Aktuelles vom Weinkonvent zum Hl. Goar



 

Feierliche Neuaufnahmen beim Weinkonvent zum Hl. Goar

In der hochgotischen Stiftskirche zu St. Goar trafen sich die Mitglieder des Weinkonventes
zu einem stimmungsvollen Aufnahmezeremoniell ihrer beiden neuen Mitglieder Stephan Doorn (47) aus Wiebelsheim und Franz-Josef Gärtner (33) aus St. Goar. Umrahmt vom feierlichen Orgelspiel auf der Stumm-Orgel durch Regionaldekan Joachim Assmann und einer eindrucksvollen Meditation zum Thema „Freude“ durch Pfarrer Wolfgang Krammes legten die beiden neuen Weinbrüder vor Präsident Lothar Wahl und allen Anwesenden ihr Gelöbnis auf Gott und den Heiligen Goar ab, sich allzeit im Sinne des Wahlspruches des Konventes „Der Wein erfreut des Menschen Herz“ für das Wohl der Weinlandschaft des Mittelrheines und in St. Goar einzusetzen.
Erstmals in die langen, dunklen Umhänge des Konventes gekleidet, können die neuen Weinbrüder zukünftig nun auch die silberfarbige Medaille mit dem Bild des Heiligen Goar an einer Halskette tragen. Zusammen mit den beiden Neulingen, gehören zur Zeit 42 Weinbrüder und drei Weinschwestern dem 2002 gegründeten Weinorden an.
Stephan Doorn ist selbstständiger Bauingenieur und zugleich ehrenamtlicher Bürgermeister von Wiebelsheim. Franz-Josef Gärtner ist als Hotelier und Gastronom („Loreleyblick“) in St. Goar bestens bekannt. Beiden liegt, wie sie betonten, die Zukunft des Weinbaus am Mittelrhein sehr am Herzen.
Die feierliche Aufnahmezeremonie wurde, wie es sich für einen Weinorden gehört, mit einem Empfang und hervorragenden Weinen von Mosel, Pfalz, Franken und Baden in der St. Goarer Rheinfelshalle „gekrönt“. Die von Kellermeister Werner Eckes und den Damen der Präsidiumsmitglieder vorbereitete Weintafel präsentierte nach einem einführenden, rassigen 2009er Moselsekt aus dem Haus Kees-Kieren aus Graach einen mit Gold ausgezeichneten, voluminösen  2008er Spätburgunder vom Wilhelmshof in Siebeldingen/Pfalz.
Zwei Frankenweine aus Escherndorf ( „2010 Escherndorfer Lump Silvaner“) vom Weinphilosophen Horst Sauer und aus Volkach („ 2010 Volkacher Katzenkopf Weisser Burgunder“) von Max Müller I folgten. Erstmals standen auch zwei Ortenauer Weine („2010er Durbacher Plauelrain Riesling“ und ein „2010er Durbacher Plauelrain Scheurebe“) auf der Karte des Konventes und wurden begeistert aufgenommen.Als Höhepunkt des Abends wurden von den meisten Anwesenden die Rieslinge („2010er  Grünhäuser Herrenberg“) aus der weltbekannten Schubertchen Schlosskellerei im Ruwertal und vom berühmten Weingut Fritz Haag in Brauneberg („2010er Riesling Kabinett“) empfunden.
Für den gewachsenen Weinkonvent zum Heiligen Goar hat diese letzte Veranstaltung im Jahre 2011 ein weiteres Mal den hohen Anspruch, perfekte Leistung für seine Weinfreunde zu bieten, bestätigt. Im kommenden Jahr  2012 werden die St. Goarer Weinfreunde ihr zehnjähriges Bestehen feiern.
Dann wird auch der bisher beste „Vinum St. Goaris“ nach seiner 2011er Rekordernte und Rekordqualität wieder auf der Weinliste stehen können, dessen Ernte im Jahre zuvor leider den Wildschweinen zum Opfer gefallen war.

