "Tour der Hoffnung" am Freitag, den 6.August 2010
ST. GOAR - Die liebevoll als gemütliche Weinstube dekorierte St. Goarer Rheinfelshalle war bis auf den letzten Platz besetzt, als die charmante Mittelrhein-Weinkönigin Gabi Emmerich die ersten edlen Tropfen einer exzellenten Weinprobe kredenzte, zu der Lothar Wahl, Präsident des Weinkonvents zum Hl. Goar gemeinsam mit Stadtbürgermeister Walter Mallmann zugunsten der Tour der Hoffnung eingeladen hatte.
Mallmann begrüßte neben der Weinkönigin als besondere Ehrengäste der vorbildlichen Benefizveranstaltung den Landtagsabgeordneten Hans-Josef Bracht, den Chef der Kinderkrebsstation im Koblenzer Kemperhof, Prof. Dr. Thomas Nüsslein, die Loreley Angelika Stein sowie Jürgen Grünwald und Raimund Wittlich, die Organisatoren der Tour der Hoffnung. Jürgen Grünwald führte als kompetenter Moderator gemeinsam mit Gabi Emmerich mit einem abwechslungsreichen Programm durch einen gelungenen Abend, den die Loreley Angelika Stein mit einem sympathischen Auftritt bereicherte.
Präsident Lothar Wahl bedankte sich bei den Winzern, die ihre Weine - ausschließlich Riesling - angestellt hatten und die sich als großzügige Förderer der guten Sache auszeichneten.
Das Weingut Philipps Mühle aus St. Goar und das Weingut Goswin Lambrich aus Oberwesel-Dellhofen bewiesen mit ihrem hervorragenden Angebot, dass der ehemals danieder liegende St. Goarer Weinbau wieder aufblüht. Das Weingut Reinhard und Beate Knebel aus Winningen war mit einem Riesling von den Winninger Terrassen vertreten und das elterliche Weingut der Mittelrhein-Weinkönigin Gabi Emmerich brillierte mit einem Leutesdorfer Gartenlay. Das Weingut Ratzenberger aus Bacharach lieferte einen Steeger St. Josef. Für die feinherbe Note von der Nahe sorgte das Weingut Krüger-Rumpf aus Münster-Sarmsheim und das Weingut Lanius-Knab aus Oberwesel wusste mit einem feinherben Enghöller Goldemund zu gefallen. Lieblicher wurde der Geschmack, als die Norheimer Kirchheck Spätlese des Weingutes Dr. Crusius aus Traisen zu verkosten war und ein vinologisches Finale setzte die Auslese des Weingutes Matthias Müller aus Spay mit einem Bopparder Hamm Engelstein. Dass sich die gesamte Probe harmonisch ineinander fügte, war das Werk von Werner Eckes, dem Kellermeister des Weinkonvents.
Still wurde es in der Rheinfelshalle, als Prof. Dr. Thomas Nüsslein in einer eindrucksvollen Rede über das Schicksal eines an Leukämie erkrankten Mädchens - als ein Beispiel von vielen - sprach. Dank des medizinischen Fortschrittes, der durch die beispielhafte Unterstützung der Aktion „Tour der Hoffnung“ finanziell ermöglicht wird, kann das Kind ein normales Leben führen. So war es nicht verwunderlich, dass in einer zuvor nicht geplanten Spontanaktion ein zusätzlicher vierstelliger Spendenbetrag gesammelt wurde.  Der Gesamterlös aller St. Goarer Aktivitäten wird am heutigen Montag um 13.30 Uhr am Etappenziel der Tour der Hoffnung auf dem St. Goarer Marktplatz übergeben.

saal

Die liebevoll als gemütliche Weinstube dekorierte St. Goarer Rheinfelshalle
war bei der Weinprobe zugunsten krebskranker Kinder bis auf den letzten Platz besetzt.

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Die charmante Mittelrhein-Weinkönigin Gabi Emmerich kredenzte
die edlen Tropfen einer exzellenten Weinprobe,
wofür ihr Konventspräsident Lothar Wahl herzlich dankte.