Konvent

Die Mitglieder des Weinkonvents mit den "Neuen" in der Stiftskirche

 
Der Weinkonvent zum Hl. Goar feiert den Sieg
Nachdem die Meldung über das Ergebnis der Umfrage nach der bedeutendsten Persönlichkeit des Rhein-Hunsrück-Kreises bekannt wurde, versammelte Präsident Lothar Wahl (Vierter von links) spontan eine Abordnung des Weinkonvents zum Hl. Goar in ihrer Festtagskleidung gegenüber dem St. Goarer Rathaus vor dem Denkmal des Stadtheiligen. Stadtbürgermeister Walter Mallmann (ganz rechts) spendierte aus seiner privaten eisernen Reserve einige Kredenzen des Vinum Sancti Goaris.
hl. goar
 
Die grosse Mittelrhein Weinprobe am 22.Juli 2011 zu Gunsten "Tour der Hoffnung"
ST. GOAR – Das ehrgeizige Ziel von Stadtbürgermeister Walter Mallmann, das vorjährige städtische Spendenergebnis von 8.500 Euro für die „Tour der Hoffnung“ in diesem Jahr zu überbieten, ist nach der erfolgreichen Weinprobe des Weinkonvents zum Hl. Goar schon jetzt erreicht. Das war die gute Nachricht von Lothar Wahl, dem Präsidenten des Konvents, am Ende einer wundervollen Gala in der zum Festsaal dekorierten St. Goarer Rheinfelshalle, deren Erlös das Spendenbarometer für den guten Zweck kräftig in die Höhe trieb. Seit Wochen wird in der Rheinfelsstadt bei kleinen und großen Anlässen für das gemeinsame Anliegen zugunsten krebskranker Kinder gesammelt.
Den Grundstein für den großen Erfolg der Weinprobe legten die mittelrheinischen Winzer, die alle zehn Kredenzen für die 160 Verkoster des Abends spendiert hatten. Daraus stellte Konvents-Kellermeister Werner Eckes eine perfekte Probenfolge zusammen, die von der charmanten Mittelrhein-Weinkönigin Anna sachkundig besprochen wurde.
Die Weinkönigin führte ihr Publikum mit zehn unterschiedlichen Rieslingen von Niederheimbach, über Bacharach, Oberwesel, St. Goar, Boppard und Spay bis nach Leutesdorf mit profundem Wissen über den Rheinwein durch das Welterbetal. Die Weingüter Fendel (Niederheimbach), Toni Jost (Bacharach), Johannes Hoffmann, Johann Stahl und Goswin Lambrich (alle Oberwesel), Philipps Mühle (St. Goar), Toni Lorenz und Walter Perll (beide Boppard), Florian Weingart (Spay) und Peter Hohn (Leutesdorf) zeigten sich als großzügige Sponsoren. Außerdem hatten die Kreissparkasse Rhein-Hunsrück, die Firmen ERO-Gerätebau (Niederkumbd), Bernhard Susenburger (Kisselbach) und Siebdruck Glockner (Dörth) bereits im Vorfeld nachhaltig zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen.
Doch bei aller Freude über den guten Wein stand der eigentliche Zweck der Veranstaltung, nämlich zu versuchen, das Leid krebskranker Kinder zu lindern, im Mittelpunkt des Ganzen. Moderator Jürgen Grünwald gelang es stets mit einfühlenden Worten darauf aufmerksam zu machen und Dr. Thomas Nüsslein, Chefarzt der Kinderkrebsstation im Koblenzer Kemperhof, machte Hoffnung, in dem er aufzeigte, dass es durch neue Erkenntnisse in der Forschung und verbesserte ärztliche Kunst immer häufiger gelingt, die Krankheit zu indern und zu überwinden.
Zu den Ehrengästen des Abends zählten Landrat Bertram Fleck, die Loreley Angelika Stein sowie der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Edgar Steinborn und der frühere Zehnkampf-Weltrekordmann Guido Kratschmer. Letztere werden bei der Tour der Hoffnung aktiv an den Start gehen.
Jetzt wollen die örtlichen Organisatoren bis zum 9. August 2011, wenn der gesamte Tross der Tour am Etappenziel auf dem St. Goarer Marktplatz eintrifft, wo Olympiasieger Eberhard Gienger mit dem Fallschirm abspringen wird, dafür werben, dass der dort zu übergebende Spendenbetrag fünfstellig wird.

saal

Unser Bild zeigt die zum Festsaal dekorierte St. Goarer Rheinfelshalle bei
der festlichen Weinprobe zugunsten der Tour der Hoffnung.

buehne

Lothar Wahl, Präsident des Weinkonvents zum Hl. Goar,
Mittelrhein Weinkönigin Anna, Loreley Angelika, Moderator Jürgen Grünwald und Stadtbürgermeister Walter Mallmann
(im Bild v.l.n.r.) trieben das Spendenbarometer für den guten Zweck kräftig in die Höhe.

Weinkonvent zum Hl. Goar zu Gast bei ERO in Niederkumbd

Dass sich der Weinkonvent zum Hl. Goar nicht nur auf das regelmäßige Probieren des gegorenen Rebensaftes versteht, sondern sich auch sehr intensiv mit dem Weinbau beschäftigt, das beweisen die häufigen Exkursionen in die unterschiedlichen Anbaugebiete. Darauf legt Lothar Wahl, amtierender Konventspräsident, besonderen Wert.
Jetzt stand die Weinbautechnik im besonderen Interesse der St. Goarer Weinliebhaber. Denn bevor das köstliche Getränk aus der Traube in die Tonne, in den Keller, in das Fass und schließlich ins Glas gelangt, hat der Winzer dafür eine schwere Arbeit zu verrichten. Diese Arbeit durch modernste Technik zu erleichtern, dafür steht die Firma ERO aus Niederkumbd, die sich innerhalb weniger Jahrzehnte zu Deutschlands führendem Hersteller von Weinbaugeräten entwickelt hat und weit über einhundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, von denen sich rund dreißig in Ausbildung befinden.
In einem eindrucksvollen Vortrag gab Firmenchef Michael Erbach bei einem Betriebsrundgang und mittels moderner Computer-Präsentation einen Überblick über die Produktpalette seines Unternehmens, die in der ganzen Welt im Weinberg zum Einsatz kommen. Dazu zählen Traubenvollernter, Laubschneider, Laubhefter, Laubsauger und Pfahlrammen. Michael Erbach erwies sich mit seiner Familie als perfekter Gastgeber, denn außer den wertvollen Informationen gab es zu deftiger Speise ein gutes Glas Wein und noch dazu eine großzügige Unterstützung für den Weinkonvent bei dessen Bemühungen um krebskranke Kinder anlässlich der diesjährigen Tour der Hoffnung. Ein herzliches Wort des Dankes von Lothar Wahl beendete eine eindrucksvolle Veranstaltung.

ero

In einem eindrucksvollen Vortrag gab Firmenchef Michael Erbach bei einem Betriebsrundgang und mittels moderner Computer-Präsentation einen Überblick über die Produktpalette seines Unternehmens,
die in der ganzen Welt im Weinberg zum Einsatz kommen.