...weitere Bilder von der Weinprobe

 

St. Goar: 8.522,82 Euro für die Tour der Hoffnung  

 

Riesiger Beifall brandete auf, als Stadtbürgermeister Walter Mallmann mit dem Betrag von 8.522,82 € das Ergebnis der städtischen Aktivitäten für die Tour der Hoffnung bei der Zwischenetappe der rollenden Benefizveranstaltung auf dem St. Goarer Marktplatz verkündete und den entsprechenden Scheck zur Linderung der Leiden krebskranker Kinder übergab.

Zuvor hatte er in Anwesenheit der Loreley Angelika Stein den Wanderfreunden Rheinfels St. Goar, den St. Goarer Möhnen, den Werlauer Möhnen, der Schützengesellschaft 1344 zu St. Goar, dem Förderverein der Rheinfels-Schule St. Goar, dem CDU-Stadtverband St. Goar, dem Verein für Jugendförderung und soziale Zwecke St. Goar-Fellen, dem SSV Biebernheim, dem VdK St. Goar-Biebernheim, der Freiwillige Feuerwehr St. Goar-Werlau, dem Wirteverein St. Goar, dem SPD-Ortsverein St. Goar, dem Kaninchenzuchtverein St. Goar-Werlau, den Landfrauen St. Goar-Werlau, den Heimatfreunden Werlau, der Theatergruppe der Heimatfreunde Werlau, dem TuS Werlau, dem Internationalen Hansenorden zu St. Goar, dem Katholischer Kirchenchor St. Goar, der Katholischen Frauengemeinschaft St. Goar, der DLRG Jugend St. Goar, dem Weinkonvent zum Hl. Goar, der Fähre Loreley St. Goarshausen, der Kreissparkasse Rhein-Hunsrück, der Firma ERO-Gerätebau (Niederkumbd) und der Firma Hölzmann & Vrbanatz (Emmelshausen) sowie den Weingütern Philipps Mühle (St. Goar), Goswin Lambrich (Oberwesel-Dellhofen), Reinhard und Beate Knebel (Winningen), Gotthard Emmerich (Leutesdorf), Ratzenberger (Bacharach), Krüger-Rumpf (Münster-Sarmsheim), Lanius-Knab (Oberwesel), Dr. Crusius (Traisen) und Matthias Müller (Spay) sowie den zahlreichen ungenannten Spendern für den großartigen Einsatz zugunsten der guten Sache gedankt.

Die beiden Tourleiter Jürgen Grünwald und Raimund Wittlich waren von dem St. Goarer Einsatz ebenso überwältigt, wie der Tross prominenter Radfahrer, von denen sich die Olympiasieger Petra Behle (Biathlon), Katrin Apel (Biathlon), Anna Dogodnadze (Trampolin), Hans Lutz (Olympiasieger im legendären Kilian-Bahnvierer 1976 und vierfacher Weltmeister), Michael Puderbach (Deutscher Meister im Skaten auf der Langstrecke über 84 km 2006, 2007 und 2010), Ellen Wessinghage (ehemalige Weltklasseläuferin, Sportlerin des Jahres 1975 in Deutschland), Alois Stöcklin (Weltrekordler im Langstrecken-Radfahren), FIFA-Schiedsricher Edgar Steinborn, die Weltklasseschwimmerin Annika Mehlhorn, die Deutsche Weinkönigin Sonja Christ, Rheinland-Sportpräsident Fred Pretz und Hans-Josef Bracht MdL in das Gästebuch der Stadt St. Goar eintrugen.

 
  tour ankunft

Einfahrt des Fahrerpulks der Tour der Hoffnung auf den St. Goarer Marktplatz

 
  begruessung

Stadtbürgermeister Walter Mallmann begrüßte in Anwesenheit
der Loreley Angelika Stein den Tourchef Jürgen Grünwald und die prominenten Radler

 
  check

Riesiger Beifall brandete auf, als Stadtbürgermeister Walter Mallmann mit dem Betrag von 8.522,82 €
das Ergebnis der städtischen Aktivitäten für die Tour der Hoffnung nannte und den entsprechenden Scheck
zur Linderung der Leiden krebskranker Kinder übergab

 
  apel

Stadtbürgermeister Walter Mallmann begrüßte
die Biathlon-Olympiasiegerin Katrin Apel

 
  essen

Beim Zwischenstopp auf der Burg Rheinfels stärkten sich die Sportler auf Einladung
des dortigen Romantikhotels bei einem deftigen Mahl