Der Weinkonvent zum Hl. Goar zog Jahresbilanz
Als ein Jahr mit hervorragender Außenwirkung für die Stadt St. Goar bezeichnete Präsident Lothar Wahl anlässlich der Jahreshauptversammlung des Weinkonvents zum Hl. Goar dessen letztjährigen Aktionen. Er legte einen umfangreichen Rechenschaftsbericht über die Aktivitäten des vergangenen Jahres vor, den Schatzmeister Hugo Kirschhoch mit einem exzellenten Kassenbericht ergänzte. Beiden wurde von der Versammlung großes Lob für ihre hervorragende Arbeit ausgesprochen.
Mit der erstmaligen Teilnahme der Stadt St. Goar an der bundesweiten „Tour der Hoffnung“ zugunsten krebskranker Kinder  im vergangenen Jahr ergab sich für den Weinkonvent eine willkommene Möglichkeit, dieses lobenswerte Projekt mit einer Benefiz-Weingala in der Rheinfelshalle zu unterstützen. 4.500 Euro konnten als Erlös für den guten Zweck übergeben werden. Durch zusätzliche Aktionen anderer St. Goarer Vereine kamen weitere 4000 Euro zusammen.
Neben dem sozialen Engagement führte der Konvent aber auch eine Anzahl weinkundlicher Abende durch. Besonders populär war dabei die gemeinsame Weinprobe mit dem befreundeten Hansenorden, die als jährliche Veranstaltung beibehalten werden soll. Verkostungen von Spitzenweinen aus unterschiedlichen Weinbaugebieten ergänzten das Jahresprogramm.
Im August dieses Jahres wird die Stadt St. GoarEtappenziel der Tour der Hoffnung sein. Wie Stadtbürgermeister Walter Mallmann dazu erklärte, sind einige städtische Vereine bereits aktiv geworden und andere bereiten ihre Aktionen zurzeit vor. Vom Weinkonvent, so Lothar Wahl, wird am 22. Juli 2011 erneut eine große Weinprobe in der Rheinfelshalle mit prominenten Gästen, darunter der mittelrheinischen Weinkönigin Anna, durchgeführt. Der öffentliche Kartenvorverkauf erfolgt ab dem 1. Juni 2011 über die Tourist-Information St. Goar.
Im September  werden die Weinfreunde erstmals der Region Franken einen Fachbesuch abstatten. Auch die Außenwirkung des Konventes nimmt zu. Weinfreund und Winzer Thomas Philipps schreibt regelmäßig für die Internet-Seite „Weinreich“ der Rheinland-Pfalz-Touristik in Koblenz weinfachliche Kolumnen.

St. Goar, den 6.5.2011

vorstandUnser Bild zeigt v.l.n.r.: Altpräsident Reinhard Franz, Vizepräsident Michael Hubrath,
Präsident Lothar Wahl und Schatzmeister Hugo Kirschhoch

 
Hiltrud Specht: Weinprobe am 12.November 2010 „Poeten und Wein“
Mit einem prickelnden Winzersekt traditioneller Flaschengärung aus dem Wein- und Sektgut des mittelrheinischen Weinbaupräsidenten Gerhard Lambrich aus Oberwesel-Dellhofen begrüßte Lothar Wahl, amtierender Chef des Weinkonvents zum Hl. Goar seine Gäste zu einer Weinverkostung edelster mittelrheinischer Tropfen. Zu deren Besprechung hatte er Hiltrud Specht, die erfahrende Geschäftsführerin der Mittelrhein-Weinwerbung gewinnen können, die ihr Publikum nicht nur mit profundem Fachwissen, sondern auch mit dem ihr eigenen bezauberndem Scharm von der Qualität der angestellten Proben überzeugte. Den passenden Spruch zum Thema „Poeten und Wein“ hatte sie stets parat, indem sie bedeutende Persönlichkeiten letzter Jahrhunderte – Dichter, Denker, Komponisten und sogar Politiker – zitierte, die alle zu ihrer Zeit sehr viel Kluges zum Wein am Mittelrhein geäußert hatten.
Nicht jeder der anwesenden Verkoster wusste, dass auch die Weine von der Lahn zum Anbaugebiet Mittelrhein zählen und waren überrascht von der Qualität des trockenen Spätburgunders vom Lahnweingut Massengeil-Beck aus Obernhof. Die inzwischen bereits als Gipfelstürmer bekannten St. Goarer Jungwinzer Thomas und Martin Philipps aus St. Goar hielten ihren Spätburgunder Weißherbst „LORELEY“ für einen halbtrockenen Riesling bereit, der die anwesenden Kenner überzeugte.
Das Weingut Thomas Heidrich vertrat mit einem halbtrockenen Riesling die Weinstadt Bacharach und mit einer trockenen Kerner Spätlese bewies das Weingut Peter Hohn aus Leutesdorf, dass auch im Norden des Anbaugebietes Mittelrhein beste Tropfen erzeugt werden. Hiltrud Specht bedauerte, dass nicht mehr Winzer mit dem Markennamen „Loreley-Riesling“ werben. Jedenfalls überzeugte Albert Lambrich aus Oberwesel-Dellhofen mit einem solchen als halbtrockene Spätlese. Auch sein lieblich ausgebauter Riesling kam gut an. Der Bopparder Hamm war durch das Weingut Didinger aus Osterspay mit einer lieblichen Auslese vertreten, der sich als Favorit (nicht nur) bei den anwesenden Weinschwestern herausstellte.
Großes Lob für die detaillierte Zusammenstellung der mittelrheinischen Weinprobe erhielt der dafür zuständige Kellermeister Werner Eckes, der sich bereits auf die nächste Probe vorbereitet, die der Weinkonvent gemeinsam mit dem Hansenorden durchführt.

weinprobe

Hiltrud Specht, Geschäftsführerin der Mittelrhein-Werbung,
brillierte bei der Weinprobe des Weinkonvents zum Hl. Goar mit bezauberndem Scharm und profundem Wissen.

Die Weinlese für den 2010er Sancti Goaris "fällt aus"
Wildschweine im städtischen Weinberg

Link zum Bericht: http://www.st-goar.de/1224-0-wildschweine-im-staedtischen-weinberg.html

Ausflug des Weinkonvents am 2. Oktober 2010
Weinkonvent zum Hl. Goar besucht Rheinhessenwinzer in Oppenheim und Nierstein

Die Führung durch das Deutsche Weinbaumuseum in Oppenheim war einer der Höhepunkte einer „gehaltvollen“ Reise von 40 Mitgliedern des Weinkonventes zum Heiligen Goar durch die Kultur- und Weinregion Oppenheim und Nierstein an den Rheinterrassen südlich von Mainz.
Heike Leikheimer, die Pressechefin des Hauses, schlug beim Rundgang durch das großzügig gestaltete Museum den Bogen von den Römern bis zur aktuellen Neuzeit. Selbst für gute Kenner des Weinbaus eröffnen sich hier noch viele neue Erkenntnisse für den wahren Trinkgenuß, der anschließend in den Weinterrassen und Kellern eröffnet wurde.
Unter Führung von Präsident Lothar Wahl, der diese Fahrt intensiv vorbereitet hatte, wurde die Reise in den Süden des Landes zum weinkulturellen Genuß.
Eine Planwagen-Rundfahrt („fahrende Weinprobe“)  mit der Oppenheimer Winzerfamilie Armin, Frank und Egbert Müller durch die Oppenheimer Weinlagen führte zu prächtigen Aussichtslagen, an denen mit Weck-Worscht und Woi der Einblick in  die prallen Weinberge zum Erlebnis wurde. Ein Beispiel für die große Differenziertheit eng benachbarter Weinlagen demonstrierten die Winzer anhand von  drei Rieslingen der Staatsbaudomäne Oppenheim aus dem Rotliegenden, dem Kalkmergel und dem Lößboden. Nicht nur Weinkenner erkennen die Geschmacksunterschiede auf Anhieb.
Beim Besuch der frühgotischen Oppenheimer Katharinenkirche mit ihren berühmten Glasfenstern und dem Besuch im erstaunlichen Oppenheimer Kellerlabyrinth unter der historischen Stadt wurde die historische Bedeutung der alten Handelstadt zwischen Mainz und Worms offenbar.
Der Tag schloß ab mit dem Besuch eines typischen Rheinhessen-Winzerbetriebes in Nierstein. Winzer Thomas Heise (60) und seine sechsköpfige Familie bewirtschaften hier 12 ha Rebfläche.
Bei einer Probe im großen Arbeitskeller wurde mit dem ausdrucksvollen Riesling trocken, dem weicheren, hier typischen Chardonnay mit seinem Vanilleduft, dem „runden“ Grauburgunder und vor allem mit dem harmonischen Oelberg Riesling Spätlese die rheinhessische Palette der Geschmacksnuancen wieder sichtbar.

Adolf Meinung

Gut gelaunte  Mitglieder des Weinkonventes zum Heiligen Goar
proben im Weinbaubetrieb Heise  am Kranzberg die Weine aus Nierstein.

Der Weinkonvent am 20. August 2010
Der Weinkonvent zum Hl. Goar feierte in „Metze-Höfchen“ in Hungenroth
Der Abschied wird wohl für immer sein. In wenigen Wochen werden im schieferbeschirmten, historischen Fachwerkensemble in der Dorfmitte von Hungenroth, im Metze-Höfchen, wie es hier seit Jahrzehnten nach einer früheren Besitzerin benannt wird, neue  Bewohner einziehen und damit steht das wunderschöne und gemütliche Haus nicht mehr für öffentliche Feste und Feiern zur Verfügung.
Die Gemütlichkeit in der „Tenne“ und das stilvolle Ambiente rund um den schönen, begrünten Innenhof konnten die Mitglieder des Weinkonventes auf Einladung der charmanten Eigentümerin Brigitte Runzheimer, die seit 1973 des Haus mühevoll restauriert hat, und der Hungenrother Mitglieder des Weinkonventes zum Hl. Goar als letzte Gäste des Hauses erfahren. Es wurde bei dem warmen Sommerwetter ein unvergesslicher Abend, für die Teilnehmer und das Metze-Höfchen. Sonnenblumen schmückten den Treppenaufgang, und ein erfrischendes Glas Sekt stimmte auf einen weinseligen und humorvollen Probenabend ein. Eine festlich geschmückte Tafel und ein Büffet mit regionalen Wurst- und Käsespezialitäten waren die herzhaften Begleiter einer von Kellermeister Werner Eckes wieder stil- und humorvoll besprochenen Weinprobe von Mittelrhein-, Mosel- und Naheweinen.
Den Beginn der Probe machte ein reifer 2005er Spätburgunder aus dem Weingut Königshof in Boppard. Auf Lehmboden gewachsen, wirkt dieser Wein außerordentlich harmonisch. Ihm folgte eine „Perll´en Kette“ von Walter Perll aus Boppard mit einem 2008 Feuerlay Riesling Spätlese trocken, etwas zurückhaltend in der Nase, aber sehr fruchtbetont im Geschmack. Die nächste „Perll`e“ war ein 2009er Mandelstein trocken und wunderbar harmonisch trotz seiner Jugend. Der dritte „Perll“ -wein war ein 2009 Feuerlay Riesling Spätlese trocken, ein Wein voll jugendlicher Begeisterung. Die Freude über die guten Weine beförderte als nächstes die 2009er Niederhauser Hermannshöhle von der Nahe. Aus dem Hause Jacob Schneider hat dieser auf sandigem Lehm mit Schieferbegleitung gewachsene Wein eine feine Würze nach Blumen und Kräutern. Ebenfalls von der Nahe, vom „Lindenhof“ aus Windesheim stammte der 2009er Riesling Spätlese feinherb mit seinen wunderschönen Fruchtaromen. Den Abschluss bildeten die Mosel-Weine aus Winningen. Zur Qualität dieser Weine braucht man keine Kommentare mehr abzugeben. Der 2008er fruchtige Riesling aus dem Röttgen (vom Weingut Richter) besticht durch die mineralbetonte Zungenführung. Und der letzte Wein des Abends, das 2008er Brückstück, gewachsen auf Devonschiefer mit Bimseinlagen, brilliert mit seiner vollreifen Frucht Er ist ein echter „Terroir“ -wein aus Winningen von den Moselterrassen, der einen Weinfreund mit jedem Tag versöhnen kann.
Das uneingeschränkte Lob der über dreißig Weinfreundinnen und –freunde  galt abschließend vor allem den Winzern und ihren Weinen, der Gastgeberin Brigitte Runzheimer und ihren „Weinkonvents“-Nachbarn aus Hungenroth, die gemeinsam für einige Stunden das „Metze-Höfchen“ ein letztes Mal für ihre Freunde zu einem Weinparadies gemacht haben, und in dem der Himmel der Genüsse sich in eine laue Nacht herniedersenkte.

Adolf Meinung

Hungenroth

Auf der Treppe vom Metze-Höfchen:
In der Mitte Wein-Konventspräsident Lothar Wahl, Hausherrin Brigitte Runzheimer (2.v.l.)
und Kellermeister Werner Eckes (r,) mit den Gästen

 
Pressebericht von der große Weinprobe
zu Gunsten der "Tour der Hoffnung" am Freitag, den 6.August 2010
ST. GOAR - Die liebevoll als gemütliche Weinstube dekorierte St. Goarer Rheinfelshalle war bis auf den letzten Platz besetzt, als die charmante Mittelrhein-Weinkönigin Gabi Emmerich die ersten edlen Tropfen einer exzellenten Weinprobe kredenzte, zu der Lothar Wahl, Präsident des Weinkonvents zum Hl. Goar gemeinsam mit Stadtbürgermeister Walter Mallmann zugunsten der Tour der Hoffnung eingeladen hatte.
Mallmann begrüßte neben der Weinkönigin als besondere Ehrengäste der vorbildlichen Benefizveranstaltung den Landtagsabgeordneten Hans-Josef Bracht, den Chef der Kinderkrebsstation im Koblenzer Kemperhof, Prof. Dr. Thomas Nüsslein, die Loreley Angelika Stein sowie Jürgen Grünwald und Raimund Wittlich, die Organisatoren der Tour der Hoffnung. Jürgen Grünwald führte als kompetenter Moderator gemeinsam mit Gabi Emmerich mit einem abwechslungsreichen Programm durch einen gelungenen Abend, den die Loreley Angelika Stein mit einem sympathischen Auftritt bereicherte.
Präsident Lothar Wahl bedankte sich bei den Winzern, die ihre Weine - ausschließlich Riesling - angestellt hatten und die sich als großzügige Förderer der guten Sache auszeichneten.
Das Weingut Philipps Mühle aus St. Goar und das Weingut Goswin Lambrich aus Oberwesel-Dellhofen bewiesen mit ihrem hervorragenden Angebot, dass der ehemals danieder liegende St. Goarer Weinbau wieder aufblüht. Das Weingut Reinhard und Beate Knebel aus Winningen war mit einem Riesling von den Winninger Terrassen vertreten und das elterliche Weingut der Mittelrhein-Weinkönigin Gabi Emmerich brillierte mit einem Leutesdorfer Gartenlay. Das Weingut Ratzenberger aus Bacharach lieferte einen Steeger St. Josef. Für die feinherbe Note von der Nahe sorgte das Weingut Krüger-Rumpf aus Münster-Sarmsheim und das Weingut Lanius-Knab aus Oberwesel wusste mit einem feinherben Enghöller Goldemund zu gefallen. Lieblicher wurde der Geschmack, als die Norheimer Kirchheck Spätlese des Weingutes Dr. Crusius aus Traisen zu verkosten war und ein vinologisches Finale setzte die Auslese des Weingutes Matthias Müller aus Spay mit einem Bopparder Hamm Engelstein. Dass sich die gesamte Probe harmonisch ineinander fügte, war das Werk von Werner Eckes, dem Kellermeister des Weinkonvents.
Still wurde es in der Rheinfelshalle, als Prof. Dr. Thomas Nüsslein in einer eindrucksvollen Rede über das Schicksal eines an Leukämie erkrankten Mädchens - als ein Beispiel von vielen - sprach. Dank des medizinischen Fortschrittes, der durch die beispielhafte Unterstützung der Aktion „Tour der Hoffnung“ finanziell ermöglicht wird, kann das Kind ein normales Leben führen. So war es nicht verwunderlich, dass in einer zuvor nicht geplanten Spontanaktion ein zusätzlicher vierstelliger Spendenbetrag gesammelt wurde.  Der Gesamterlös aller St. Goarer Aktivitäten wird am heutigen Montag um 13.30 Uhr am Etappenziel der Tour der Hoffnung auf dem St. Goarer Marktplatz übergeben.

saal

Die liebevoll als gemütliche Weinstube dekorierte St. Goarer Rheinfelshalle
war bei der Weinprobe zugunsten krebskranker Kinder bis auf den letzten Platz besetzt.

weinkoenigin

Die charmante Mittelrhein-Weinkönigin Gabi Emmerich kredenzte
die edlen Tropfen einer exzellenten Weinprobe,
wofür ihr Konventspräsident Lothar Wahl herzlich dankte.

...weitere Bilder von der Weinprobe

 

St. Goar: 8.522,82 Euro für die Tour der Hoffnung  

 

Riesiger Beifall brandete auf, als Stadtbürgermeister Walter Mallmann mit dem Betrag von 8.522,82 € das Ergebnis der städtischen Aktivitäten für die Tour der Hoffnung bei der Zwischenetappe der rollenden Benefizveranstaltung auf dem St. Goarer Marktplatz verkündete und den entsprechenden Scheck zur Linderung der Leiden krebskranker Kinder übergab.

Zuvor hatte er in Anwesenheit der Loreley Angelika Stein den Wanderfreunden Rheinfels St. Goar, den St. Goarer Möhnen, den Werlauer Möhnen, der Schützengesellschaft 1344 zu St. Goar, dem Förderverein der Rheinfels-Schule St. Goar, dem CDU-Stadtverband St. Goar, dem Verein für Jugendförderung und soziale Zwecke St. Goar-Fellen, dem SSV Biebernheim, dem VdK St. Goar-Biebernheim, der Freiwillige Feuerwehr St. Goar-Werlau, dem Wirteverein St. Goar, dem SPD-Ortsverein St. Goar, dem Kaninchenzuchtverein St. Goar-Werlau, den Landfrauen St. Goar-Werlau, den Heimatfreunden Werlau, der Theatergruppe der Heimatfreunde Werlau, dem TuS Werlau, dem Internationalen Hansenorden zu St. Goar, dem Katholischer Kirchenchor St. Goar, der Katholischen Frauengemeinschaft St. Goar, der DLRG Jugend St. Goar, dem Weinkonvent zum Hl. Goar, der Fähre Loreley St. Goarshausen, der Kreissparkasse Rhein-Hunsrück, der Firma ERO-Gerätebau (Niederkumbd) und der Firma Hölzmann & Vrbanatz (Emmelshausen) sowie den Weingütern Philipps Mühle (St. Goar), Goswin Lambrich (Oberwesel-Dellhofen), Reinhard und Beate Knebel (Winningen), Gotthard Emmerich (Leutesdorf), Ratzenberger (Bacharach), Krüger-Rumpf (Münster-Sarmsheim), Lanius-Knab (Oberwesel), Dr. Crusius (Traisen) und Matthias Müller (Spay) sowie den zahlreichen ungenannten Spendern für den großartigen Einsatz zugunsten der guten Sache gedankt.

Die beiden Tourleiter Jürgen Grünwald und Raimund Wittlich waren von dem St. Goarer Einsatz ebenso überwältigt, wie der Tross prominenter Radfahrer, von denen sich die Olympiasieger Petra Behle (Biathlon), Katrin Apel (Biathlon), Anna Dogodnadze (Trampolin), Hans Lutz (Olympiasieger im legendären Kilian-Bahnvierer 1976 und vierfacher Weltmeister), Michael Puderbach (Deutscher Meister im Skaten auf der Langstrecke über 84 km 2006, 2007 und 2010), Ellen Wessinghage (ehemalige Weltklasseläuferin, Sportlerin des Jahres 1975 in Deutschland), Alois Stöcklin (Weltrekordler im Langstrecken-Radfahren), FIFA-Schiedsricher Edgar Steinborn, die Weltklasseschwimmerin Annika Mehlhorn, die Deutsche Weinkönigin Sonja Christ, Rheinland-Sportpräsident Fred Pretz und Hans-Josef Bracht MdL in das Gästebuch der Stadt St. Goar eintrugen.

 
  tour ankunft

Einfahrt des Fahrerpulks der Tour der Hoffnung auf den St. Goarer Marktplatz

 
  begruessung

Stadtbürgermeister Walter Mallmann begrüßte in Anwesenheit
der Loreley Angelika Stein den Tourchef Jürgen Grünwald und die prominenten Radler

 
  check

Riesiger Beifall brandete auf, als Stadtbürgermeister Walter Mallmann mit dem Betrag von 8.522,82 €
das Ergebnis der städtischen Aktivitäten für die Tour der Hoffnung nannte und den entsprechenden Scheck
zur Linderung der Leiden krebskranker Kinder übergab

 
  apel

Stadtbürgermeister Walter Mallmann begrüßte
die Biathlon-Olympiasiegerin Katrin Apel

 
  essen

Beim Zwischenstopp auf der Burg Rheinfels stärkten sich die Sportler auf Einladung
des dortigen Romantikhotels bei einem deftigen Mahl